Rosenbauer denkt die Zukunft - schon heute.

Vom Mega- zum Feuerwehrtrend

Die Herausforderungen unserer Zeit.

Rosenbauer Concept Fire Truck.

CFT-Technologie als Antwort auf die Feuerwehr Megatrends.

Die Megatrends unserer Zeit, formen die Zukunft des Feuerwehrwesens.

Um auf zukünftige Rahmenbedingungen und Anforderungen vorbereitet zu sein, versucht man mittels Studien und Forschungsarbeiten Prognosen über zukünftige Veränderungen der Welt sowie der potenziellen Lebensbedingungen zu skizzieren. Der Innovations- und Research Bereich von Rosenbauer nutzt dazu neben wissenschaftlichen Grundlagen und Expertenwissen auch das Instrumentarium der Trend- und Zukunftsforschung.

Zwölf Megatrends werden beispielsweise vom Zukunftsinstitut aufgegriffen. Diese sind laut Recherche längst in der Gesellschaft vorhanden und werden diese auch radikal verändern, sind allerdings noch nicht in vollem Ausmaß zum Durchbruch gekommen.

Die Feuerwehr-Trendmap soll den Leser dabei unterstützen, sich kritisch mit möglichen zukünftigen Ereignissen sowie dem technologischen und ge - sellschaftlichen Wandel, welcher sich auf die Feuerwehren sowie ihre Organisation und Technik auswirken wird, auseinanderzusetzen.

// POLYLINES START HERE // POLYLINES END HERE // Burgundy Line // DOTS END HERE // MAIN DOTS START HERE // MAIN DOTS END HERE Konnektivität Konnektivität Gender Shift Gender Shift Silver Society Silver Society Individualisierung Individualisierung Mobilität Mobilität Globalisierung Globalisierung Wissenskultur Wissenskultur Neo-Ökologie Neo-Ökologie Urbanisierung Urbanisierung New Work New Work Gesundheit Gesundheit Sicherheit Sicherheit Politik Politik Dynamik Dynamik Migration Migration Geschwindigkeit Geschwindigkeit // MAIN DOT TITLES END HERE // CONNECTOR LINES START HERE // CONNECTOR LINES END HERE // Gray Outlines // START GRAY LINE AlterndeBevölkerung Golden Mentor Aktives Altern ForeverYoungsters UniversalDesign Unterstützungstools Smart UserInterface Lebens-langesLernen Fachkräfte-mangel // START ORANGE LINE Social Networks Informationsvisualisierung Additive Fertigung KünstlicheIntelligenz Smart Devices& Apps DigitaleEinsatzführungstools Digital Twin IntelligenteBekleidung Überwachung Abhängigkeitvon Strom Daten-schutz Gesundheits-überwachung Cyber-attacken Smart Home(Protection) Out-/Indoor-Tracking& Navigation PredictiveAnalytics PlatformÖkonomie Augmented &Mixed Reality Persona-lisierterInhalt Real-Digital Industrie4.0 Post-wachstums-ökonomie Autonome Systeme Robotik 24/7-Gesellschaft Internetof Things AutonomesFahren Smart Data Omni-channel DigitalNative Kollaboration Ausbildungs-möglich-keiten Crowd-sourcing DigitaleKompetenz Automati-sierung KrisensichereKommunikation Informations-manipulation NahtloseMobilität LetzteMeile-Logistik Smart City SharingEco-nomy Drohnen // START PURPLE LINE Gesundheits-prävention Einsatz-Sicherheit FitnessLifestyle Einsatzhygiene Mind-Body-Fitness Gesundheits-kompetenz Lebensqualität Achtsamkeit Leistungsdruck CorporateHealth HealingArchitecture // START GOLD LINE UngenderedLifestyle Feuerwehrfrauen Diversity Womanomics Work-LifeBlending // START BURGUNDY LINE Multigrafien Nomadentum Wir-Kultur Alltags-Outsourcing NeueArbeitskulturen Nachwuchsgewinnung Ehrenamt MassCustomization Do-It-Yourself Micro Housing //START BROWN LINE Carsharing NachhaltigeTechnologien Megacities &Verdichtete Räume Post-Carbon-Gesellschaft Gefahr durch alter-native Energieträger Gefahr durchAkkubrände E-Mobilität &Alternative Antriebe Energiewende Mikro-mobilität Verkehrs-aufkommen // START TEAL LINE GlobaleMigration UngesundesHalbwissen Rechtsgrundlagen Edutainment HandwerklicheFähigkeiten OpenKnowledge Komplexität inder Stadtplanung // START GREEN LINE Kreislaufwirtschaft Zero Waste Global-Lokal Klimakrise &Naturkatastrophen UrbanFarming AlternativeNotstromversorgung GlobaleBedrohungen AlternativeFinanzierung // START LIGHT-BLUE LINE Bevölkerungs-wachstum Fusionierungvon Feuerwehren Land-flucht // START BLUE LINE MultipolareWeltordnung Neo-Nationalismusvs. Generation Global Transparenz-Märkte Terrorismus& Aggression // START DARK-BLUE LINE Simplexity Versteckte Sicherheit Super-Safe Society Autoritätsakzeptanz TrustTechnology // START RED LINE Service Ökonomie Permanent Beta Tagesverfügbarkeit& Planbarkeit
// POLYLINES START HERE // POLYLINES END HERE // Burgundy Line // DOTS END HERE // MAIN DOTS START HERE // MAIN DOTS END HERE Konnektivität Konnektivität Gender Shift Gender Shift Silver Society Silver Society Individualisierung Individualisierung Mobilität Mobilität Globalisierung Globalisierung Wissenskultur Wissenskultur Neo-Ökologie Neo-Ökologie Urbanisierung Urbanisierung New Work New Work Gesundheit Gesundheit Sicherheit Sicherheit Politik Politik Dynamik Dynamik Migration Migration Geschwindigkeit Geschwindigkeit // MAIN DOT TITLES END HERE // CONNECTOR LINES START HERE // CONNECTOR LINES END HERE // Gray Outlines // START GRAY LINE AlterndeBevölkerung Golden Mentor Aktives Altern ForeverYoungsters UniversalDesign Unterstützungstools Smart UserInterface Lebens-langesLernen Fachkräfte-mangel // START ORANGE LINE Social Networks Informationsvisualisierung Additive Fertigung KünstlicheIntelligenz Smart Devices& Apps DigitaleEinsatzführungstools Digital Twin IntelligenteBekleidung Überwachung Abhängigkeitvon Strom Daten-schutz Gesundheits-überwachung Cyber-attacken Smart Home(Protection) Out-/Indoor-Tracking& Navigation PredictiveAnalytics PlatformÖkonomie Augmented &Mixed Reality Persona-lisierterInhalt Real-Digital Industrie4.0 Post-wachstums-ökonomie Autonome Systeme Robotik 24/7-Gesellschaft Internetof Things AutonomesFahren Smart Data Omni-channel DigitalNative Kollaboration Ausbildungs-möglich-keiten Crowd-sourcing DigitaleKompetenz Automati-sierung KrisensichereKommunikation Informations-manipulation NahtloseMobilität LetzteMeile-Logistik Smart City SharingEco-nomy Drohnen // START PURPLE LINE Gesundheits-prävention Einsatz-Sicherheit FitnessLifestyle Einsatzhygiene Mind-Body-Fitness Gesundheits-kompetenz Lebensqualität Achtsamkeit Leistungsdruck CorporateHealth HealingArchitecture // START GOLD LINE UngenderedLifestyle Feuerwehrfrauen Diversity Womanomics Work-LifeBlending // START BURGUNDY LINE Multigrafien Nomadentum Wir-Kultur Alltags-Outsourcing NeueArbeitskulturen Nachwuchsgewinnung Ehrenamt MassCustomization Do-It-Yourself Micro Housing //START BROWN LINE Carsharing NachhaltigeTechnologien Megacities &Verdichtete Räume Post-Carbon-Gesellschaft Gefahr durch alter-native Energieträger Gefahr durchAkkubrände E-Mobilität &Alternative Antriebe Energiewende Mikro-mobilität Verkehrs-aufkommen // START TEAL LINE GlobaleMigration UngesundesHalbwissen Rechtsgrundlagen Edutainment HandwerklicheFähigkeiten OpenKnowledge Komplexität inder Stadtplanung // START GREEN LINE Kreislaufwirtschaft Zero Waste Global-Lokal Klimakrise &Naturkatastrophen UrbanFarming AlternativeNotstromversorgung GlobaleBedrohungen AlternativeFinanzierung // START LIGHT-BLUE LINE Bevölkerungs-wachstum Fusionierungvon Feuerwehren Land-flucht // START BLUE LINE MultipolareWeltordnung Neo-Nationalismusvs. Generation Global Transparenz-Märkte Terrorismus& Aggression // START DARK-BLUE LINE Simplexity Versteckte Sicherheit Super-Safe Society Autoritätsakzeptanz TrustTechnology // START RED LINE Service Ökonomie Permanent Beta Tagesverfügbarkeit& Planbarkeit

Megatrends

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Silver Society

01 - 10

Silver Society

Die Lebenserwartung der Menschen steigt auf der ganzen Welt. Auch im Feuerwehrbereich gilt: Wir alle werden nicht nur älter, sondern altern auch anders – und vor allem werden wir später alt. Für Feuerwehren bedeutet dies eine große Chance. Je länger die Einsatzkräfte aktiv bleiben und je größer ihre Erfahrung ist, umso mehr steigt die Schlagkraft der Feuerwehr. Ein wichtiger Aspekt ist in diesem Zusammenhang die Weitergabe von Praxiserfahrung sowie die Überlieferung methodischen Wissens der älteren Generationen an die Jüngeren.

02 - 10

Alternde Bevölkerung

Rund um den Globus wird die Bevölkerung älter und gleichzeitig nimmt die Zahl älterer Menschen zu.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Die Bevölkerung wird immer älter. Dies bedeutet zwangsläufig, dass auch immer weniger junge Leute für die Freiwillige Feuerwehr zu Verfügung stehen, was bereits jetzt zu Personalproblemen bei vielen ländlichen Feuerwehren führt.
  • Aufgrund der Zunahme von Demenzerkrankungen, Übergewicht, Immobilität im höheren Alter kann es bei Personenrettungen zu Schwierigkeiten kommen. Dafür können zukünftig Anpassungen an den Rettungsgerätschaften sowie neue Rettungsgeräte erforderlich werden. 
  • Ebenso kann es aufgrund der Zunahme an Demenz erkrankten Personen zu vermehrten Suchaktionen kommen sowie zu Unfällen im Haushalt (insbesondere zu Zimmerbränden aufgrund Herdplatten, die vergessen wurden auszuschalten).

Quellenverzeichnis

03 - 10

Golden Mentor

Golden Mentors möchten auch im Pensionsalter nach ihrer "Arbeitsphase" aktiv sein und ihre gesammelten Erfahrungen an andere weitergeben. Vor allem in Phasen der Veränderung können sie für Unternehmen und junge Mitarbeiter sehr wertvoll sein.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Im freiwilligen Feuerwehrwesen gilt es, ältere Mitglieder und deren Erfahrung durch verschiedene Anreize möglichst lang verfügbar zu halten. Die Weitergabe von Wissen aufgrund jahrelanger Praxis-Erfahrung von Älteren an die Jungen wird als wichtiger Lernprozess gesehen. Vielfach gibt es auch sogenannte 60-Plus Initiativen bei den Feuerwehren, mit denen gerade die ältere und erfahrene Generation angesprochen werden soll.

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04 - 10

Aktives Altern

Menschen wollen auch nach ihrer aktiven Arbeitsphase aktiv bleiben. Geistige Weiterbildung und Aufrechterhaltung der körperlichen Fitness gehört für immer mehr Menschen auch im Pensionsalter zum Alltag.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Ältere Menschen möchten auch noch im Pensionsalter aktiv bleiben und sich bei der Freiwilligen Feuerwehr aktiv oder passiv engagieren. So wurde in einigen (Bundes-) Ländern die Altersgrenze für Mitglieder im aktiven Dienst angehoben.
  • Die Erhöhung der Altersgrenze für Feuerwehrmitglieder kann auch die Tagesverfügbarkeit der Einsatzkräfte verbessern.

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05 - 10

Forever Youngsters

Das Streben nach ewiger Jugend sowie Dinge wie Aktivität, Gesundheit & Fitness stehen im Zentrum. Die Kerngruppe der Junggebliebenen, 60-79-Jährige, will von einem echten Ruhestand daher wenig wissen.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Viele langgediente Feuerwehrmitglieder zählen sich auch im Pensionsalter noch lange nicht zum "alten Eisen". Sie möchten weiterhin aktiv bei Einsätzen ausfahren und bei Übungen mit den Jungen mittrainieren.
  • Ältere Feuerwehrmitglieder, die frei von beruflichen Verpflichtungen sind, könnten unter Tags für Einsätze leichter verfügbar sein.

06 - 10

Universal Design

Universell designte Alltagsprodukte, Geräte oder andere interaktionsfähige Objekte sind darauf ausgelegt, so flexibel, leicht und intuitiv wie möglich zu bedienen zu sein. Im Fokus steht dabei jeder - alt wie jung.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Universalität des Designs, das sowohl Jung anspricht als auch bei älteren Einsatzkräften Neugier und Interesse weckt. 
  • Unterschiedliche Generationen in der Feuerwehr sind mit unterschiedlichen Technologien aufgewachsen und vertraut. Bedienfunktionalität soll für unterschiedliche Generationen und Geschlechter in Bezug auf Simplicity und Ergonomie ausgelegt sein.

07 - 10

Unterstützungstools

Darunter versteht man im Wesentlichen Technologien und Tools, die den Alltag insbesondere von älteren Personen sowie Personen mit körperlichen Beeinträchtigungen erleichtern (altersgerechte Assistenzsysteme / Ambient Assisted Living). Dies betrifft unter anderem den Bereich Kommunikations- und Informationstechnologien, aber auch technische Tools wie Exoskelette.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Einsatzkräfte sind auch im höheren Alter noch einsatzfähig. Ausrüstung und Geräte sollten daher entsprechend ausgerichtet sein (insbesondere deren Bedienung, Ergonomie, Gewicht etc.) bzw. sollten Hilfestellungen zu deren Bedienung gegeben sein.
  • Abhilfe könnten beispielsweise kraftunterstützende technische Systeme wie Exoskelette etc. zur Kompensation von körperlichen Schwächen von Einsatzkräften bringen.

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08 - 10

Smart User Interface

Wo Universal Design auf die hardware-technische Gestaltung von Objekten abzielt, soll eine intelligente Benutzeroberfläche dem User die bestmögliche Form der intuitiven Bedienung einer digitalen Mensch-Maschine Schnittstelle ermöglichen.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Die Beherrschbarkeit von komplexen Systemen wird für den Bediener durch stark vereinfachte Bedienlogik gewährleistet werden.
  •  Im Einsatzgeschehen sind Geschwindigkeit und Übersichtlichkeit essenziell für den Einsatzerfolg und werden durch  intelligente Assistenz gestützt.

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09 - 10

Lebenslanges Lernen

Der Trend hin zu laufender Weiterbildung und lebenslangen Lernen ist ungebrochen. Ob aus beruflicher Notwendigkeit heraus oder aus reinem persönlichen Interesse - viele Menschen verspüren den Drang, sich auf bekannten Gebieten weiterzuentwickeln oder sich gänzlich neues Wissen anzueignen und Erfahrungen zu sammeln.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Um die Golden Mentors länger in einer Organisation halten und ihr Potenzial ausschöpfen zu können, sollten alters- und ausbildungsgerechte Fortbildungsmöglichkeiten geboten werden – auch im Bereich der Digitalisierung. Bezüglich Informations- und Ausbildungsmaterial gilt es dieses passend für alle Altersgruppen zu formulieren und zugänglich zu machen.
  • E-Learning Angebote unterstützen den Trend, sich laufend weiterzubilden, unabhängig von zeitlichen und räumlichen Einschränkungen.

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10 - 10

Fachkräftemangel

Der Kampf um qualifizierte Fachkräfte zeigt sich als stets anhaltende Entwicklung. Der dadurch entstehende Wettbewerbsdruck drängt Unternehmen dazu, deren Personalmanagement und Arbeitgebermarke stetig weiterzuentwickeln.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Drohender Fachkräftemangel wird auch bei der Feuerwehr zu einem immer größer werdenden Problem. Es wird immer schwieriger, geschickte junge Leute für die Feuerwehr zu gewinnen. 
  • Umso wichtiger wird es, Erfahrungswissen von Einsatzkräften beispielsweise in Bezug auf Einsatzabwicklungen (z. B. in Form von Anleitungen und Guides) zu dokumentieren und verfügbar zu machen.
  • Immer weniger junge Leute sind im Besitz eines C-Führerscheins. 
  • Eine mögliche Gegenmaßnahme könnte die Anwerbung von zukünfitgen Feuerwehrkräfte im Jugendalter darstellen, indem die Feuerwehrarbeit als spannendes "Abenteuer" promotet wird.

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01 - 10

Silver Society

Individualisierung

01 - 15

Individualisierung

Der Megatrend „Individualisierung“ gehört zu den größten treibenden Kräften, welche Gesellschaft und Wirtschaft massiv verändern – und das weltweit. Der Mensch strebt immer mehr danach, individuelle Lebenswege zu beschreiten, und wünscht sich dabei mehr Autonomie und Selbstbestimmung. Als Folge werden flexible Anpassungen auf die individuellen Anforderungen bei Einsatzfahrzeugen, Ausrüstung und anderen technischen Systemen vermehrt gefordert werden.

02 - 15

Multigrafien

Lebensabläufe werden immer unberechenbarer. Es gibt immer weniger lineare Lebensphasen. Stattdessen kommt es zu neuen Lebensphasen, beispielsweise aufgrund von häufigeren Jobwechsel oder Mehrfachausbildungen.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Dieser Trend könnte dazu führen, dass durch Mehrfachausbildungen (im späteren Alter) oder häufigeren Job- & Wohnortswechsel die gewohnte Verfügbarkeit der freiwilligen Einsatzkräfte gefährdet ist. 
  • Im Gegenzug könnten mehr Spätentschlossene aber auch erst im Erwachsenenalter der Freiwilligen Feuerwehr beitreten. 
  • Mitunter könnte es durch den Wandel der Lebensläufe zu kürzeren Verweildauern in Vereinen kommen, wodurch auch das freiwillige Feuerwehrwesen betroffen wäre. Hier wäre die Anpassung von Ausbildungskonzepten sowie ein Umdenken bei der Aufgabenverteilung sinnvoll.
     

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03 - 15

Nomadentum

Örtliche Unabhängigkeit durch digitale Technik sowie flexibler werdende Arbeitsstrukturen fördern den Trend hin zum digitalen Nomadentum.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Diese Entwicklung könnte sich negativ auf die langfristige Verfügbarkeit freiwilliger Einsatzkräfte auswirken. 

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04 - 15

Achtsamkeit

Ist der Gegentrend zur permanenten Reizüberflutung und beschreibt das erhöhte Interesse auf das Zurückbesinnen auf sich selbst und am Innehalten.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Um Feuerwehrkräfte körperlich sowie geistig besser auf das Einsatzgeschehen vorzubereiten wird psychische und physische Vor- als auch Nachbereitung bedeutender. Besonnenheit im Umgang mit dem eigenen Körper und Bedacht auf draumatische Erlebnisse, welche aufgearbeitet werden müssen, wird mehr Achtsamkeit bekommen.

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05 - 15

Lebensqualität

Beschreibt das Streben nach hoher Lebensqualität, bei der unter anderem Aspekte wie ein gesunder Lebensstil, ein erfülltes Sozialleben sowie eine zufriedenstellende Work-Life Balance im Zentrum stehen.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Im Sinne der Lebensqualität müssen auch im Feuerwehrwesen neue Anreize gesetzt werden:
    • Reduktion möglichst vieler Risiken für Einsatzkräfte auf ein Minimum
    • Gezielte Alarmierung erforderlicher Einsatzkräfte
    • Aspekte wie Ergonomie, Sicherheit, Gewicht etc. gewinnen an Bedeutung
    • Gusreichend Ruhephase
    • Etc.

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06 - 15

Wir-Kultur

Beschreibt neue Formen von Gemeinschaften, Kollaboration und Kooperation, die einer komplexer werdenden Welt besser gerecht werden können.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Kollaboration & Kooperation anstatt Konkurrenzdenken wird auch im Feuerwehrwesen immer wichtiger. Die Vernetzung mit anderen Hilfs- und Einsatzorganisationen (z. B. Team Österreich) kann dabei ein wichtiger Bestandteil sein. 
  • Weiters könnten anlässlich der Wir-Kultur unter anderem auch Kollektivanschaffungen von Fahrzeugen & Geräten unter Feuerwehren weiter forciert werden.
  • Dieser Trend spricht dafür, dass auch zukünftig das Zugehörigkeitsgefühl in einer Gemeinschaft wie der Feuerwehr geschätzt wird.

07 - 15

Alltags-Outsourcing

Beschreibt den Trend, zeitintensive Alltagstätigkeiten auszulagern, um sich auf wesentliche Dinge im Leben bzw. nutzbringendere Tätigkeiten widmen zu können.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Dieser Trend kann dazu führen, dass gewisse notwendige Alltagsaktivitäten bei Feuerwehren wie z. B. Verwaltungstätigkeiten outgesourct werden, sodass sich diese auf ihre Kerntätigkeiten konzentrieren können. Denkbar wäre hier, beispielsweise von entsprechenden Stellen bei Ämtern oder Gemeinden bei diversen Verwaltungstätigkeiten Unterstützung zu erhalten.

08 - 15

Diversity

Vielfalt wird zunehmend als Chance gesehen - seien es Unterschiede in Bezug auf Alter, Geschlecht & Orientierung, Herkunft, kulturellen Hintergrund oder Ausbildungsschwerpunkt.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Um auch zukünftig für Junge interessant zu bleiben, wird es wichtig sein, sich als Feuerwehr als progressive Institution zu positionieren. Dabei sollte auf ein geschlechts- & kulturneutrales Umfeld geachtet werden, in dem Vielfalt als Bereicherung erkannt wird und Klischees kein Raum geboten wird.
  • Durch zunehmende Migration könnten zukünftig auch vermehrt Zuwanderer den Feuerwehren beitreten, wobei der Trend Diversity an Brisanz gewinnt.
     

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09 - 15

Neue Arbeitskulturen

Start-ups schaffen mit ihrer Interdisziplinarität ein Ökosystem zum Austausch von Ressourcen und Wissen. Sie setzen etablierte Unternehmen und ganze Branchen unter Innovationsdruck. Deren Arbeitskulturen werden auch zunehmend von Groß-Unternehmen übernommen.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Die zunehmende Flexibilisierung des Arbeitsplatzes (wachsende Akzeptanz von Homeoffice Tätigkeit) Arbeitsplätze könnte sich positiv auf die Verfügbarkeit Freiwilliger Feuerwehrmitglieder auswirken (Siehe Macrotrend Tagesverfügbarkeit & Planbarkeit).

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10 - 15

Nachwuchsgewinnung

Die Nachwuchsgewinnung wird mancherorts zunehmend schwieriger und so zum entscheidenden Faktor für den Fortbestand des lokalen, freiwilligen Feuerwehrwesens.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Feuerwehren müssen sich unter anderem in Sachen Kommunikation & Online-Auftritt auf die heranwachsende Generation einstellen und diese Aspekte aktiv managen, um für mögliche Nachwuchskräfte interessanter zu werden bzw. attraktiv zu bleiben.

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11 - 15

Ehrenamt

Durch unterschiedliche Treiber wie z. B. kürzer werdende Interessenszyklen, Landflucht oder unberechenbarere Lebensläufe ist die Bereitschaft sich ehrenamtlich zu engagieren zunehmend rückläufig.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Vor allem in ländlichen Gebieten, wo das Ehrenamt einen zentralen Pfeiler des Feuerwehrwesens darstellt, sehen sich Feuerwehren mit einem zunehmenden Mangel an Feuerwehrkräften konfrontiert, wobei das Arbeitsspektrum indes nicht weniger wird. Die Motivation der bestehenden Mitglieder wird dabei zum essenziellen Erfolgsfaktor.

  • Zudem könnte das Mindset "Feuerwehr = Lebenssinn" aufgrund unterschiedlicher Treiber wie z. B. dem Macrotrend 'Multigrafien' zurückgehen, wodurch man mit zunehmender Fluktuation unter den Feuerwehrkräften rechnen müsste.

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12 - 15

Mass Customization

Beschreibt die nach individuellen Kundenwünschen ausgerichtete Massenproduktion.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Beispielsweise könnten Online-Konfiguratoren sowie der Einsatz von 3D-Druck als industrielle Fertigungsmethode die Realisierung individueller Wünsche ermöglichen.

13 - 15

Personalisierter Inhalt

Inhalte können heute personalisiert, kontextbasiert und proaktiv den Nutzer erreichen. Sie passen sich nicht nur dynamisch an Geräte, sondern auch an Umgebungsdaten, Präferenzen, soziale Verbindungen und sogar Stimmungen an.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Der Trend zu personalisierten Inhalten könnte im Feuerwehrwesen dahingehend Anwendung finden, dass Informationen je nach Situation oder „Rolle“, sprich je nachdem, ob beispielsweise ein Einsatzleiter, Leitstellenpersonal oder ein Truppführer eine Mensch-Maschine-Schnittstelle bedient, entsprechend optimiert und angepasst werden.

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14 - 15

Do-It-Yourself

Beschreibt das steigende Bedürfnis, Dinge selbst zu erstellen, und das auch immer mehr in Zusammenarbeit mit Anderen - Do-It-Together z. B. in Repair-Cafes.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • 3D-Drucker, Baukasten-Kits mit Anleitungen etc. ermöglichen und erleichtern Do-It-Yourself-Projekte in allen Bereichen

15 - 15

Micro Housing

Beschreibt den Trend hin zu kleinstmöglichen Wohnraum unter Berücksichtigung möglichst hoher Lebensqualität.

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01 - 15

Individualisierung

Mobilität

01 - 23

Mobilität

Mobilität ist und bleibt eine Grundvoraussetzung in unserem Leben. Der Mobilitätsmix und alternative Antriebssysteme schaffen bisher ungekannte Anforderungen für die Einsatzkräfte – bieten aber im Gegenzug auch neue Möglichkeiten für Feuerwehrfahrzeuge. Drohnen und Lufttaxis werden zukünftig darüber hinaus eine neue Dimension der Mobilität eröffnen. In Bezug auf Nutzungsdauer, Nutzungsart, Anfahrtaktik oder Einmannbedienung liegen ebenso große Chancen im Megatrend „Mobilität“.

02 - 23

Drohnen

Drohnen sind unbemannte Luftfahrzeuge, die entweder eigenständig agieren können oder vom Menschen vom Boden aus bedient und gesteuert werden müssen. Sie können dabei für unterschiedliche Aufgaben wie z. B. als fliegendes Auge oder aber auch als Lasten- und Transportsysteme dienen.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Drohnen könnten zukünftig im Feuerwehrwesen für die unterschiedlichsten Zwecke eingesetzt werden:Lageerkundung & Einsatz-Monitoring aus der Luft
    • Lokalisierung & Messung von giftigen Substanzen (Gefahrengut)
    • aktive Einsatzunterstützung
    • Suche & Rettung von Personen und Vermissten (Schwerlastdrohnen)
    • Brandbekämpfung an schwer zugänglichen Orten
    • Equipment-Transport und Einsatzunterstützung (Lichtquelle,…)
    • etc.
  • Drohnen werden zukünftig jedoch nicht nur Vorteile bringen. Durch den vermehrten Einsatz von sowohl unbemannten (Privatnutzung, Lieferdrohnen, Feuerwehrdrohnen etc.), als auch bemannten Luftfahrzeugen (z. B. Air Taxis) sind unter anderem folgende Aspekte zu beachten:
    • durch höhere Anzahl von Drohnen ist mit einer „Verdichtung“ des Luftraums zu rechnen, was Feuerwehren vor allem im Einsatz vor neue Herausforderungen stellen kann
    • es ist mit mehr Drohnenabstürzen zu rechnen, wodurch sich eine neue Gefahrenquelle auftutdie rechtlichen Grundlagen dazu müssen teilweise noch geschaffen werden
    • etc.

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03 - 23

Nahtlose Mobilität

Beschreibt ein nahtloses Netzwerk an Mobilitätslösungen. Dabei steht nicht mehr die Wahl des Verkehrsmittels (PKW, Fahrrad, Bahn etc.), sondern der Transport von A nach B an sich im Vordergrund.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Dadurch, dass vor allem junge Menschen diese Mobilitätsvielfalt maßgeblich nutzen, stellt sich die Frage, ob auch zukünftige Feuerwehrkräfte flächendeckend in Besitz eines eigenen PKWs sein werden. Je nachdem könnte dies Auswirkungen auf die schnelle Verfügbarkeit von Feuerwehrkräften bei Einsätzen haben. Hier sind Alternativen gefragt, wie freiwillige Einsatzkräfte zum Feuerwehrhaus oder Einsatz gelangen.

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04 - 23

Letzte Meile-Logistik

Beschreibt die Herausforderung für Logistikunternehmen, online erworbene Artikel möglichst schnell, effizient und für den Endkunden angenehm zu liefern, um somit die Lieferzeit so kurz wie möglich zu halten. Vor allem die letzte Meile ist hier besonders anspruchsvoll.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Durch die stetig steigende Anzahl von Online-Bestellungen werden ausliefernde Paketzustell-Transporter vor allem urbane Gebiete zusätzlich verdichten. Dies kann im Einsatzfall für Feuerwehren zu Problemen bei der Erreichbarkeit der Einsatzstelle führen.
  • Darüber hinaus könnten autonome Zustelltransportsysteme (Lieferroboter, Lieferdrohnen etc.) Feuerwehreinsätze zukünftig behindern. 
  • Jedoch wären autonome Transportdrohnen gegebenenfalls auch als On-Demand Transporter für Feuerwehrequipment (vom Feuerwehrhaus zum Einsatzort) vorstellbar.

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05 - 23

Smart City

Der Ansatz sucht nach intelligenten Systemen für ganzheitliche Lösungen von Problemen in Städten. So soll in Smart Cities das Zusammenleben der Bewohner durch den Einsatz neuer Technologien und starker Vernetzung nachhaltiger und lebenswerter werden.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Smart Citys können eine smarte Routenplanung ermöglichen, die Einsatzfahrten beispielsweise je nach Verkehrsauslastung optimiert, Ampeln zielgerichtet schaltet oder bei der Bildung von Rettungsgassen unterstützt. Auch mithilfe von GPS-Daten beispielsweise können Einsatzorte gekennzeichnet und eine Navigation der Einsatzkräfte dorthin automatisch auslöst werden.
  • Mobile Einsatzmanagementsysteme können Daten der Infrastruktur von Gebäuden oder öffentlichen Plätzen als auch von Fahrzeugen und Personen nutzen, um auf Informationen wie Lagepläne, Anzahl involvierter Personen, mögliche Gefahren oder Ausmaß des Schadens zuzugreifen, wodurch man als Einsatzmannschaft gezielter handeln kann.
  • Daten, die durch die Vernetzung in urbanen Gebieten zur Verfügung stehen, könnte man in Warnsystemen, die etwa möglicherweise auch selbst Alarm schlagen, nutzen. So könnte man beispielsweise bei starkem Regen, wo die Kanalisation mancherorts an ihre Grenzen stößt, Überschwemmungsgefahren schneller erkennen und gezielt entgegenwirken. Allgemeiner betrachtet kann in diesem Zusammenhang auch Künstliche Intelligenz genutzt werden, um einerseits die präventive Gefahrenerfassung zu verbessern sowie auch Einsatzabläufe effizienter zu gestalten (Siehe Macrotrend Künstliche Intelligenz).
  • Neben den Vorteilen, welche eine Smart City bietet, kann die Vernetzung auch für kriminelle Tätigkeiten missbraucht werden (Siehe Macrotrend Cyberattacken).
  • Einen Bestandteil 'intelligenter' Städte bilden natürlich auch Smart Homes, die Chance und Gefahr zugleich sind (Siehe Macrotrend Smart Home (Protection)).
     

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06 - 23

Sharing Economy

„Nutzen statt Besitzen“ ist das Motto – der Sharing Gedanke hat sich bereits auf große Bereiche der Geschäftswelt ausgedehnt und ist zu einem neuen Wertschöpfungsmodell geworden.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Der Sharing-Gedanke könnte auch im Feuerwehrwesen ein immer wichtigeres Thema werden. So könnte die Anzahl von Stützpunktfeuerwehren zunehmen, wo im Fall von Großschadensereignissen Leihgeräte wie beispielsweise Tauchpumpen oder Spezialfahrzeuge angeboten werden könnten oder man gar speziell geschulte Einsatzkräfte auch für Einsätze außerhalb des eigenen Einsatzgebietes freistellen könnte.

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07 - 23

Carsharing

Bezeichnet einen Systemwechsel in der individuellen Automobilität: weg vom Besitz hin zur Nutzung von geteilten Fahrzeugen.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Da anzunehmen ist, dass Carsharing Nutzer oft weniger Fahrroutine haben als Eigenbesitzer, könnte es vermehrt zu Verkehrsunfällen mit "geteilten" Fahrzeugen kommen.

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08 - 23

Nachhaltige Technologien

Technologien, die versuchen, Umweltbelastungen von vornherein zu vermeiden oder bereits entstandene Schäden zu beheben. Unternehmen profitieren darüber hinaus vom effizienteren Einsatz von knappen Rohstoffen und Materialien.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Der ressourcensparende Einsatz bei der Bewältigung von Einsatzlagen wird in diesem Kontext zum wesentlichen Faktor.
  • Auch wird der Einsatz von umweltverträglichen Brandbekämpfungsmitteln wie z. B. fluorfreiem Schaum oder effizienten, wassersparenden Alternativen immer bedeutender. 
  • Generell werden auch emissionsarme Feuerwehrfahrzeuge zukünftig bevorzugt, die einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten.

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09 - 23

Megacities & Verdichtete Räume

Megacities sind Städte mit 10 Mio. oder mehr Einwohnern. Ihre Größe stellt sie vor gewaltige Herausforderungen in Bezug auf Infrastruktur, Verkehr, Lebensqualität und Nachhaltigkeit.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Die Verdichtung in den Städten führt zu neuen und ergänzenden Anforderungen an die Feuerwehr: komplexeres Einsatzmanagement, Gefahrenverdichtung, Verkehrsverdichtung, Gebäudevielfalt, höhere Gebäude, Multi-Kulturen, steigende Distanzen etc.
  • Dadurch, dass immer mehr Menschen auf immer engeren Raum leben und sich bewegen, kommt es zu höherem Gefahrenpotenzial, wodurch mehr Menschen in Notsituationen geraten könnten. Auch nimmt damit die Ungewissheit, wie viele Personen sich beispielsweise in einem Gebäude befinden, zu, wodurch sich schnelles Retten in Notsituationen erschweren könnte.
  • Durch das erhöhte Verkehrsaufkommen in Großstädten wird das Durchkommen der Feuerwehr auf den Straßen erschwert. Zusätzlich tragen die immer größeren Fahrzeuge in den ohnehin schon verkehrsverdichteten urbanen Gebieten zusätzlich zur Platzverknappung bei. Dies kann beispielsweise kompaktere Fahrzeuge, die auch in engen Straßen durch den Verkehr manövriert werden können, oder den Bedarf an alternativen Fahrzeug- und Einsatzsupportsystemen wie z. B. Drohnen oder Robotern erfordern. (Siehe Macrotrend Verkehrsaufkommen)
  • Dadurch, dass immer mehr Menschen in Städte ziehen, wird Wohnraum oft durch Bau in die Höhe (oder, teils auch in die Tiefe) geschaffen. Herkömmliche Drehleitern können mit der Höhe der Gebäude leicht an ihre Grenzen stoßen, wodurch für die Menschenrettung aus großen Höhen zunehmend Alternativen gefragt sind (z. B. Menschenrettung mithilfe von Schwerlastdrohnen).
  • Der Einsatz von stationärer, präventiver Löschtechnik wird mit zunehmender Verdichtung der Lebensräume immer wichtiger.
  • Durch gewisse brandschutztechnische Regulatorik (Rauchmelderpflicht), die ein Zusammenleben auf verdichtetem Raum ermöglicht, wird es zwangsweise zu mehr Fehlalarmen kommen. Hier könnte der Einsatz von neuen Technologien (Drohnen, multisensorische Brandmelder etc.) zur raschen Ersterkundung nach der Einsatzalarmierung dabei helfen, Fehlausrückungen zu vermeiden.
  • In dicht besiedelten urbanen Gebieten bekommen Leitsysteme oder digitale Warnsysteme zum Steuern von Menschenmassen (z. B. im Zuge einer Massenpanik) größere Bedeutung. 
  • Durch den zunehmenden/hohen Lärmpegel in Großstädten kann sich auch der Stressfaktor der Einsatzkräfte erhöhen.
  • Durch den Smog in Großstädten könnte die Sicht beim Retten in der Höhe beeinträchtigt werden.
     

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10 - 23

Post-Carbon-Gesellschaft

Beschreibt die Notwendigkeit, neue, nicht-fossile Energieressourcen zu nutzen. Der Klimawandel fordert die Gesellschaft auf, ihr Verhalten zu ändern und einen postfossilen Weg einzuschlagen.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Durch den Trend in Richtung postfossiler Gesellschaft könnte die Achtsamkeit gegenüber ökologischeren Antrieben beim Kauf eines Fahrzeuges steigen, wodurch vermehrt E-Fahrzeuge favorisiert und somit gekauft oder geleast werden würden.
  • Weiters könnten in manchen Städten Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren aufgrund von Maßnahmenplänen und -programmen bezüglich Zero Emission vermehrt verboten werden. Dies könnte auch Feuerwehren zu einem gewissen Grad betreffen.
  • In Zukunft könnte beispielsweise durch den vermehrten Einsatz von elektrisch betriebenen Feuerwehrfahrzeugen auch die Energieautarkie (z. B. Photovoltaikanlagen & Heimspeicher) von Feuerwehrstationen an Bedeutung gewinnen. (Siehe Macrotrend Energiewende)
  • Dieser Trend kann zu neuen Gefahrenfeldern im Feuerwehrwesen führen. So kann es beispielsweise häufiger zu Batteriebränden bei Fahrzeugen kommen. Auch könnte von alternativer Stromversorgung bei Haushalten (z. B. Photovoltaikanlagen & Heimspeicher) möglicherweise höheres Gefahrenpotenzial ausgehen. (Siehe Macrotrend Energiewende)
     

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11 - 23

Gefahr durch alternative Energieträger

Getrieben durch die Energiewende beschreibt dieser Trend die Gefahren, welche von der zunehmenden Anzahl an Speichern für alternative Energien (CNG, LNG, H2, E, E-Fuel etc.) ausgehen.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Neben der Gefahr durch Akkubrände können auch weitere alternative Energieträger zur Herausforderung in der Deeskalation für Feuerwehren werden. 
  • Hier sind geeignete Ausbildungsmaßnahmen gefragt, die auf den Umgang mit Gefahrenpotenzialen ausgehend von alternativen Energieträgern vorbereiten.

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12 - 23

Gefahr durch Akkubrände

Der zunehmende Einsatz von Akkus in elektrisch betriebenen Geräten und Fahrzeugen kann das Brandrisiko erhöhen.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Durch den zunehmenden Anteil elektrisch betriebener Fahrzeuge im Straßenverkehr gewinnt dieser Trend deutlich an Relevanz. Die Brandbekämpfung von Akkubränden erfordert dabei neuartige Deeskalationsstrategien.
  • Als besondere Herausforderung bei E-Autobränden könnte sich z. B. die unkontrollierbare Durchzündung der Akkus (Thermal Runaway), oder aber die schwierige Entsorgung kontaminierten Löschwassers herausstellen.
  • Auch aufgrund der zunehmenden Anzahl akkubetriebener Geräte nimmt die Brandgefahr in Privathaushalten und Unternehmen, aber auch in Entsorgungs- und Recyclingbetrieben stetig zu.
  • Durch stetige Weiterentwicklung werden allerdings auch Speichersysteme sicherer.

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13 - 23

Omnichannel

Um den Kontakt zu Kunden bzw. das Kundenerlebnis an sich zu optimieren, setzt man vermehrt auf einen Mix an Vertriebs- und Kontaktkanälen (Store, Online-Shop, Social Media, Chats etc.).

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14 - 23

Smart Data

Beschreibt die Sammlung, Verarbeitung und Analyse großer, exponentiell wachsender Datenmengen (Big Data). Die Nutzung der extrahierten sinnvollen Informationen dient auch branchenübergreifend vermehrt als Quelle neuer Wertschöpfung.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Die Aufzeichnung von Feuerwehrfahrzeug- & Equipment-Daten kann im Sinne von Predictive Maintenance für eine frühzeitige Erkennung von drohenden Problemen oder Schäden herangezogen werden. 
  • Mittels Big Data-Analysis kann das Nutzungsverhalten von Fahrzeug- & Gerätemaschinisten analysiert werden. Durch die daraus gewonnenen Erkenntnisse können Konfigurationen und die Bedienungen, aber auch das Produktdesign sowie Materialauswahl gegebenenfalls optimiert werden.
  • Das Tracken von Vitaldaten bzw. von Bewegungsprofilen der Einsatzkräfte am Einsatzort kann für die Analyse von Einsatzstrategien sowie für die Optimierung von persönlichen Schutzausrüstungen herangezogen werden.
  • Informationen wie Geo-Daten von Einsatzorten sowie die Häufigkeiten von Einsätzen, die von Leitstellen gesammelt werden, können für eine effizientere Planung von Dienstellenstandorten inklusive Besatzung herangezogen werden.
  • Weiter kann Big Data genutzt werden, um Brände bzw. das Verhalten von Feuer beispielsweise bei Waldbränden besser vorherzusagen.
  • Auch BIM-Daten (Building Information Modeling) könnten für die Einsatzlenkung genutzt werden und so Vorteile im Einsatzablauf bieten.

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15 - 23

Autonomes Fahren

(Teil-) autonome Fahrzeuge haben das Potenzial, in Zukunft Staus & Unfälle zu vermeiden sowie für mehr Effizienz & Sicherheit zu sorgen.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Durch autonom fahrende Fahrzeuge im Straßenverkehr wird die Unfallhäufigkeit reduziert werden. Jedoch könnte der Ausfall der Systeme zu erheblichen Schadensereignissen führen. 
  • Zudem könnten vorerst durch die Mischung von autonomen Fahrzeugen und Fahrzeugen, die von Menschen gelenkt werden, Probleme auftreten. 
  • In Bezug auf das Feuerwehrwesen könnten durch autonom gelenkte bzw. assistenz-unterstütze Einsatzfahrzeuge Unfälle bei Fahrten zur Einsatzstelle besser vermieden werden.

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16 - 23

Internet of Things

Das Internet der Dinge beschreibt die umfangreiche Vernetzung und Kommunikation zwischen internetfähigen Objekten - dies reicht vom vernetzten Füllstandssensor bis zur kommunizierenden Maschine und zum intelligenten Fahrzeug.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Durch Vernetzung und Kommunikation von Gebäuden mit mobilen Geräten oder zwischen Fahrzeugen mittels Internet of Things (Car2Car-Communication) könnte die Überwachung von Systemen & Löschmittelreserven, das Steuern von Ampeln, das Übertragen von Videodaten bei Einsätzen besser sichergestellt werden. 

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17 - 23

24/7- Gesellschaft

Der Lebensstil wird flexibler und mobiler - der klassische "9-5 Arbeitsrhythmus" wird aufgeweicht. Folglich wird die Verfügbarkeit von Dienstleistungen und Waren rund um die Uhr immer wichtiger.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Durch diese Entwicklung könnte der Ausbau von Online-Konfiguratoren & Shops für Feuerwehrequipment und Ersatzteile (z. B. über 3D-Druck) forciert werden. 
  • Weiters könnte der Ausbau der Serviceverfügbarkeit von Feuerwehrausstattern, um Probleme rund um die Uhr beheben zu können, weiter vorangetrieben werden. Beispielsweise könnten dafür Remote Servicetools (z. B. AR-/ VR- Lösungen, Datenbrillen etc.) eingesetzt werden. 
  • Die permanente Verfügbarkeit von Daten und der Zugriff auf Infrastruktursysteme zur Lagebewältigung wird eine wesentliche Forderung werden.

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18 - 23

Robotik

Robotik geht über die Automatisierung von Produktionsprozessen hinaus. Roboter sind immer mehr im Stande, mit dem menschlichen Umfeld zu interagieren und so die Menschen zu unterstützen und ihren Handlungsspielraum zu erweitern.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Der Trend Robotik könnte sich zukünftig auf das Feuerwehrwesen dahingehend auswirken, dass sich wiederholende oder zu gefährliche Tätigkeiten von z. B. (teil-) autonomen Fahrzeugen, Robotern oder Drohnen übernommen werden. Aspekte wie Effizienz, Einsatzsicherheit oder die grundsätzliche Durchführbarkeit könnten dadurch optimiert oder erst gewährleistet werden.
  • Die Entwicklung könnte außerdem zur vermehrten Anwendung von Löschrobotik und automatischen Löschanlagen (stationärer Brandschutz) führen.
  • Robotik & autonome Systeme können auch bei Personalmangel im Feuerwehreinsatz Abhilfe schaffen.

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19 - 23

Autonome Systeme

(Teil-) autonom agierende Systeme sind mit Kamera, Radar- und Ultraschallsensoren ausgestattet, mit ihrer Umwelt vernetzt und sind im Stande, Aufgaben eigenständig, ohne aktives Zutun durch den Menschen, zu erledigen.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Autonome Einsatzsupportsysteme wie beispielsweise Löschroboter können das Risiko der Einsatzmannschaften in Gefahrengebieten wie z. B. bei Chemiebränden, in Erdbebengebieten, bei Einsätzen in einsturzgefährdeten Brandobjekten etc. reduzieren. 
  • Weiters könnten autonome Löscheinrichtungen, welche selbstständig Hot-Spots bzw. Brandherde erkennen und löschen, das Sicherheitsrisiko der Einsatzkräfte reduzieren und zudem das ansonsten notwendige Bedienpersonal für andere Tätigkeiten freistellen.
  • Zukünftig wäre es denkbar, dass Blaulichtorganisationen im Notfall auf autonome Fahrzeuge Zugriff haben, um diese beispielsweise aus dem Gefahrenbereich bewegen oder Rettungswege freimachen zu können.

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20 - 23

E-Mobilität & Alternative Antriebe

Die eine Antriebstechnologie der Zukunft wird es vorerst nicht geben, stattdessen eine Vielzahl unterschiedlicher Konzepte (batterieelektrisch, Brennstoffzelle, Erdgas etc.). Aktuell setzt man vor allem die E-Mobilität.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Dadurch, dass sich immer mehr Fahrzeuge mit alternativen Antrieben im Verkehr aufhalten, wird auch die Zahl der Unfälle, in denen diese verwickelt sind, zwangsweise zunehmen. Diesbezüglich ist unter anderem bei Schneidearbeiten an verunfallten Elektrofahrzeugen oder aber bei Deeskalationsmaßnahmen von brennenden Akkus besondere Vorsicht geboten (Siehe Macrotrend Gefahr durch Akkubrände).
  • Durch diesen Trend werden auch spezifische Schulungen für Einsatzkräfte bezüglich dem Umgang und der Einsatzabwicklung bei Fahrzeugen mit alternativen Antrieb, allen voran Elektrofahrzeugen, notwendig.
  • Je mehr Elektroautos im Umlauf sind, desto mehr Besitzer werden das Ihre an privaten Ladestationen aufladen. Hier ist zu berücksichtigen, dass auch diese Ladestationen eine neuartige Gefahrenquelle darstellen können.
  • Auch wird anlässlich dieser Entwicklung die Elektrifizierung von Einsatzfahrzeugen weiter voranschreiten. Vor allem in schadstoffbelasteten urbanen Gebieten kann dies zur Entlastung der Lage beitragen.

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21 - 23

Energiewende

Die Energiewende beschreibt die zunehmende Abkehr von fossilen Energieträgern hin zur Nutzung erneuerbarer und somit nachhaltiger Energiequellen wie beispielsweise Wind-, Solar- oder Wasserkraft.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • In Zukunft könnte beispielsweise durch den vermehrten Einsatz von elektrisch betriebenen Feuerwehrfahrzeugen auch die Energieautarkie (z. B. Photovoltaikanlagen & Heimspeicher) von Feuerwehrstationen an Bedeutung gewinnen (Siehe Macrotrend Post-Carbon-Gesellschaft).
  • Auch könnte von alternativer Stromversorgung bei Haushalten (z. B. Photovoltaikanlagen & Heimspeicher) möglicherweise höheres Gefahrenpotenzial ausgehen (Siehe Macrotrend Post-Carbon-Gesellschaft).

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22 - 23

Mikromobilität

Beschreibt den Trend hin zu (oft elektrisch betriebenen) Kleinstfahrzeugen wie Elektroroller oder Fahrräder, die vor allem zur innerstädtischen Fortbewegung oder Kurzstrecken zu u. a. öffentlichen Verkehrsanbindungen verwendet werden.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Wo Fire Bikes, also Feuerwehrmotorräder, mancherorts schon etabliert sind, wäre es vorstellbar, kompakte mobile Einheiten wie z. B. Fahrräder oder E-Scooter in Feuerwehrfahrzeugen mitzuführen. Vor allem in verkehrsverdichteten Gebieten könnten diese zur Ersterkundung der Lage dienlich sein. 
  • Auch könnten im Bedarfsfall Radwege als alternative Verkehrswege für Einsatzfahrten benutzt werden. Hierzu könnten schmale, kompakte und wendige Fahrzeuge zum Einsatz kommen (Pod Vehicles).
  • Der Trend der Mikromobilität kann aber auch negative Auswirkungen auf das Feuerwehrwesen haben. So kann es beispielsweise bei den in E-Scooter oder E-Bikes verbauten Akkus zu Bränden kommen, was zusätzliches Gefahrenpotenzial bedeutet. Weiters könnten herumliegende Scooter Feuerwehren bei der Anfahrt zur Einsatzstelle behindern.

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23 - 23

Verkehrsaufkommen

Dadurch, dass in Städten immer mehr Menschen leben werden, wird auch das Verkehrsaufkommen in Ballungszentren ansteigen.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Das zunehmende Verkehrsaufkommen in Großstädten führt zwangsläufig zu Problemen bei Einsatzfahrten. So kann dabei beispielsweise das Durchkommen und damit das Einhalten der Hilfsfristen erschwert werden oder das Unfallrisiko für Einsatzfahrzeuge selbst steigen. 
  • Der Trend zu immer größeren und breiteren Privatfahrzeugen könnte in ohnehin schon verkehrsverdichteten urbanen Gebieten zur zusätzlichen Platzverknappung beitragen.
  • Um die Herausforderungen durch erhöhtes Verkehrsaufkommen in dicht besiedelten urbanen Gebieten besser zu bewältigen, könnten kompaktere, mobilere Einsatzlösungen oder fliegende Einsatzlösungen (z. B. Luftrettung) Abhilfe leisten.

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01 - 23

Mobilität

New Work

01 - 30

New Work

Plattformökonomie, Digitalisierung und Automatisierung – Stichwort Industrie 4.0 – nehmen Einzug in immer mehr Arbeitsbereiche. Ebenso spiegelt die neue Arbeit den Trend zur Sofortgesellschaft wieder. Auch Feuerwehren befinden sich in dem Spannungsfeld, das durch den Wandel von der Industrie- zur Wissensgesellschaft entsteht. Fachkräftemangel, Planbarkeit und Tagesverfügbarkeit sind die Schlagworte, die diese neuen Herausforderungen beschreiben.

02 - 30

Service Ökonomie

Service wird weltweit zur einer der relevantesten volkswirtschaftlichen Größen. Dienstleistungen, die dem Kunden Zeit sparen, gewinnen daher an Wert.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Durch die zunehmende Vernetzung von Fahrzeugen, Ausrüstungen und Ähnlichem können zukünftig vermehrt digitale Service- und Fleet Management- Lösungen seitens Feuerwehrausstattern angeboten werden.
  • Neben dem Ausbau digitaler Lösungen könnte der Trend mitunter dazu führen, dass Feuerwehrausstatter zukünftig vermehrt als Gesamtlösungs- bzw. Systemanbieter auftreten. Dazu könnten unter anderem auch mobile Service-Einheiten zählen, welche bei Ausfall oder Defekt von Fahrzeugen oder Gerätschaften schnell und ohne große Verzögerung Probleme beheben und schnellstmöglich Leihobjekte zur Verfügung stellen können.

03 - 30

Permanent Beta

Beschreibt den Trend, dass sich Produkte, Prozesse, Projekte, die individuelle Berufsbiografie oder aber der Beschäftigungsstatus in einem permanenten Wandel und Anpassungsmodus befinden, der zu keinem Ende kommt.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Sich stets weiterentwickelnde Software & Benutzerschnittstellen bedingen zunehmend, dass auch das Feuerwehrwesen und die darin agierenden Akteure sich im Permanent Beta-Modus befinden, in welchem lebenslanges Lernen immer bedeutender wird. Wichtig ist dabei, dass der Bediener durch einen sich stetig verändernden Funktionsumfangs nicht überfordert wird.

04 - 30

Open Knowledge

Die freie Verfügbarkeit von Wissen nimmt stets zu und ist durch die Digitalisierung leichter zugänglich als je zuvor.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Für Einsatzkräfte könnten sich im Zuge des Trends vermehrt flexible Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten ergeben. Feuerwehrtechnisches (Basis-) Wissen könnte in diesem Zusammenhang auf Online-Plattformen oder in Form von Apps immer mehr zur Verfügung gestellt werden. Dabei kann mitunter praxisnahes bzw. situatives Lernen ermöglicht werden, da Praxisbeispiele oder Einsatzszenarien durchgespielt werden können.
  • Neben der freien Zurverfügungstellung von fachspezifischem Wissen können sich Feuerwehrleute mehr denn je über Social-Media Gruppen oder Foren hinsichtlich Erfahrung und Wissens austauschen.

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05 - 30

Handwerkliche Fähigkeiten

Manuelle handwerkliche Fähigkeiten sind bei vielen (Jüngeren) zunehmend weniger stark ausgeprägt. Die handwerkliche Improvisationsfähigkeit sinkt dadurch.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Da immer mehr Jugendliche den Weg in Richtung akademischer Laufbahn einschlagen und weniger ein Handwerk erlernen, könnten die handwerklichen Fähigkeiten, welche auch im Feuerwehrwesen gebraucht werden, weniger gut ausgeprägt sein. Dahingehend könnte man in der Feuerwehr-Jugendarbeit das Erlernen handwerklicher Fähigkeiten (im geschützten Umfeld) fördern und unterstützen. 

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06 - 30

Kollaboration

Gemeinsames Arbeiten und das Teilen von Wissen liegt im Trend. Einerseits werden dazu oft digitale Tools zur schnellen, zeit- und ortsunabhängigen Zusammenarbeit genutzt, andererseits entstehen vielerorts Co-Working Spaces: (temporär mietbare) Gemeinschaftsbüros.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Der Trend hin zu verstärkter Kollaboration wird auch im Feuerwehrwesen immer relevanter. So könnte insbesondere die interkommunale Zusammenarbeit zwischen Einsatzorganisationen,  Städten/Gemeinden und Behörden sowie Verbänden immer zentraler werden. Einerseits könnten Synergieeffekte z. B. in Bezug auf die Beschaffung oder Auslastung von Fahrzeugen und Gerätschaft erzielt werden. Andererseits könnten diverse Herausforderungen wie z. B. die mancherorts verringerte Tagesbereitschaft von Einsatzkräften besser gemeistert werden (siehe Macrotrend Fusionierung von Feuerwehren).
  • Eine Möglichkeit, die Herausforderungen in Bezug auf die Tagesverfügbarkeit zu bewältigen, könnte die Einsatzberechtigung von Feuerwehrkräften bei mehreren Feuerwehren darstellen (am Wohnort / am Arbeitsort).
  • Eine weitere Form zur Kollaboration besteht darin, Wissen mit anderen Feuerwehren bezüglich Einsätze, Übungen, Produkte etc. auszutauschen.
  • Weiters wäre es wichtig, darauf zu achten, dass kein Konkurrenzdenken unter den Feuerwehren entsteht und gemeinsam an einen Strang gezogen wird. 
  • Digitale Kollaborationstools finden auch im Feuerwehrwesen zu Abstimmungs- bzw. Ausbildungszwecken vermehrt Anwendung, insbesondere zu Zeiten von Corona.
  • Kollaboration kann auch im Sinne von virtueller Einsatzführungsunterstützung stattfinden (Vgl. Telearzt).

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07 - 30

Ausbildungsmöglichkeiten

Rund um den Trend des lebenslangen Lernens wird das Angebot an (Online-) Weiterbildungsmöglichkeiten immer größer - von einzelnen Kursen an (Fern-) Universitäten über das Angebot von regionalen Bildungseinrichtungen bis hin zu Online-Kursen.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Das zunehmende Aufgabenspektrum der Feuerwehr erfordert grundsätzlich eine umfangreichere Ausbildung. 
  • Auch im Feuerwehrwesen könnte das Angebot an fachspezifischen Ausbildungsmöglichkeiten bei unterschiedlichen Bildungsinstitutionen zukünftig zunehmen.
  • Ebenso könnte feuerwehrspezifisches Theoriewissen beispielsweise über Online-Kurs-Plattformen wie „Udemy“ angeboten werden. 

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08 - 30

Crowdsourcing

Crowdsourcing setzt sich aus den beiden Begriffen "Crowd" und "Outsourcing" zusammen und beschreibt das gemeinsame Innovieren, Entwickeln und Ausarbeiten von (Produkt-) Ideen, Lösungen oder Wissen (Know-how).

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Der Trend hin zum Crowdsourcing könnte auch für das Feuerwehrwesen eine immer größer werdende Rolle spielen. So könnte die Zusammenarbeit (Co-Creation) zwischen Feuerwehrausstattern und Feuerwehren zukünftig (weiter) forciert werden, indem Feuerwehren in den Entwicklungsprozess miteingebunden werden, um bestehende Fahrzeuge oder Gerätschaften zu verbessern oder Neues zu entwickeln.

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09 - 30

Digitale Kompetenz

Die zunehmende Verschmelzung von der realen und digitalen Welt führt zur Notwendigkeit einer intensiven Auseinandersetzung mit den Herausforderungen, die die Digitalisierung mit sich bringen. Daher ist eine umfassende digitale Kompetenz sowohl für Privatpersonen als auch für Organisationen erforderlich.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Die Digitalisierung hält auch immer mehr in Feuerwehrfahrzeugen, Einsatzgeräten, Kommunikationssystemen etc. Einzug. Um diese bedienen zu können, müssen Einsatzkräfte entsprechend mit dem Umgang digitaler Geräte & Medien geschult sein.
  • Der Umgang mit digitalen Geräten & Medien erfordert demnach auch entsprechende Schulungsmaßnahmen. Insbesondere vor dem Hintergrund der raschen Geschwindigkeit der Veränderung werden somit Weiterbildungsangebote im Bereich des digitalen Kompetenzaufbaus immer relevanter.

 

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10 - 30

Automatisierung

Beschreibt die stets zunehmende Übernahme von meist repetitiven Tätigkeiten oder Aufgaben durch künstliche Systeme, die ohne menschliches Zutun arbeiten können.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Im Zuge dieses Trends könnten zukünftig immer mehr Aufgaben in den Bereichen Einsatzdokumentation, Beladungserkennung etc. in automatisierter Form abgewickelt werden.

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11 - 30

Fusionierung von Feuerwehren

Angespannte budgetäre Situationen in Bezug auf Geräte- und Fahrzeugbeschaffung, sinkende Mitgliederzahlen bei den Freiwilligen Feuerwehren, aber auch strategische Überlegungen führen immer häufiger zu Zusammenlegungen von Feuerwehren.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Aufgrund Einsparungsmaßnahmen in Gemeindehaushalten sowie der Landflucht, die zu rückläufigem Personalstand bei den aktiven Einsatzkräften führt, kann es zunehmend zu Zusammenlegungen von Feuerwehren kommen. Dadurch ist die erneute Bildung von Kameradschaft sowie eine verstärkte Zusammenarbeit der Kameraden untereinander erforderlich.
  • Die Fusionierung von Feuerwehren könnte in längeren Einrückzeiten der Kameraden sowie längeren Anfahrtszeiten zu Einsatzorten resultierten und sich so auf die Einsatzfähigkeit in Bezug auf die Hilfsfrist negativ auswirken.
  • Eine weitere Folge könnte der Austritt von Einsatzkräften sein, welche die Fusionierung mit anderen Feuerwehren nicht akzeptieren.

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12 - 30

Landflucht

Beschreibt die Abwanderung vom Land in die Stadt. Städte versprechen mehr wirtschaftlichen Wohlstand und Zugang zu Ressourcen. Altindustrielle Prägung, marode Infrastruktur oder fehlende wirtschaftliche Perspektiven in Ländern mit alternder Bevölkerung führen zur Abwanderung der Bevölkerung aus den Städten.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Durch die Abwanderung in Städte kann es in ländlichen Gebieten zu sinkenden Mitgliederzahlen kommen. Das kann sich auf die Tagesverfügbarkeit von Einsatzkräften bei Freiwilligen Feuerwehren auswirken. Hier könnte man beispielsweise mit Mitgliederwerbung entgegenwirken. 

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13 - 30

Megacities & Verdichtete Räume

Megacities sind Städte mit 10 Mio. oder mehr Einwohnern. Ihre Größe stellt sie vor gewaltige Herausforderungen in Bezug auf Infrastruktur, Verkehr, Lebensqualität und Nachhaltigkeit.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Die Verdichtung in den Städten führt zu neuen und ergänzenden Anforderungen an die Feuerwehr: komplexeres Einsatzmanagement, Gefahrenverdichtung, Verkehrsverdichtung, Gebäudevielfalt, höhere Gebäude, Multi-Kulturen, steigende Distanzen etc.
  • Dadurch, dass immer mehr Menschen auf immer engeren Raum leben und sich bewegen, kommt es zu höherem Gefahrenpotenzial, wodurch mehr Menschen in Notsituationen geraten könnten. Auch nimmt damit die Ungewissheit, wie viele Personen sich beispielsweise in einem Gebäude befinden, zu, wodurch sich schnelles Retten in Notsituationen erschweren könnte.
  • Durch das erhöhte Verkehrsaufkommen in Großstädten wird das Durchkommen der Feuerwehr auf den Straßen erschwert. Zusätzlich tragen die immer größeren Fahrzeuge in den ohnehin schon verkehrsverdichteten urbanen Gebieten zusätzlich zur Platzverknappung bei. Dies kann beispielsweise kompaktere Fahrzeuge, die auch in engen Straßen durch den Verkehr manövriert werden können, oder den Bedarf an alternativen Fahrzeug- und Einsatzsupportsystemen wie z. B. Drohnen oder Robotern erfordern. (Siehe Macrotrend Verkehrsaufkommen)
  • Dadurch, dass immer mehr Menschen in Städte ziehen, wird Wohnraum oft durch Bau in die Höhe (oder, teils auch in die Tiefe) geschaffen. Herkömmliche Drehleitern können mit der Höhe der Gebäude leicht an ihre Grenzen stoßen, wodurch für die Menschenrettung aus großen Höhen zunehmend Alternativen gefragt sind (z. B. Menschenrettung mithilfe von Schwerlastdrohnen).
  • Der Einsatz von stationärer, präventiver Löschtechnik wird mit zunehmender Verdichtung der Lebensräume immer wichtiger.
  • Durch gewisse brandschutztechnische Regulatorik (Rauchmelderpflicht), die ein Zusammenleben auf verdichtetem Raum ermöglicht, wird es zwangsweise zu mehr Fehlalarmen kommen. Hier könnte der Einsatz von neuen Technologien (Drohnen, multisensorische Brandmelder etc.) zur raschen Ersterkundung nach der Einsatzalarmierung dabei helfen, Fehlausrückungen zu vermeiden.
  • In dicht besiedelten urbanen Gebieten bekommen Leitsysteme oder digitale Warnsysteme zum Steuern von Menschenmassen (z. B. im Zuge einer Massenpanik) größere Bedeutung. 
  • Durch den zunehmenden/hohen Lärmpegel in Großstädten kann sich auch der Stressfaktor der Einsatzkräfte erhöhen.
  • Durch den Smog in Großstädten könnte die Sicht beim Retten in der Höhe beeinträchtigt werden.
     

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14 - 30

Fachkräftemangel

Der Kampf um qualifizierte Fachkräfte zeigt sich als stets anhaltende Entwicklung. Der dadurch entstehende Wettbewerbsdruck drängt Unternehmen dazu, deren Personalmanagement und Arbeitgebermarke stetig weiterzuentwickeln.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Drohender Fachkräftemangel wird auch bei der Feuerwehr zu einem immer größer werdenden Problem. Es wird immer schwieriger, geschickte junge Leute für die Feuerwehr zu gewinnen. 
  • Umso wichtiger wird es, Erfahrungswissen von Einsatzkräften beispielsweise in Bezug auf Einsatzabwicklungen (z. B. in Form von Anleitungen und Guides) zu dokumentieren und verfügbar zu machen.
  • Immer weniger junge Leute sind im Besitz eines C-Führerscheins. 
  • Eine mögliche Gegenmaßnahme könnte die Anwerbung von zukünfitgen Feuerwehrkräfte im Jugendalter darstellen, indem die Feuerwehrarbeit als spannendes "Abenteuer" promotet wird.

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15 - 30

Lebenslanges Lernen

Der Trend hin zu laufender Weiterbildung und lebenslangen Lernen ist ungebrochen. Ob aus beruflicher Notwendigkeit heraus oder aus reinem persönlichen Interesse - viele Menschen verspüren den Drang, sich auf bekannten Gebieten weiterzuentwickeln oder sich gänzlich neues Wissen anzueignen und Erfahrungen zu sammeln.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Um die Golden Mentors länger in einer Organisation halten und ihr Potenzial ausschöpfen zu können, sollten alters- und ausbildungsgerechte Fortbildungsmöglichkeiten geboten werden – auch im Bereich der Digitalisierung. Bezüglich Informations- und Ausbildungsmaterial gilt es dieses passend für alle Altersgruppen zu formulieren und zugänglich zu machen.
  • E-Learning Angebote unterstützen den Trend, sich laufend weiterzubilden, unabhängig von zeitlichen und räumlichen Einschränkungen.

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16 - 30

Multigrafien

Lebensabläufe werden immer unberechenbarer. Es gibt immer weniger lineare Lebensphasen. Stattdessen kommt es zu neuen Lebensphasen, beispielsweise aufgrund von häufigeren Jobwechsel oder Mehrfachausbildungen.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Dieser Trend könnte dazu führen, dass durch Mehrfachausbildungen (im späteren Alter) oder häufigeren Job- & Wohnortswechsel die gewohnte Verfügbarkeit der freiwilligen Einsatzkräfte gefährdet ist. 
  • Im Gegenzug könnten mehr Spätentschlossene aber auch erst im Erwachsenenalter der Freiwilligen Feuerwehr beitreten. 
  • Mitunter könnte es durch den Wandel der Lebensläufe zu kürzeren Verweildauern in Vereinen kommen, wodurch auch das freiwillige Feuerwehrwesen betroffen wäre. Hier wäre die Anpassung von Ausbildungskonzepten sowie ein Umdenken bei der Aufgabenverteilung sinnvoll.
     

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17 - 30

Nomadentum

Örtliche Unabhängigkeit durch digitale Technik sowie flexibler werdende Arbeitsstrukturen fördern den Trend hin zum digitalen Nomadentum.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Diese Entwicklung könnte sich negativ auf die langfristige Verfügbarkeit freiwilliger Einsatzkräfte auswirken. 

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18 - 30

Leistungsdruck

Durch die zunehmende Verschmelzung von Arbeit und Freizeit (Work-Life Blending) kann sich der Leistungsdruck im Job (Stress) auch immer eher auf das Privatleben auswirken.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Zunehmender Leistungsdruck im Berufsleben könnte mitunter die Bereitschaft hemmen, sich in der Freizeit für die Feuerwehr zu engagieren und sich so negativ auf die regelmäßige Teilnahme an Übungen oder die Verfügbarkeit bei (nächtlichen) Einsätzen auswirken. 
  • Auch zu beachten ist, dass ein durch Leistungsdruck verursachter Zeitmangel eine sinnvolle Aus- und Weiterbildung von Führungskräften im Feuerwehrbereich behindern könnte. 
  • Neben dem Leistungsdruck im Arbeitsumfeld wird auch der Arbeitsaufwand abseits der eigentlichen Feuerwehr-Tätigkeiten für Feuerwehren immer umfangreicher (DSGVO, Öffentlichkeitsarbeit, administrative Arbeiten etc.).

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19 - 30

Corporate Health

Gesundheitsfördernde Arbeitsumgebungen bereitzustellen wird zur strategischen Führungsaufgabe (Gesundheitsmanagement). Hierbei werden Arbeitsumfelder geschaffen, welche die Mitarbeiter psychisch und physisch entlasten sollen.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Die Optimierung der Arbeitsbedingungen zur Erhaltung der Gesundheit und Motivation der Mitarbeiter wird immer mehr als Priorität gesehen und auch bei (Berufs-) Feuerwehren ein immer wichtigeres Thema. Dahingehend könnte man Initiativen in folgenden Bereichen setzen:
    • Einsatz von Exoskeletten zur Unterstützung beim Heben oder Bewegen von schweren Lasten
    • neue Vorgehensweisen und Formen des Löschens sowie allumfassende Sicherheitsmaßnahmen
    • Errichtung von Gesundheitsinfrastruktur in Depots wie beispielsweise Sport- und Fitnesseinrichtungen, Ruhebereiche und Nap-Räume
    • Feuerwehrleute zu gesünderen, sportlicheren Lebensverhalten motivieren
    • - etc.
  • Feuerwehrverbände könnten bei diesen Themen eine Initiatorrolle einnehmen und als Treiber agieren.

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20 - 30

Womanomics

Die Gleichstellung der Geschlechter und der steigende Einfluss von Frauen in der Wirtschaft nimmt stetig, wenn auch nach wie vor sehr langsam, zu. Bemerkbar macht sich das vor allem darin, dass immer mehr Frauen Führungspositionen innehaben.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Die Zeiten, in denen das Feuerwehrwesen ausschließlich mit dem Geschlecht Mann assoziiert wurde, sind zunehmend vorbei. Immer mehr Frauen treten der Feuerwehr bei. Auch in Führungspositionen sind sie keine Seltenheit mehr.

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21 - 30

Neue Arbeitskulturen

Start-ups schaffen mit ihrer Interdisziplinarität ein Ökosystem zum Austausch von Ressourcen und Wissen. Sie setzen etablierte Unternehmen und ganze Branchen unter Innovationsdruck. Deren Arbeitskulturen werden auch zunehmend von Groß-Unternehmen übernommen.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Die zunehmende Flexibilisierung des Arbeitsplatzes (wachsende Akzeptanz von Homeoffice Tätigkeit) Arbeitsplätze könnte sich positiv auf die Verfügbarkeit Freiwilliger Feuerwehrmitglieder auswirken (Siehe Macrotrend Tagesverfügbarkeit & Planbarkeit).

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22 - 30

Nachwuchsgewinnung

Die Nachwuchsgewinnung wird mancherorts zunehmend schwieriger und so zum entscheidenden Faktor für den Fortbestand des lokalen, freiwilligen Feuerwehrwesens.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Feuerwehren müssen sich unter anderem in Sachen Kommunikation & Online-Auftritt auf die heranwachsende Generation einstellen und diese Aspekte aktiv managen, um für mögliche Nachwuchskräfte interessanter zu werden bzw. attraktiv zu bleiben.

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23 - 30

Ehrenamt

Durch unterschiedliche Treiber wie z. B. kürzer werdende Interessenszyklen, Landflucht oder unberechenbarere Lebensläufe ist die Bereitschaft sich ehrenamtlich zu engagieren zunehmend rückläufig.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Vor allem in ländlichen Gebieten, wo das Ehrenamt einen zentralen Pfeiler des Feuerwehrwesens darstellt, sehen sich Feuerwehren mit einem zunehmenden Mangel an Feuerwehrkräften konfrontiert, wobei das Arbeitsspektrum indes nicht weniger wird. Die Motivation der bestehenden Mitglieder wird dabei zum essenziellen Erfolgsfaktor.

  • Zudem könnte das Mindset "Feuerwehr = Lebenssinn" aufgrund unterschiedlicher Treiber wie z. B. dem Macrotrend 'Multigrafien' zurückgehen, wodurch man mit zunehmender Fluktuation unter den Feuerwehrkräften rechnen müsste.

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24 - 30

Tagesverfügbarkeit & Planbarkeit

Beschreibt die immer schwieriger werdende Planbarkeit hinsichtlich der Tagesverfügbarkeit von freiwilligen Helfern. Einen möglichen Einfluss darauf hat die Etablierung neuer Arbeitsmodelle und die Flexibilisierung der Arbeitszeiten im Berufsleben.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Die Entwicklung hinsichtlich Homeoffice-Möglichkeit begünstigt die Tagesverfügbarkeit von Freiwilligen. Weiters könnte eine Entwicklung hin zur Doppel- oder Mehrfachmitgliedschaft von freiwilligen Einsatzkräften bei mehr als einer Feuerwehr die Lage entschärfen.
  • Die Rückmeldung der Einsatzverfügbarkeit, möglicherweise durch eine Smartphone-App, wird durch diese Entwicklungen relevanter, um im Notfall weitere Feuerwehren frühzeitig nachalarmieren zu können.
  • Der Umstand, dass Personen im Pensionsalter vermehrt ehrenamtlich aktiv sind (z. B. bei der Freiwilligen Feuerwehr), könnte für eine Verbesserung der Tagesverfügbarkeitssituation sorgen.

25 - 30

Postwachstumsökonomie

Die Weltwirtschaft wächst zunehmend schwächer. Um als Unternehmen zukünftig weniger auf Wirtschaftswachstum angewiesen zu sein, wird es alternative Modelle brauchen, die weg von der reinen Profitmaximierung hin zu ökologischem, sozialem Wirtschaften gehen.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Diese Entwicklung macht es in manchen Bereichen erforderlich, die Nutzungsdauer insbesondere bei Fahrzeugen, aber auch bei Equipment und Werkzeugen auszudehnen.

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26 - 30

Industrie 4.0

Diese vierte industrielle Revolution beschreibt die zunehmende Vernetzung von (Produktions-) Prozessen mithilfe moderner Informations- und Kommunikationstechnik. Ziel ist es dabei, durch die sinnvolle Integration von Menschen und Maschinen den gesamten Wertschöpfungsprozess zu optimieren.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Darüber hinaus könnten durch die Vernetzung über den gesamten Wertschöpfungsprozess hinweg Produktionszeiten verkürzt sowie die Transparenz in der gesamten Supply-Chain gesteigert werden.
  • Eng verbunden mit diesen Entwicklungen ist der Trend Internet of Things, dessen Anwendungsszenarien und Möglichkeiten auch Industrie 4.0 stark beeinflussen (Siehe Macrotrend Internet of Things)

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27 - 30

Real-Digital

Unter Real-Digital versteht man die Verschmelzung der realen mit der digitalen Welt. Es wird die reale physische Welt so wie wir sie kennen und erleben stetig um digitale Dimensionen erweitert.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Einsatzkräfte der Feuerwehr werden im realen Einsatz sowie in der Ausbildung mittlerweile in vielerlei Hinsicht durch digitale Technologien unterstützt. Sei es in der Informationsbereitstellung am Einsatzort über Einsatzmanagementtools, AR unterstützte Navigationshilfen oder über virtuelle Trainings- und Ausbildungsmöglichkeiten an Simulatoren.

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28 - 30

Augmented & Mixed Reality

Die sogenannte erweiterte Realität ist die computergestützte Erweiterung der - in erster Linie visuellen - Realitätswahrnehmung. Die reale Welt wird demnach um künstlich geschaffene Zusatzinformationen oder virtuelle Objekten ergänzt.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • In das Sichtfeld des Feuerwehrmannes (beispielsweise im Helm-Visier, in der AS-Maske, am DLK-Bedienstand) könnten zusätzliche, einsatzrelevante Informationen eingeblendet werden.
  • Bei Reparatur-/ Service-Tätigkeiten können Funktions-/ Reparaturanleitungen in eine AR-Brille bzw. Smartphone eingeblendet werden, die den Servicemitarbeiter vor Ort bei seiner Arbeit unterstützen. Kleinere Reparaturen könnten somit auch direkt von den Feuerwehren selbst relativ einfach durchgeführt werden.

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29 - 30

Plattform Ökonomie

Beschreibt eine Wirtschaftsform, bei welcher digitale, marktplatzähnliche Plattformen die Basis für Informations- bzw. Datenaustausch sowie Geschäftsabwicklungen darstellen. Die Plattform selbst tritt dabei in den meisten Fällen bloß als Mittler auf.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Auch im Feuerwehrwesen könnten Plattformen zukünftig eine zentralere Rolle einnehmen. So könnten einerseits freiwillige Helfer mobilisiert (z. B. Team Österreich) oder bei Großschadensereignissen benötigte Fahrzeuge und Werkzeuge über einschlägige (Kommunikations-) Plattformen vermittelt werden. 
  • Digitale Plattformen ermöglichen nicht nur den einfachen Austausch von feuerwehrspezifischen Informationen, sondern haben auch das Potenzial, als umfassendes Ökosystem Feuerwehrfahrzeuge, Equipment und Gebäude- und Stadtinfrastruktur zu vernetzen.

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30 - 30

Predictive Analytics

Beschreibt die Analyse und Auswertung bestehender Datenmengen, um daraus Vorhersagen von Ereignissen oder Verhaltensweisen treffen zu können. Zu diesem Zweck werden u. a. selbstlernende Algorithmen eingesetzt.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Predictive Maintenance: Auswertung von Fahrzeug-/ Gerätedaten, um frühzeitig Fehler bzw. mangelhafte Teile zu erkennen, sodass diese rechtzeitig ausgetauscht werden können. Dadurch wird verhindert, dass größere Schäden entstehen, die einen längeren Ausfall eines Fahrzeuges oder Geräts mit sich bringen würden. 
  • Datenanalyse kann bei der Einsatzplanung unterstützen. So könnten beispielsweise bei bevorstehenden Starkregenereignisse jene Regionen ermittelt werden, die mit hoher Wahrscheinlichkeit mit Überflutungen zu rechnen haben und so entsprechende Vorkehrungen treffen müssten. 
  • Ebenso könnten eventuell Wahrscheinlichkeiten in Bezug auf das Auftreten von Waldbränden berechnet werden, sodass diese rechtzeitig erkannt werden und schneller und effektiver bekämpft werden können.
  • Staus und außertourliche Verkehrsbehinderungen könnten bei der Berechnung von Einsatzfahrten berücksichtigt werden, um die "schnellste" Route für Einsatzkräfte zu ermitteln.

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01 - 30

New Work

Globalisierung

01 - 10

Globalisierung

Die Weltgemeinschaft definiert sich neu hin zu einer Multipolaren Weltordnung. Einerseits prägen nach wie vor internationale Verflechtungen zunehmendes globales Denken in der Bevölkerung, andererseits werden die unmittelbaren Regionen immer wichtiger. In diesem Sinne liegt die neue Herausforderung in der Regionalisierung, als auch im anhaltenden Bevölkerungswachstum.

02 - 10

Multipolare Weltordnung

Die Welt wird künftig von mehreren mächtigen Kräften beherrscht, die Macht und Einfluss untereinander aufteilen. Die Vormachtstellung der USA und Europas wird sich künftig weiter auflockern.

03 - 10

Global-Lokal

Als Gegentrend zur Globalisierung gewinnt die regionale Herstellung sowie der regionale Absatz wieder an Bedeutung. Zudem müssen global agierende Unternehmen lokale Werte und Gegebenheiten des Absatzmarktes vermehrt beachten.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Dadurch, dass lokale Wertschöpfung wieder an Relevanz gewinnt, könnten zukünftig vermehrt SKD / CKD Baukastenlösungen in der Region vor Ort assembliert werden.
  • Zudem wären Eigenbausätze beispielsweise bei der Beladung von Fahrzeugen nach dem IKEA-Vorbild bis zu einem gewissen Grad denkbar.
  • Die Möglichkeit für Feuerwehren, Bausätze selbst zusammenzubauen, fördert die lokale Umsetzung und bietet die Möglichkeit, von internationalem Know-how zu profitieren.

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04 - 10

Neo-Nationalismus vs. Generation Global

Beschreibt die sich bildenden gesellschaftlichen Gegenpole im Spannungsfeld zwischen protektionistischen Haltungen von rechtspopulistischen Strömungen in manchen Ländern auf der einen Seite und einer heranwachsenden Generation, die global denkt, lebt und handelt auf der anderen.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Nationalstaatliche Politik könnte dazu führen, dass Verteidigungs- und Rüstungsausgaben eines Landes budgetär betrachtet priorisiert werden, wodurch im Bereich Sicherheits- und Katastrophenschutz, welcher das Feuerwehrwesen betrifft, finanzielle Mittel fehlen könnten.
  • Globale Herausforderungen (z. B. Naturkatastrophen durch Klimawandel oder großflächige Waldbrände), welche auch das Feuerwehrwesen in direkter Weise betreffen, können länderübergreifende Zusammenarbeit erfordern.

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05 - 10

Postwachstumsökonomie

Die Weltwirtschaft wächst zunehmend schwächer. Um als Unternehmen zukünftig weniger auf Wirtschaftswachstum angewiesen zu sein, wird es alternative Modelle brauchen, die weg von der reinen Profitmaximierung hin zu ökologischem, sozialem Wirtschaften gehen.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Diese Entwicklung macht es in manchen Bereichen erforderlich, die Nutzungsdauer insbesondere bei Fahrzeugen, aber auch bei Equipment und Werkzeugen auszudehnen.

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06 - 10

Bevölkerungswachstum

Beschreibt die Entwicklung einer weltweit steigenden Bevölkerungsanzahl, was vor allem Städte vor große Herausforderungen stellt.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Grundsätzlich ist anzunehmen, dass durch mehr Menschen auf engeren Raum es zu erhöhtem Gefahrenpotenzial sowie Einsatzrisiko kommen kann. 
  • Da sich die wachsende Weltbevölkerung zu einem großen Teil auf Städte verteilen wird, muss davon ausgegangen werden, dass ohnehin schon verdichtete Gebiete mit überfüllten Verkehrswegen weiter belastet werden. Aus diesem Grund könnten zukünftig vermehrt alternative Einsatztaktiken in Form von Brandbekämpfung aus der Luft oder Nutzung von unterirdischen Verkehrsnetzen (U-Bahn) in Betracht gezogen werden. (Siehe Macrotrends Megacities & verdichtete Räume / Verkehrsaufkommen)
     

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07 - 10

Klimakrise & Naturkatastrophen

Die Klimakrise wird für immer mehr extremere Wetterkapriolen sorgen. Wasserknappheit nimmt in manchen Regionen zu. Die Zunahme an Großschadensereignissen aufgrund von Naturkatastrophen erfordert technische Vorbereitung und Maßnahmen zur Prävention.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Als direkte Auswirkung der Klimakrise werden Feuerwehren sich vermehrt auf Einsätze im Zuge von Naturkatastrophen einstellen müssen. So kann es zunehmend zu Waldbränden aufgrund Dürre-Perioden oder Überflutungen und Murenabgängen aufgrund von Stürmen und Starkregen kommen, wobei die Szenarien immer häufiger und intensiver ausfallen können. Da derartige Naturkatastrophen in der Regel überregional passieren, müssen im Bedarfsfall innerhalb kürzester Zeit auch große Ressourcen an Einsatz- und Hilfskräfte mobilisiert werden. 
  • Aufgrund der klimaverursachten Wasserknappheit in manchen Regionen müssen ebenso alternative Löschmittel in Betracht gezogen werden. Auch wird in diesem Zusammenhang die Aufbereitung und Wiederverwertung von Löschwasser ein immer relevanteres Thema.
  • Als weitere Auswirkung der Klimakrise werden mitunter die Meeresspiegel steigen. Dies kann globale Migration begünstigen und das Feuerwehrwesen indirekt beeinflussen.

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08 - 10

Globale Migration

Beschreibt den anhaltenden Trend einer weltweit stattfindenden Bevölkerungswanderung. In vielen Ländern kann Migration als Chance und wichtiger Gegentrend zu einer älter werdenden Bevölkerung mit niedrigen Geburtenraten und einem stärker werdenden Fachkräftemangel gesehen werden.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Die zunehmende Migration kann das Feuerwehrwesen in vielerlei Hinsicht durchaus stark beeinflussen. So können sprachliche oder soziokulturelle Unterschiede, als auch die psychische Verfassung (z.B. Kriegstraumata), große Herausforderungen darstellen.
  • Trotz möglicher Hürden könnten Vereine, aber auch Organisationen, wie die Freiwillige Feuerwehr, eine gute Möglichkeit für Neuankömmlinge darstellen, sich schneller zu integrieren. Hierbei wären Werbemaßnahmen durch die Feuerwehr als ersten Schritt, sowie schnelle Onboarding-Prozesse sinnvoll. Zu beachten ist jedoch die Ungewissheit in Bezug auf den langfristigen Verbleib von Migranten am jeweiligen Ort.

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09 - 10

Transparenzmärkte

Herkunft, Regionalität und Verantwortung werden zu wichtigen Kaufargumenten. Konsumenten wollen wissen, woher Produkte stammen, wie und von wem sie gefertigt wurden. Die Blockchain-Technologie kann dabei als geeignetes Mittel für die erforderliche Transparenz eingesetzt werden.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Aspekte wie die Nachverfolgbarkeit der Produktherkunft oder der (manipulations-) sichere Informationszugriff auf Systembeschreibungen könnten in Zukunft beispielsweise durch den Einsatz von Blockchain-Technologie transparenter werden.

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10 - 10

Terrorismus & Aggression

Die Anzahl terroristischer Handlungen, als auch die (gefühlte) Aggression in der Gesellschaft wurde im letzten Jahrzehnt mancherorts mehr.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Neben der Bedrohung für die allgemeine Bevölkerung sind auch immer öfter Einsatzkräfte von Blaulichtorganisationen, somit mitunter Feuerwehrkräfte, Beschimpfungen oder gewaltsamen Übergriffen ausgesetzt. 
  • Wenn auch nur vereinzelt, kommt es immer wieder zu terroristischen Attentaten mit katastrophalen Folgen für die lokale Bevölkerung. In solchen Fällen werden Einsatzkräfte vor gewaltige Herausforderungen gestellt, für die es sich bestmöglich zu rüsten und vorzubereiten gilt. 

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01 - 10

Globalisierung

Wissenskultur

01 - 18

Wissenskultur

Wir sind auf dem Weg von der Industrie- zur Wissensgesellschaft. Lebenslanges Lernen ist für viele schon zur Selbstverständlichkeit geworden. Auch die Erwartungen an ständig verfügbares Crowdwissen nimmt zu. „Wissenskultur“ als Megatrend beschreibt, wie sich Lernen und Ausbildung im Zeitalter der Wissensexplosion und Virtualität verändern, auch für den Feuerwehrbereich. Digitale Medien verschaffen immer leichteren Zugang zu einer immer größer werdenden Informationsmenge.

02 - 18

Globale Migration

Beschreibt den anhaltenden Trend einer weltweit stattfindenden Bevölkerungswanderung. In vielen Ländern kann Migration als Chance und wichtiger Gegentrend zu einer älter werdenden Bevölkerung mit niedrigen Geburtenraten und einem stärker werdenden Fachkräftemangel gesehen werden.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Die zunehmende Migration kann das Feuerwehrwesen in vielerlei Hinsicht durchaus stark beeinflussen. So können sprachliche oder soziokulturelle Unterschiede, als auch die psychische Verfassung (z.B. Kriegstraumata), große Herausforderungen darstellen.
  • Trotz möglicher Hürden könnten Vereine, aber auch Organisationen, wie die Freiwillige Feuerwehr, eine gute Möglichkeit für Neuankömmlinge darstellen, sich schneller zu integrieren. Hierbei wären Werbemaßnahmen durch die Feuerwehr als ersten Schritt, sowie schnelle Onboarding-Prozesse sinnvoll. Zu beachten ist jedoch die Ungewissheit in Bezug auf den langfristigen Verbleib von Migranten am jeweiligen Ort.

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03 - 18

Ungesundes Halbwissen

"Halbwissen" bedeutet, dass viele Informationen und vermeintliches Wissen sehr unreflektiert und ungeprüft aus unterschiedlichsten Quellen, allen voran aus dem Internet, bezogen werden. Zudem wächst die Gefahr, Fake News als Wissensquelle heranzuziehen.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Feuerwehrspezifische Fähigkeiten werden vielerorts nicht mehr in dem erforderlichen Ausmaß erlernt, was mitunter auf die steigende Zahl von Einsatzgeräten zurückzuführen ist. Dies kann im Einsatzfall zu fatalen Fehlern führen.
  • Hier wäre es notwendig, das benötigte Wissen durch Eigeninitiative im Rahmen von Schulungen, Übungen, Experimenten und Simulationen aufzubauen. Hierzu können unter anderem Plattformen, die dem Wissens- und Erfahrungsaustausch dienen, hilfreich sein.
  • Aufgrund der zunehmenden Fülle an Tätigkeitsfeldern und Gerätschaften werden Lernumfänge immer mehr. Dadurch besteht die Gefahr, dass Basis-Abläufe nicht gut genug geübt und gelernt werden.

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04 - 18

Rechtsgrundlagen

Die rechtlichen Rahmenbedingungen und Vorschriften nehmen zu - auch im Feuerwehrdienst. Besonders betroffen sind dabei Führungskräfte, allen voran Kommandanten. Um sich im rechtssicheren Raum bewegen zu können, wird die rechtliche Absicherung und das Wissen darüber ein wesentlicher Bestandteil werden im Feuerwehrdienst.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  •  Für Einsatzkräfte - allen voran Führungskräfte - wird rechtsrelevantes Fachwissen und die Vermittlung dessen im Rahmen von Schulungen zunehmend wichtiger.
  • Darüber hinaus wird eine umfangreiche Einsatzdokumentation des Feuerwehreinsatzes als Grundlage zur Beweisführung im rechtlichen Ernstfall immer zentraler. 

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05 - 18

Edutainment

Edutainment setzt sich aus den beiden Begriffe Education und Entertainment zusammen und beschreibt die unterhaltsame, spielerische Wissensvermittlung. In diesem Zusammenhang können auch Augmented Reality Anwendungen, die digitale Lerninhalte (Animationen, Videos, Grafiken etc.) mit der realen Welt überlagern, eingesetzt werden.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Der Edutainment-Ansatz könnte zur spielerischen Vermittlung von Feuerwehr-Fachwissen vor allem bei Jugendlichen verwendet werden. 
  • So könnten mithilfe von Augmented Reality-Anwendungen schwierige, ressourcenintensive oder seltene Szenarien dargestellt und Einsatztaktiken trainiert werden.
  • Weiters könnten in diesem Zusammenhang Erfahrungen mittels Videos, animierten oder interaktiven Schulungsunterlagen geteilt werden.
  • Neben der Vermittlung von konkretem Wissen könnten Simulationsspiele, bei welchen beispielsweise das Löschen von Bränden oder die Vorgehensweise bei Unwetterkatastrophen oder Großschadensereignissen geübt werden.

06 - 18

Digital Native

Beschreibt jene Generation, die eine Welt ohne Internet (beinahe) nicht mehr kennt. Digitale Technologien und Neue Medien sind für sie selbstverständlich und ein zentrales Werkzeug, um ihre Kreativität in der digital geprägten Welt entfalten zu können.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Die digitalen Fähigkeiten dieser Generation können von Feuerwehren unterschiedlich genutzt werden, wie z. B.:
    • zum Erstellen & Bedienen von Programmen und Apps, welche die Einsatztätigkeit unterstützen
    • zur Betreuung & grafischen Gestaltung von Werbekampagnen & Social Media-Kanälen (Veranstaltungen, Anwerbung etc.
    • etc.
  • Im Bedarfsfall können versierte Onlinerecherchen bei der Problemlösung helfen (Troubleshooting, digitale Anleitungen etc.). 
  • Um diese junge Generation zu erreichen, anzuwerben und zu organisieren, muss sie über die richtigen digitalen Kanäle und auf die richtige Weise angesprochen werden. So könnte beispielsweise hochwertiger & interaktiver Content auf Plattformen wie YouTube, Instagram oder TikTok zur Anwerbung genutzt werden oder Dienste wie WhatsApp oder Snapchat zur Kommunikation dienen.

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07 - 18

Digitale Kompetenz

Die zunehmende Verschmelzung von der realen und digitalen Welt führt zur Notwendigkeit einer intensiven Auseinandersetzung mit den Herausforderungen, die die Digitalisierung mit sich bringen. Daher ist eine umfassende digitale Kompetenz sowohl für Privatpersonen als auch für Organisationen erforderlich.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Die Digitalisierung hält auch immer mehr in Feuerwehrfahrzeugen, Einsatzgeräten, Kommunikationssystemen etc. Einzug. Um diese bedienen zu können, müssen Einsatzkräfte entsprechend mit dem Umgang digitaler Geräte & Medien geschult sein.
  • Der Umgang mit digitalen Geräten & Medien erfordert demnach auch entsprechende Schulungsmaßnahmen. Insbesondere vor dem Hintergrund der raschen Geschwindigkeit der Veränderung werden somit Weiterbildungsangebote im Bereich des digitalen Kompetenzaufbaus immer relevanter.

 

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08 - 18

Ausbildungsmöglichkeiten

Rund um den Trend des lebenslangen Lernens wird das Angebot an (Online-) Weiterbildungsmöglichkeiten immer größer - von einzelnen Kursen an (Fern-) Universitäten über das Angebot von regionalen Bildungseinrichtungen bis hin zu Online-Kursen.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Das zunehmende Aufgabenspektrum der Feuerwehr erfordert grundsätzlich eine umfangreichere Ausbildung. 
  • Auch im Feuerwehrwesen könnte das Angebot an fachspezifischen Ausbildungsmöglichkeiten bei unterschiedlichen Bildungsinstitutionen zukünftig zunehmen.
  • Ebenso könnte feuerwehrspezifisches Theoriewissen beispielsweise über Online-Kurs-Plattformen wie „Udemy“ angeboten werden. 

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09 - 18

Kollaboration

Gemeinsames Arbeiten und das Teilen von Wissen liegt im Trend. Einerseits werden dazu oft digitale Tools zur schnellen, zeit- und ortsunabhängigen Zusammenarbeit genutzt, andererseits entstehen vielerorts Co-Working Spaces: (temporär mietbare) Gemeinschaftsbüros.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Der Trend hin zu verstärkter Kollaboration wird auch im Feuerwehrwesen immer relevanter. So könnte insbesondere die interkommunale Zusammenarbeit zwischen Einsatzorganisationen,  Städten/Gemeinden und Behörden sowie Verbänden immer zentraler werden. Einerseits könnten Synergieeffekte z. B. in Bezug auf die Beschaffung oder Auslastung von Fahrzeugen und Gerätschaft erzielt werden. Andererseits könnten diverse Herausforderungen wie z. B. die mancherorts verringerte Tagesbereitschaft von Einsatzkräften besser gemeistert werden (siehe Macrotrend Fusionierung von Feuerwehren).
  • Eine Möglichkeit, die Herausforderungen in Bezug auf die Tagesverfügbarkeit zu bewältigen, könnte die Einsatzberechtigung von Feuerwehrkräften bei mehreren Feuerwehren darstellen (am Wohnort / am Arbeitsort).
  • Eine weitere Form zur Kollaboration besteht darin, Wissen mit anderen Feuerwehren bezüglich Einsätze, Übungen, Produkte etc. auszutauschen.
  • Weiters wäre es wichtig, darauf zu achten, dass kein Konkurrenzdenken unter den Feuerwehren entsteht und gemeinsam an einen Strang gezogen wird. 
  • Digitale Kollaborationstools finden auch im Feuerwehrwesen zu Abstimmungs- bzw. Ausbildungszwecken vermehrt Anwendung, insbesondere zu Zeiten von Corona.
  • Kollaboration kann auch im Sinne von virtueller Einsatzführungsunterstützung stattfinden (Vgl. Telearzt).

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10 - 18

Handwerkliche Fähigkeiten

Manuelle handwerkliche Fähigkeiten sind bei vielen (Jüngeren) zunehmend weniger stark ausgeprägt. Die handwerkliche Improvisationsfähigkeit sinkt dadurch.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Da immer mehr Jugendliche den Weg in Richtung akademischer Laufbahn einschlagen und weniger ein Handwerk erlernen, könnten die handwerklichen Fähigkeiten, welche auch im Feuerwehrwesen gebraucht werden, weniger gut ausgeprägt sein. Dahingehend könnte man in der Feuerwehr-Jugendarbeit das Erlernen handwerklicher Fähigkeiten (im geschützten Umfeld) fördern und unterstützen. 

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11 - 18

Open Knowledge

Die freie Verfügbarkeit von Wissen nimmt stets zu und ist durch die Digitalisierung leichter zugänglich als je zuvor.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Für Einsatzkräfte könnten sich im Zuge des Trends vermehrt flexible Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten ergeben. Feuerwehrtechnisches (Basis-) Wissen könnte in diesem Zusammenhang auf Online-Plattformen oder in Form von Apps immer mehr zur Verfügung gestellt werden. Dabei kann mitunter praxisnahes bzw. situatives Lernen ermöglicht werden, da Praxisbeispiele oder Einsatzszenarien durchgespielt werden können.
  • Neben der freien Zurverfügungstellung von fachspezifischem Wissen können sich Feuerwehrleute mehr denn je über Social-Media Gruppen oder Foren hinsichtlich Erfahrung und Wissens austauschen.

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12 - 18

Informationsmanipulation

Noch nie war es einfacher, Information zu fälschen. Durch die Möglichkeit, Deepfakes mithilfe von künstlicher Intelligenz zu erstellen oder Fake News rasend schnell über soziale Medien zu verbreiten, wird die Glaubwürdigkeit jeglicher Informationsinhalte zunehmend auf die Probe gestellt.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Falschinformation in Bezug auf das Feuerwehrwesen, die sich beispielsweise in sozialen Medien wie ein Lauffeuer verbreitet, kann auch für Feuerwehren zu einer immensen Herausforderung werden. 
  • Das Risiko dass Bilder, Videos oder Tonaufnahmen, auf welchen vermeintliche Fehler oder Falschhandlungen von Einsatzkräften zu sehen oder vernehmen sind, könnten gezielt manipuliert und verbreitet werden.

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13 - 18

Komplexität in der Stadtplanung

Systeme werden immer verwobener. So wird die Verkehrsplanung gemeinsam mit Energie-, Gebäudemanagemnt-, Leitstellen-, Lüftungssystem-, Personenfluss- als auch Notfallplanung verbunden wodurch die Komplexität speziell in verdichteten Städten stetig zunimmt.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Die vernetzten Systeme bieten für den Einsatzablauf vereinfachungen und steuermöglichkeiten um rasch Informationen zu bekommen und Steuerungen auszuführen. Dies bedarf jedoch auch einer stets komplexeren Vorbereitung bei Bauprojekten in denen die Feuerwehrexpertise zur Vorbereitung einfließen muss.

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14 - 18

Fachkräftemangel

Der Kampf um qualifizierte Fachkräfte zeigt sich als stets anhaltende Entwicklung. Der dadurch entstehende Wettbewerbsdruck drängt Unternehmen dazu, deren Personalmanagement und Arbeitgebermarke stetig weiterzuentwickeln.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Drohender Fachkräftemangel wird auch bei der Feuerwehr zu einem immer größer werdenden Problem. Es wird immer schwieriger, geschickte junge Leute für die Feuerwehr zu gewinnen. 
  • Umso wichtiger wird es, Erfahrungswissen von Einsatzkräften beispielsweise in Bezug auf Einsatzabwicklungen (z. B. in Form von Anleitungen und Guides) zu dokumentieren und verfügbar zu machen.
  • Immer weniger junge Leute sind im Besitz eines C-Führerscheins. 
  • Eine mögliche Gegenmaßnahme könnte die Anwerbung von zukünfitgen Feuerwehrkräfte im Jugendalter darstellen, indem die Feuerwehrarbeit als spannendes "Abenteuer" promotet wird.

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15 - 18

Lebenslanges Lernen

Der Trend hin zu laufender Weiterbildung und lebenslangen Lernen ist ungebrochen. Ob aus beruflicher Notwendigkeit heraus oder aus reinem persönlichen Interesse - viele Menschen verspüren den Drang, sich auf bekannten Gebieten weiterzuentwickeln oder sich gänzlich neues Wissen anzueignen und Erfahrungen zu sammeln.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Um die Golden Mentors länger in einer Organisation halten und ihr Potenzial ausschöpfen zu können, sollten alters- und ausbildungsgerechte Fortbildungsmöglichkeiten geboten werden – auch im Bereich der Digitalisierung. Bezüglich Informations- und Ausbildungsmaterial gilt es dieses passend für alle Altersgruppen zu formulieren und zugänglich zu machen.
  • E-Learning Angebote unterstützen den Trend, sich laufend weiterzubilden, unabhängig von zeitlichen und räumlichen Einschränkungen.

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16 - 18

Multigrafien

Lebensabläufe werden immer unberechenbarer. Es gibt immer weniger lineare Lebensphasen. Stattdessen kommt es zu neuen Lebensphasen, beispielsweise aufgrund von häufigeren Jobwechsel oder Mehrfachausbildungen.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Dieser Trend könnte dazu führen, dass durch Mehrfachausbildungen (im späteren Alter) oder häufigeren Job- & Wohnortswechsel die gewohnte Verfügbarkeit der freiwilligen Einsatzkräfte gefährdet ist. 
  • Im Gegenzug könnten mehr Spätentschlossene aber auch erst im Erwachsenenalter der Freiwilligen Feuerwehr beitreten. 
  • Mitunter könnte es durch den Wandel der Lebensläufe zu kürzeren Verweildauern in Vereinen kommen, wodurch auch das freiwillige Feuerwehrwesen betroffen wäre. Hier wäre die Anpassung von Ausbildungskonzepten sowie ein Umdenken bei der Aufgabenverteilung sinnvoll.
     

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17 - 18

Gesundheitskompetenz

Die Gesundheitskompetenz (Health Literacy) stellt für viele Menschen eine immer wichtiger werdende Fähigkeit dar. Sie bilden sich aus unterschiedlichen Quellen ihre eigene Meinung rund um Krankheitsprävention und Gesundheitsförderung zum Zweck der Erhaltung ihrer Lebensqualität.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Heutzutage werden viele gesundheitliche Belange im Internet recherchiert, bevor ein Facharzt zur Diagnose herangezogen wird. Hilfreich wäre in diesem Kontext ein von Verbänden entwickeltes, allgemein gültiges Gesundheitskonzept.

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18 - 18

Golden Mentor

Golden Mentors möchten auch im Pensionsalter nach ihrer "Arbeitsphase" aktiv sein und ihre gesammelten Erfahrungen an andere weitergeben. Vor allem in Phasen der Veränderung können sie für Unternehmen und junge Mitarbeiter sehr wertvoll sein.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Im freiwilligen Feuerwehrwesen gilt es, ältere Mitglieder und deren Erfahrung durch verschiedene Anreize möglichst lang verfügbar zu halten. Die Weitergabe von Wissen aufgrund jahrelanger Praxis-Erfahrung von Älteren an die Jungen wird als wichtiger Lernprozess gesehen. Vielfach gibt es auch sogenannte 60-Plus Initiativen bei den Feuerwehren, mit denen gerade die ältere und erfahrene Generation angesprochen werden soll.

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01 - 18

Wissenskultur

Neo-Ökologie

01 - 19

Neo-Ökologie

Der Megatrend „Neo-Ökologie“ erwirkt ein neues Bewusstsein in Bezug auf Umwelt und Nachhaltigkeit. Für die Feuerwehren bringt das neue Umweltbewusstsein ein Umdenken im Bereich Löschmittel, Schadstoffreduzierung und Energieversorgung mit sich. Auch Naturkatastrophen und die Klimakrise sind Bedrohungen, die leider vermehrt an Bedeutung gewinnen. Sie bringen ebenfalls neue Anforderungen an die Feuerwehren mit sich.

02 - 19

Kreislaufwirtschaft

Beschreibt den Wandel weg von einem Modell der Ressourcenausbeutung hin zu einem regenerativen Modell der Ressourcennutzung, welches einen Kreislauf bildet. Abfall selbst wird wieder zur Ressource.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Jener Ansatz, die Herstellung von Feuerwehrfahrzeugen, Ausrüstung und Einsatzbekleidung nach dem Konzept der Kreislaufwirtschaft auszurichten und damit vor allem wiederverwertbare und nachhaltige Roh- und Werkstoffe zu verbauen, wird in Zukunft weiter forciert werden.
  • Auch die Wiederverwendung wieder aufgewerteter (refurbished) Fahrzeuge, Ausrüstung & Einsatzbekleidung (Stiefeln, Handschuhe etc.) sowie Werkzeuge könnte im Rahmen dieser Entwicklung zunehmen. Je nach Abnutzung könnten diese Produkte beispielsweise an Entwicklungsländer weiterverkauft werden. 
  • Bei (Lösch-) Tests mit hohen Wassermengen könnte man das verbrauchte Wasser beispielsweise auffangen und wiederverwerten.

03 - 19

Zero Waste

Beschreibt einen zukunftsweisenden Ansatz des nachhaltigen Konsumierens. Anstatt beispielsweise Verpackungsabfall zu entsorgen und wiederzuverwerten, soll erst gar keinen Müll produziert werden.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Der Trend hin zu Zero Waste kann für Feuerwehren bedeuten, dass beim Einsatz von Schaummittel zunehmend umweltbewusster und gemäßigter umgegangen werden soll, d. h. nur, wenn unbedingt erforderlich eingesetzt wird. Darüber hinaus sollte zukünftig ausschließlich fluorfreier Schaum verwendet werden.
  • Auch könnten Übungen in Zukunft vermehrt mit Simulatoren anstatt mit "echten" Mitteln durchgeführt werden, um einerseits auf Löschwasser / Schaummittel verzichten zu können und andererseits eine technische Entlastung der Fahrzeuge bzw. des Equipments zu erzielen.
  • Getrieben durch die Digitalisierung könnte dieser Trend für Feuerwehren dahingehend stärkeren Einfluss haben, dass vermehrt Tablets, Bildschirme und Laptops zum Skizzieren oder Anzeigen von digitalen Inhalten verwendet werden, um Papier und Druckertoner einzusparen.
  • Weiters könnten statt Plastikverpackungen und -behälter umweltfreundlichere Alternativen verwendet werden - sei es im Dienst oder bei Veranstaltungen, die von (freiwilligen) Feuerwehren veranstaltet werden.
  • Auch bei der Produktion von Feuerwehrfahrzeugen und Equipment wird in Zukunft der Einsatz von wiederverwertbaren Stoffen (z. B. Polypropylen) und Materialien weiter forciert werden.

04 - 19

Global-Lokal

Als Gegentrend zur Globalisierung gewinnt die regionale Herstellung sowie der regionale Absatz wieder an Bedeutung. Zudem müssen global agierende Unternehmen lokale Werte und Gegebenheiten des Absatzmarktes vermehrt beachten.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Dadurch, dass lokale Wertschöpfung wieder an Relevanz gewinnt, könnten zukünftig vermehrt SKD / CKD Baukastenlösungen in der Region vor Ort assembliert werden.
  • Zudem wären Eigenbausätze beispielsweise bei der Beladung von Fahrzeugen nach dem IKEA-Vorbild bis zu einem gewissen Grad denkbar.
  • Die Möglichkeit für Feuerwehren, Bausätze selbst zusammenzubauen, fördert die lokale Umsetzung und bietet die Möglichkeit, von internationalem Know-how zu profitieren.

Erfahren Sie mehr zu den Megatrends dieses Themas:

05 - 19

Klimakrise & Naturkatastrophen

Die Klimakrise wird für immer mehr extremere Wetterkapriolen sorgen. Wasserknappheit nimmt in manchen Regionen zu. Die Zunahme an Großschadensereignissen aufgrund von Naturkatastrophen erfordert technische Vorbereitung und Maßnahmen zur Prävention.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Als direkte Auswirkung der Klimakrise werden Feuerwehren sich vermehrt auf Einsätze im Zuge von Naturkatastrophen einstellen müssen. So kann es zunehmend zu Waldbränden aufgrund Dürre-Perioden oder Überflutungen und Murenabgängen aufgrund von Stürmen und Starkregen kommen, wobei die Szenarien immer häufiger und intensiver ausfallen können. Da derartige Naturkatastrophen in der Regel überregional passieren, müssen im Bedarfsfall innerhalb kürzester Zeit auch große Ressourcen an Einsatz- und Hilfskräfte mobilisiert werden. 
  • Aufgrund der klimaverursachten Wasserknappheit in manchen Regionen müssen ebenso alternative Löschmittel in Betracht gezogen werden. Auch wird in diesem Zusammenhang die Aufbereitung und Wiederverwertung von Löschwasser ein immer relevanteres Thema.
  • Als weitere Auswirkung der Klimakrise werden mitunter die Meeresspiegel steigen. Dies kann globale Migration begünstigen und das Feuerwehrwesen indirekt beeinflussen.

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06 - 19

Urban Farming

Brachliegende und andere Flächen (Vertical Farming) in Städten werden immer öfter zum lokalen Anbau von Lebensmittel genutzt. Ein Teil der Lebensmittelproduktion soll damit in die Städte verlagert werden. Ebenso nimmt die Begrünung von Dächern und Fassaden in Städten zu.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Urban Farming muss in Bezug auf Brandschutzmaßnahmen beleuchtet werden. Begrünte Dächer, Fassaden etc. können die Brandlast erhöhen und vor allem bei zunehmender Trockenheit und Dürre eine erhöhte Brandgefahr darstellen.

  • Dieser Trend könnte auch Auswirkung dahingehend haben, dass Einsatztaktiken angepasst werden müssen, damit bepflanzte Gebäude kein Hindernis im Einsatz darstellen.

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07 - 19

Alternative Notstromversorgung

Durch die zunehmende Abhängigkeit von Stromsteigt der Bedarf an alternativer Stromversorgung, welche abseits vom herkömmlichen Stromnetz auch in Not- und Krisensituationen Energie bereitstellt.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Für Feuerwehren wird es zunehmend relevanter, sich sowohl im Einsatz als auch stationär energieautark aufzustellen, um gegen Blackout-Szenarien gewappnet zu sein.

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08 - 19

Energiewende

Die Energiewende beschreibt die zunehmende Abkehr von fossilen Energieträgern hin zur Nutzung erneuerbarer und somit nachhaltiger Energiequellen wie beispielsweise Wind-, Solar- oder Wasserkraft.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • In Zukunft könnte beispielsweise durch den vermehrten Einsatz von elektrisch betriebenen Feuerwehrfahrzeugen auch die Energieautarkie (z. B. Photovoltaikanlagen & Heimspeicher) von Feuerwehrstationen an Bedeutung gewinnen (Siehe Macrotrend Post-Carbon-Gesellschaft).
  • Auch könnte von alternativer Stromversorgung bei Haushalten (z. B. Photovoltaikanlagen & Heimspeicher) möglicherweise höheres Gefahrenpotenzial ausgehen (Siehe Macrotrend Post-Carbon-Gesellschaft).

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09 - 19

E-Mobilität & Alternative Antriebe

Die eine Antriebstechnologie der Zukunft wird es vorerst nicht geben, stattdessen eine Vielzahl unterschiedlicher Konzepte (batterieelektrisch, Brennstoffzelle, Erdgas etc.). Aktuell setzt man vor allem die E-Mobilität.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Dadurch, dass sich immer mehr Fahrzeuge mit alternativen Antrieben im Verkehr aufhalten, wird auch die Zahl der Unfälle, in denen diese verwickelt sind, zwangsweise zunehmen. Diesbezüglich ist unter anderem bei Schneidearbeiten an verunfallten Elektrofahrzeugen oder aber bei Deeskalationsmaßnahmen von brennenden Akkus besondere Vorsicht geboten (Siehe Macrotrend Gefahr durch Akkubrände).
  • Durch diesen Trend werden auch spezifische Schulungen für Einsatzkräfte bezüglich dem Umgang und der Einsatzabwicklung bei Fahrzeugen mit alternativen Antrieb, allen voran Elektrofahrzeugen, notwendig.
  • Je mehr Elektroautos im Umlauf sind, desto mehr Besitzer werden das Ihre an privaten Ladestationen aufladen. Hier ist zu berücksichtigen, dass auch diese Ladestationen eine neuartige Gefahrenquelle darstellen können.
  • Auch wird anlässlich dieser Entwicklung die Elektrifizierung von Einsatzfahrzeugen weiter voranschreiten. Vor allem in schadstoffbelasteten urbanen Gebieten kann dies zur Entlastung der Lage beitragen.

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10 - 19

Globale Bedrohungen

Wo wir einerseits in der sichersten aller Zeiten leben, nehmen mancherorts reale Bedrohungen wie terroristische Anschläge zu. Ausgelöst durch mediale Berichterstattung entsteht daraus allerdings ein Bild der globalen Bedrohung. Neben Terror können Epidemien zu einer globalen Bedrohung werden, indem sie sich zu einer Pandemie entwickeln - das hat man aktuell mit COVID-19 gesehen.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Terroristische Anschläge stellen auch Hilfs- und Einsatzkräfte vor immense Herausforderungen und bringen diese in gefährliche und unberechenbare Situationen. So spielt in solchen Situationen beispielsweise nicht nur die Gefährdung der Einsatzkräfte eine wesentliche Rolle, sondern es ist des Weiteren mit großen Massenbewegungen und Verkehrschaos auf den Straßen zu rechnen.
  • Auch Pandemien wie Covid-19 stellen weltweit Einsatzkräfte der Feuerwehren vor großen Herausforderungen. Werden sie zu Einsätzen gerufen, ist in der Regel Gefahr in Verzug und somit ist rasches Handeln gefragt. Ausfälle von Einsatzpersonal aufgrund von Ansteckung kann für die Sicherheit der Bevölkerung eine zusätzliche Problematik darstellen, wenn diese nicht zeitgerecht zur Hilfeleistung verfügbar sind. Die geltenden Sicherheitsmaßnahmen wie das Tragen von Schutzmasken und -bekleidung, Einhalten von Sicherheitsabständen etc. sind ebenso Aspekte, die Arbeiten der Einsatzkräfte erschweren.

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11 - 19

Gefahr durch Akkubrände

Der zunehmende Einsatz von Akkus in elektrisch betriebenen Geräten und Fahrzeugen kann das Brandrisiko erhöhen.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Durch den zunehmenden Anteil elektrisch betriebener Fahrzeuge im Straßenverkehr gewinnt dieser Trend deutlich an Relevanz. Die Brandbekämpfung von Akkubränden erfordert dabei neuartige Deeskalationsstrategien.
  • Als besondere Herausforderung bei E-Autobränden könnte sich z. B. die unkontrollierbare Durchzündung der Akkus (Thermal Runaway), oder aber die schwierige Entsorgung kontaminierten Löschwassers herausstellen.
  • Auch aufgrund der zunehmenden Anzahl akkubetriebener Geräte nimmt die Brandgefahr in Privathaushalten und Unternehmen, aber auch in Entsorgungs- und Recyclingbetrieben stetig zu.
  • Durch stetige Weiterentwicklung werden allerdings auch Speichersysteme sicherer.

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12 - 19

Gefahr durch alternative Energieträger

Getrieben durch die Energiewende beschreibt dieser Trend die Gefahren, welche von der zunehmenden Anzahl an Speichern für alternative Energien (CNG, LNG, H2, E, E-Fuel etc.) ausgehen.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Neben der Gefahr durch Akkubrände können auch weitere alternative Energieträger zur Herausforderung in der Deeskalation für Feuerwehren werden. 
  • Hier sind geeignete Ausbildungsmaßnahmen gefragt, die auf den Umgang mit Gefahrenpotenzialen ausgehend von alternativen Energieträgern vorbereiten.

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13 - 19

Post-Carbon-Gesellschaft

Beschreibt die Notwendigkeit, neue, nicht-fossile Energieressourcen zu nutzen. Der Klimawandel fordert die Gesellschaft auf, ihr Verhalten zu ändern und einen postfossilen Weg einzuschlagen.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Durch den Trend in Richtung postfossiler Gesellschaft könnte die Achtsamkeit gegenüber ökologischeren Antrieben beim Kauf eines Fahrzeuges steigen, wodurch vermehrt E-Fahrzeuge favorisiert und somit gekauft oder geleast werden würden.
  • Weiters könnten in manchen Städten Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren aufgrund von Maßnahmenplänen und -programmen bezüglich Zero Emission vermehrt verboten werden. Dies könnte auch Feuerwehren zu einem gewissen Grad betreffen.
  • In Zukunft könnte beispielsweise durch den vermehrten Einsatz von elektrisch betriebenen Feuerwehrfahrzeugen auch die Energieautarkie (z. B. Photovoltaikanlagen & Heimspeicher) von Feuerwehrstationen an Bedeutung gewinnen. (Siehe Macrotrend Energiewende)
  • Dieser Trend kann zu neuen Gefahrenfeldern im Feuerwehrwesen führen. So kann es beispielsweise häufiger zu Batteriebränden bei Fahrzeugen kommen. Auch könnte von alternativer Stromversorgung bei Haushalten (z. B. Photovoltaikanlagen & Heimspeicher) möglicherweise höheres Gefahrenpotenzial ausgehen. (Siehe Macrotrend Energiewende)
     

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14 - 19

Alternative Finanzierung

Aufgrund begrenzter finanzieller Mittel der öffentlichen Haushalte wird auch für die Feuerwehren weniger Geld zu Verfügung stehen. Somit sind zunehmend alternative Finanzierungsformen gefragt.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Feuerwehren könnten von alternativen Finanzierungs- & Beschaffungsmodelle bei Feuerfahrzeugen und Gerätschaften profitieren. So könnten beispielsweise Leasing- oder auch Leih- bzw. Mietkonzepte zu einer attraktiven Alternative werden.

  • Eine weitere Option alternativer Finanzierungsformen könnte auch "Crowdfunding" oder "Crowdinvesting" darstellen, wo Finanzmittel, die zur Beschaffung von Fahrzeugen oder Equipment benötigt werden, durch die Crowd zur Verfügung gestellt werden.

15 - 19

Nachhaltige Technologien

Technologien, die versuchen, Umweltbelastungen von vornherein zu vermeiden oder bereits entstandene Schäden zu beheben. Unternehmen profitieren darüber hinaus vom effizienteren Einsatz von knappen Rohstoffen und Materialien.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Der ressourcensparende Einsatz bei der Bewältigung von Einsatzlagen wird in diesem Kontext zum wesentlichen Faktor.
  • Auch wird der Einsatz von umweltverträglichen Brandbekämpfungsmitteln wie z. B. fluorfreiem Schaum oder effizienten, wassersparenden Alternativen immer bedeutender. 
  • Generell werden auch emissionsarme Feuerwehrfahrzeuge zukünftig bevorzugt, die einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten.

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16 - 19

Carsharing

Bezeichnet einen Systemwechsel in der individuellen Automobilität: weg vom Besitz hin zur Nutzung von geteilten Fahrzeugen.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Da anzunehmen ist, dass Carsharing Nutzer oft weniger Fahrroutine haben als Eigenbesitzer, könnte es vermehrt zu Verkehrsunfällen mit "geteilten" Fahrzeugen kommen.

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17 - 19

Sharing Economy

„Nutzen statt Besitzen“ ist das Motto – der Sharing Gedanke hat sich bereits auf große Bereiche der Geschäftswelt ausgedehnt und ist zu einem neuen Wertschöpfungsmodell geworden.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Der Sharing-Gedanke könnte auch im Feuerwehrwesen ein immer wichtigeres Thema werden. So könnte die Anzahl von Stützpunktfeuerwehren zunehmen, wo im Fall von Großschadensereignissen Leihgeräte wie beispielsweise Tauchpumpen oder Spezialfahrzeuge angeboten werden könnten oder man gar speziell geschulte Einsatzkräfte auch für Einsätze außerhalb des eigenen Einsatzgebietes freistellen könnte.

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18 - 19

Achtsamkeit

Ist der Gegentrend zur permanenten Reizüberflutung und beschreibt das erhöhte Interesse auf das Zurückbesinnen auf sich selbst und am Innehalten.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Um Feuerwehrkräfte körperlich sowie geistig besser auf das Einsatzgeschehen vorzubereiten wird psychische und physische Vor- als auch Nachbereitung bedeutender. Besonnenheit im Umgang mit dem eigenen Körper und Bedacht auf draumatische Erlebnisse, welche aufgearbeitet werden müssen, wird mehr Achtsamkeit bekommen.

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19 - 19

Lebensqualität

Beschreibt das Streben nach hoher Lebensqualität, bei der unter anderem Aspekte wie ein gesunder Lebensstil, ein erfülltes Sozialleben sowie eine zufriedenstellende Work-Life Balance im Zentrum stehen.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Im Sinne der Lebensqualität müssen auch im Feuerwehrwesen neue Anreize gesetzt werden:
    • Reduktion möglichst vieler Risiken für Einsatzkräfte auf ein Minimum
    • Gezielte Alarmierung erforderlicher Einsatzkräfte
    • Aspekte wie Ergonomie, Sicherheit, Gewicht etc. gewinnen an Bedeutung
    • Gusreichend Ruhephase
    • Etc.

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01 - 19

Neo-Ökologie

Urbanisierung

01 - 16

Urbanisierung

Der Megatrend „Urbanisierung“ stellt Feuerwehren einerseits vor neue Herausforderungen, bietet aber auf der anderen Seite neue Möglichkeiten. Städte verdichten sich mehr und mehr - bis zum Jahr 2050, so wird prognostiziert, werden rund 70 % der Menschen in Städten leben (Quelle: United Nations). Durch die zunehmende Verkehrsdichte und immer höher werdende Gebäude werden Feuerwehren vor neue Herausforderungen gestellt.

02 - 16

Micro Housing

Beschreibt den Trend hin zu kleinstmöglichen Wohnraum unter Berücksichtigung möglichst hoher Lebensqualität.

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03 - 16

Bevölkerungswachstum

Beschreibt die Entwicklung einer weltweit steigenden Bevölkerungsanzahl, was vor allem Städte vor große Herausforderungen stellt.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Grundsätzlich ist anzunehmen, dass durch mehr Menschen auf engeren Raum es zu erhöhtem Gefahrenpotenzial sowie Einsatzrisiko kommen kann. 
  • Da sich die wachsende Weltbevölkerung zu einem großen Teil auf Städte verteilen wird, muss davon ausgegangen werden, dass ohnehin schon verdichtete Gebiete mit überfüllten Verkehrswegen weiter belastet werden. Aus diesem Grund könnten zukünftig vermehrt alternative Einsatztaktiken in Form von Brandbekämpfung aus der Luft oder Nutzung von unterirdischen Verkehrsnetzen (U-Bahn) in Betracht gezogen werden. (Siehe Macrotrends Megacities & verdichtete Räume / Verkehrsaufkommen)
     

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04 - 16

Urban Farming

Brachliegende und andere Flächen (Vertical Farming) in Städten werden immer öfter zum lokalen Anbau von Lebensmittel genutzt. Ein Teil der Lebensmittelproduktion soll damit in die Städte verlagert werden. Ebenso nimmt die Begrünung von Dächern und Fassaden in Städten zu.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Urban Farming muss in Bezug auf Brandschutzmaßnahmen beleuchtet werden. Begrünte Dächer, Fassaden etc. können die Brandlast erhöhen und vor allem bei zunehmender Trockenheit und Dürre eine erhöhte Brandgefahr darstellen.

  • Dieser Trend könnte auch Auswirkung dahingehend haben, dass Einsatztaktiken angepasst werden müssen, damit bepflanzte Gebäude kein Hindernis im Einsatz darstellen.

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05 - 16

Alternative Notstromversorgung

Durch die zunehmende Abhängigkeit von Stromsteigt der Bedarf an alternativer Stromversorgung, welche abseits vom herkömmlichen Stromnetz auch in Not- und Krisensituationen Energie bereitstellt.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Für Feuerwehren wird es zunehmend relevanter, sich sowohl im Einsatz als auch stationär energieautark aufzustellen, um gegen Blackout-Szenarien gewappnet zu sein.

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06 - 16

Energiewende

Die Energiewende beschreibt die zunehmende Abkehr von fossilen Energieträgern hin zur Nutzung erneuerbarer und somit nachhaltiger Energiequellen wie beispielsweise Wind-, Solar- oder Wasserkraft.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • In Zukunft könnte beispielsweise durch den vermehrten Einsatz von elektrisch betriebenen Feuerwehrfahrzeugen auch die Energieautarkie (z. B. Photovoltaikanlagen & Heimspeicher) von Feuerwehrstationen an Bedeutung gewinnen (Siehe Macrotrend Post-Carbon-Gesellschaft).
  • Auch könnte von alternativer Stromversorgung bei Haushalten (z. B. Photovoltaikanlagen & Heimspeicher) möglicherweise höheres Gefahrenpotenzial ausgehen (Siehe Macrotrend Post-Carbon-Gesellschaft).

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07 - 16

Mikromobilität

Beschreibt den Trend hin zu (oft elektrisch betriebenen) Kleinstfahrzeugen wie Elektroroller oder Fahrräder, die vor allem zur innerstädtischen Fortbewegung oder Kurzstrecken zu u. a. öffentlichen Verkehrsanbindungen verwendet werden.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Wo Fire Bikes, also Feuerwehrmotorräder, mancherorts schon etabliert sind, wäre es vorstellbar, kompakte mobile Einheiten wie z. B. Fahrräder oder E-Scooter in Feuerwehrfahrzeugen mitzuführen. Vor allem in verkehrsverdichteten Gebieten könnten diese zur Ersterkundung der Lage dienlich sein. 
  • Auch könnten im Bedarfsfall Radwege als alternative Verkehrswege für Einsatzfahrten benutzt werden. Hierzu könnten schmale, kompakte und wendige Fahrzeuge zum Einsatz kommen (Pod Vehicles).
  • Der Trend der Mikromobilität kann aber auch negative Auswirkungen auf das Feuerwehrwesen haben. So kann es beispielsweise bei den in E-Scooter oder E-Bikes verbauten Akkus zu Bränden kommen, was zusätzliches Gefahrenpotenzial bedeutet. Weiters könnten herumliegende Scooter Feuerwehren bei der Anfahrt zur Einsatzstelle behindern.

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08 - 16

Verkehrsaufkommen

Dadurch, dass in Städten immer mehr Menschen leben werden, wird auch das Verkehrsaufkommen in Ballungszentren ansteigen.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Das zunehmende Verkehrsaufkommen in Großstädten führt zwangsläufig zu Problemen bei Einsatzfahrten. So kann dabei beispielsweise das Durchkommen und damit das Einhalten der Hilfsfristen erschwert werden oder das Unfallrisiko für Einsatzfahrzeuge selbst steigen. 
  • Der Trend zu immer größeren und breiteren Privatfahrzeugen könnte in ohnehin schon verkehrsverdichteten urbanen Gebieten zur zusätzlichen Platzverknappung beitragen.
  • Um die Herausforderungen durch erhöhtes Verkehrsaufkommen in dicht besiedelten urbanen Gebieten besser zu bewältigen, könnten kompaktere, mobilere Einsatzlösungen oder fliegende Einsatzlösungen (z. B. Luftrettung) Abhilfe leisten.

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09 - 16

Fusionierung von Feuerwehren

Angespannte budgetäre Situationen in Bezug auf Geräte- und Fahrzeugbeschaffung, sinkende Mitgliederzahlen bei den Freiwilligen Feuerwehren, aber auch strategische Überlegungen führen immer häufiger zu Zusammenlegungen von Feuerwehren.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Aufgrund Einsparungsmaßnahmen in Gemeindehaushalten sowie der Landflucht, die zu rückläufigem Personalstand bei den aktiven Einsatzkräften führt, kann es zunehmend zu Zusammenlegungen von Feuerwehren kommen. Dadurch ist die erneute Bildung von Kameradschaft sowie eine verstärkte Zusammenarbeit der Kameraden untereinander erforderlich.
  • Die Fusionierung von Feuerwehren könnte in längeren Einrückzeiten der Kameraden sowie längeren Anfahrtszeiten zu Einsatzorten resultierten und sich so auf die Einsatzfähigkeit in Bezug auf die Hilfsfrist negativ auswirken.
  • Eine weitere Folge könnte der Austritt von Einsatzkräften sein, welche die Fusionierung mit anderen Feuerwehren nicht akzeptieren.

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10 - 16

Landflucht

Beschreibt die Abwanderung vom Land in die Stadt. Städte versprechen mehr wirtschaftlichen Wohlstand und Zugang zu Ressourcen. Altindustrielle Prägung, marode Infrastruktur oder fehlende wirtschaftliche Perspektiven in Ländern mit alternder Bevölkerung führen zur Abwanderung der Bevölkerung aus den Städten.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Durch die Abwanderung in Städte kann es in ländlichen Gebieten zu sinkenden Mitgliederzahlen kommen. Das kann sich auf die Tagesverfügbarkeit von Einsatzkräften bei Freiwilligen Feuerwehren auswirken. Hier könnte man beispielsweise mit Mitgliederwerbung entgegenwirken. 

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11 - 16

Megacities & Verdichtete Räume

Megacities sind Städte mit 10 Mio. oder mehr Einwohnern. Ihre Größe stellt sie vor gewaltige Herausforderungen in Bezug auf Infrastruktur, Verkehr, Lebensqualität und Nachhaltigkeit.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Die Verdichtung in den Städten führt zu neuen und ergänzenden Anforderungen an die Feuerwehr: komplexeres Einsatzmanagement, Gefahrenverdichtung, Verkehrsverdichtung, Gebäudevielfalt, höhere Gebäude, Multi-Kulturen, steigende Distanzen etc.
  • Dadurch, dass immer mehr Menschen auf immer engeren Raum leben und sich bewegen, kommt es zu höherem Gefahrenpotenzial, wodurch mehr Menschen in Notsituationen geraten könnten. Auch nimmt damit die Ungewissheit, wie viele Personen sich beispielsweise in einem Gebäude befinden, zu, wodurch sich schnelles Retten in Notsituationen erschweren könnte.
  • Durch das erhöhte Verkehrsaufkommen in Großstädten wird das Durchkommen der Feuerwehr auf den Straßen erschwert. Zusätzlich tragen die immer größeren Fahrzeuge in den ohnehin schon verkehrsverdichteten urbanen Gebieten zusätzlich zur Platzverknappung bei. Dies kann beispielsweise kompaktere Fahrzeuge, die auch in engen Straßen durch den Verkehr manövriert werden können, oder den Bedarf an alternativen Fahrzeug- und Einsatzsupportsystemen wie z. B. Drohnen oder Robotern erfordern. (Siehe Macrotrend Verkehrsaufkommen)
  • Dadurch, dass immer mehr Menschen in Städte ziehen, wird Wohnraum oft durch Bau in die Höhe (oder, teils auch in die Tiefe) geschaffen. Herkömmliche Drehleitern können mit der Höhe der Gebäude leicht an ihre Grenzen stoßen, wodurch für die Menschenrettung aus großen Höhen zunehmend Alternativen gefragt sind (z. B. Menschenrettung mithilfe von Schwerlastdrohnen).
  • Der Einsatz von stationärer, präventiver Löschtechnik wird mit zunehmender Verdichtung der Lebensräume immer wichtiger.
  • Durch gewisse brandschutztechnische Regulatorik (Rauchmelderpflicht), die ein Zusammenleben auf verdichtetem Raum ermöglicht, wird es zwangsweise zu mehr Fehlalarmen kommen. Hier könnte der Einsatz von neuen Technologien (Drohnen, multisensorische Brandmelder etc.) zur raschen Ersterkundung nach der Einsatzalarmierung dabei helfen, Fehlausrückungen zu vermeiden.
  • In dicht besiedelten urbanen Gebieten bekommen Leitsysteme oder digitale Warnsysteme zum Steuern von Menschenmassen (z. B. im Zuge einer Massenpanik) größere Bedeutung. 
  • Durch den zunehmenden/hohen Lärmpegel in Großstädten kann sich auch der Stressfaktor der Einsatzkräfte erhöhen.
  • Durch den Smog in Großstädten könnte die Sicht beim Retten in der Höhe beeinträchtigt werden.
     

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12 - 16

Healing Architecture

Beschreibt die Berücksichtigung gesundheitsrelevanter Aspekte in der Gestaltung und Architektur von Objekten oder Raumflächen. Das Wohlbefinden des Menschen steht im Mittelpunkt.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Der Trend Healing Architecture könnte vor allem dahingehend im Feuerwehrkontext von Relevanz sein, da nach energiezehrenden und aufreibenden Einsätzen geeignete Erholungsräume umso wichtiger sind. So könnten vermehrt lebende Baustoffe, mehr Begrünung oder auch Wasserelemente bei neuen Depots eingeplant werden, um so ein angenehmes, entspannendes Raumklima und damit eine Ruheoase für Feuerwehrkräfte zu schaffen. 
  • Weiter gedacht könnten sich Gebäude zukünftig im Fall einer Eskalation auch "selbst schützen" und damit auch die betroffenen Menschen.

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13 - 16

Nachhaltige Technologien

Technologien, die versuchen, Umweltbelastungen von vornherein zu vermeiden oder bereits entstandene Schäden zu beheben. Unternehmen profitieren darüber hinaus vom effizienteren Einsatz von knappen Rohstoffen und Materialien.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Der ressourcensparende Einsatz bei der Bewältigung von Einsatzlagen wird in diesem Kontext zum wesentlichen Faktor.
  • Auch wird der Einsatz von umweltverträglichen Brandbekämpfungsmitteln wie z. B. fluorfreiem Schaum oder effizienten, wassersparenden Alternativen immer bedeutender. 
  • Generell werden auch emissionsarme Feuerwehrfahrzeuge zukünftig bevorzugt, die einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten.

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14 - 16

Carsharing

Bezeichnet einen Systemwechsel in der individuellen Automobilität: weg vom Besitz hin zur Nutzung von geteilten Fahrzeugen.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Da anzunehmen ist, dass Carsharing Nutzer oft weniger Fahrroutine haben als Eigenbesitzer, könnte es vermehrt zu Verkehrsunfällen mit "geteilten" Fahrzeugen kommen.

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15 - 16

Smart City

Der Ansatz sucht nach intelligenten Systemen für ganzheitliche Lösungen von Problemen in Städten. So soll in Smart Cities das Zusammenleben der Bewohner durch den Einsatz neuer Technologien und starker Vernetzung nachhaltiger und lebenswerter werden.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Smart Citys können eine smarte Routenplanung ermöglichen, die Einsatzfahrten beispielsweise je nach Verkehrsauslastung optimiert, Ampeln zielgerichtet schaltet oder bei der Bildung von Rettungsgassen unterstützt. Auch mithilfe von GPS-Daten beispielsweise können Einsatzorte gekennzeichnet und eine Navigation der Einsatzkräfte dorthin automatisch auslöst werden.
  • Mobile Einsatzmanagementsysteme können Daten der Infrastruktur von Gebäuden oder öffentlichen Plätzen als auch von Fahrzeugen und Personen nutzen, um auf Informationen wie Lagepläne, Anzahl involvierter Personen, mögliche Gefahren oder Ausmaß des Schadens zuzugreifen, wodurch man als Einsatzmannschaft gezielter handeln kann.
  • Daten, die durch die Vernetzung in urbanen Gebieten zur Verfügung stehen, könnte man in Warnsystemen, die etwa möglicherweise auch selbst Alarm schlagen, nutzen. So könnte man beispielsweise bei starkem Regen, wo die Kanalisation mancherorts an ihre Grenzen stößt, Überschwemmungsgefahren schneller erkennen und gezielt entgegenwirken. Allgemeiner betrachtet kann in diesem Zusammenhang auch Künstliche Intelligenz genutzt werden, um einerseits die präventive Gefahrenerfassung zu verbessern sowie auch Einsatzabläufe effizienter zu gestalten (Siehe Macrotrend Künstliche Intelligenz).
  • Neben den Vorteilen, welche eine Smart City bietet, kann die Vernetzung auch für kriminelle Tätigkeiten missbraucht werden (Siehe Macrotrend Cyberattacken).
  • Einen Bestandteil 'intelligenter' Städte bilden natürlich auch Smart Homes, die Chance und Gefahr zugleich sind (Siehe Macrotrend Smart Home (Protection)).
     

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16 - 16

Komplexität in der Stadtplanung

Systeme werden immer verwobener. So wird die Verkehrsplanung gemeinsam mit Energie-, Gebäudemanagemnt-, Leitstellen-, Lüftungssystem-, Personenfluss- als auch Notfallplanung verbunden wodurch die Komplexität speziell in verdichteten Städten stetig zunimmt.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Die vernetzten Systeme bieten für den Einsatzablauf vereinfachungen und steuermöglichkeiten um rasch Informationen zu bekommen und Steuerungen auszuführen. Dies bedarf jedoch auch einer stets komplexeren Vorbereitung bei Bauprojekten in denen die Feuerwehrexpertise zur Vorbereitung einfließen muss.

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01 - 16

Urbanisierung

Sicherheit

01 - 31

Sicherheit

Zunehmender globaler Wohlstand auf der einen Seite und unausgeglichene wirtschaftliche, politische und ökologische Verhältnisse gepaart mit der Klimakrise auf der anderen Seite, führen zu einem wachsenden Sicherheitsbedürfnis. Migrationsbewegungen fordern etabliertes Kulturund Sicherheitsverständnis heraus. Da Einsatzkräfte und Feuerwehren als wesentliche Säulen der Sicherheit verstanden werden, führt dies ebenfalls zu zusätzlichen Herausforderungen.

02 - 31

Simplexity

Bezeichnet das steigende Bedürfnis nach einfacher, intuitiver Bedienbarkeit und damit Anwenderfreundlichkeit von komplexen Systemen oder Programmen – denn Einfachheit ist für eine gelungene User-Experience bei Mensch-Maschine Schnittstellen zentral.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Da durch das zunehmende Aufgabenspektrum der Feuerwehren Einsatzkräfte sich laufend mit neuen Geräten auseinandersetzen müssen, die es zu ‚beüben‘ und zu beherrschen gilt, spielt eine intuitive und einfache Bedienung sowohl im Standardgebrauch als auch in Notsituationen, wo ein rasches Handeln erforderlich ist, eine immer zentralere Rolle. Die Komplexität der Technik, die in den Geräten steckt, darf den Bediener dabei nicht behindern oder abschrecken.
  • Weiters könnte eine einfache, standardisierte grafische Gestaltung von digitalen Lehrunterlagen, Mensch-Maschine Schnittstellen oder Ähnlichem forciert werden, die zu einem verbesserten Verständnis hinsichtlich Feuerwehrtechnik und Einsatztaktik beitragen.

03 - 31

Einsatzsicherheit

In unseren Gesellschaften nimmt das Sicherheitsverlangen stetig zu.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • In den Einsatzgeschehen wo viele unerwartete Situationen im Vorfeld bestmöglich berücksichtigt werden müssen um das aktive Einsatzgeschehen im Rahmen der Gegebenheiten stets sicherer zu gestalten. So ist der Herogedanke durch Risikobewusstsein und sinnvolle Einsatzunterstützungssysteme wie Roboter oder Drohnen zu berücksichtigen.

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04 - 31

Überwachung

Technische Möglichkeiten zur Überwachung von Menschen, sei es in Bezug auf deren Aufenthaltsort, Bewegungsmuster, Konsumverhalten, Vitaldaten etc. finden immer stärker im Alltag Gebrauch. Städte setzen im Zuge dessen auch vermehrt auf Überwachungskameras.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Zukünftig werden die Möglichkeiten zur (Gesundheits-) Überwachung der Einsatzkräfte beispielsweise in Bezug auf Vitaldaten oder die Indoor-Positionierung bei Atemschutzeinsätzen zunehmen (Siehe Macrotrends Gesundheitsüberwachung & Out- / Indoor-Tracking & Navigation)
  • Auch wird zukünftig die Überwachung & Dokumentation des Einsatzablaufes mittels Luftüberwachung (z. B. Drohnen) zunehmen.
  • Der Fernzugriff auf Kamerasysteme und Sensorik ermöglicht umfassendes Sicherheitsmonitoring von Systemen und Gebäuden.

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05 - 31

Datenschutz

Privatsphäre und Datenschutz wird wichtiger. Wo Privatsphäre mittlerweile aktiv erzeugt werden muss und so zu einer technischen On-Off-Option (z. B. Cookies) wird, wird Datenschutz indes heikler (DSGVO).

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Die Wahrung von Privatsphäre und Identität von Opfern (z. B. Sichtschutz bei Unfällen) sowie von Einsatzkräften wird ein wichtigeres und aktiv zu managendes Thema.
  • So wird auch die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) im Feuerwehrkontext immer relevanter. Dahingehend muss beispielsweise mehr denn je auf den sorgsamen und rechtskonformen Umgang mit persönlichen Daten wie z. B. beim Veröffentlichen von Bildern von Personen im Internet bzw. in der Presse oder bei der Verarbeitung der Daten von Feuerwehrmitgliedern geachtet werden. Auch zu beachten ist hier das Thema Datenaufzeichnung, zur (Gesundheits-) Überwachung von Feuerwehrmitgliedern.
  • Als Folge dessen werden auch die Anforderungen an die Zugriffssicherheit, auf feuerwehrinterne Informationen oder Datenbanken steigen. Weiters kann auch im Bereich der Bedienung von Einsatzfahrzeugen und -geräten das Thema Identitätsmanagement an Bedeutung gewinnen.
  • Ebenso zu beachten ist der sorgsame private Umgang mit beispielsweise Bildern & Videos von Einsätzen oder Übungen, die in sozialen Netzwerken, WhatsApp-Gruppen oder Ähnlichem geteilt werden. Soziale Netzwerke bieten hier nämlich ungeahnte Angriffsflächen für einzelne Einsatzkräfte oder Taktiken/Vorgehensweisen bei Einsätzen. Hier könnte die Gefahr von sogenannten Shitstorms ausgelöst von mitgefilmten Pannen bei Einsätzen oder bei der nicht-konformen Benutzung von Feuerwehrgeräten zu einem erheblichen Problem werden.

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06 - 31

Cyberattacken

Kriminalität, die mithilfe Informations- und Kommunikationstechnologie verübt und durch die Anonymität des Internets "erleichtert" wird - z. B. digitale Industriespionage, Identitätsmissbrauch, Fälschung und Hacking.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Durch die Abhängigkeit von digitaler Technik kann es auch vermehrt zu unvorhersehbaren Ausfällen, hervorgerufen durch mutwillige Cyberattacken, kommen. Auf einsatzrelevante Daten wie Brandschutzpläne etc. sollte daher beispielsweise ein Offline-Zugriff möglich sein.
  • Die zunehmende Vernetzung von Feuerwehren sowie deren Fahrzeuge & Geräte erhöht die Anfälligkeit bezüglich Cyberattacken ("Feindliche Übernahme" von FW-Fahrzeugen, Geräten, Drohnen,...).
  • Auch das Hacken von autonom fahrenden Fahrzeugen, Ampelsteuerungen oder kritischen Infrastrukturen wie Kraftwerke könnte dazu genutzt werden, mutwillig herbeigeführte Unfälle, Staus etc. zu verursachen.

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07 - 31

Smart Home (Protection)

In einem Smart Home sind Geräte, Haustechnik und Smart Devices intelligent miteinander vernetzt. Die wesentlichen Vorteile liegen dabei in der Sicherheit, der Energieeffizienz und im Komfort.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Die zunehmende Verbreitung von Smart Home-Geräten, wie z. B. intelligente Rauchmelder kann zu mehr Sicherheit im Sinne der Brand-Früherkennung führen. Weiters kann beispielsweise die Energieabschaltung über den 'Smart Grid' von der Ferne stattfinden und auch Sensoren oder Kameras von der Ferne gesteuert oder darauf zugegriffen werden, was im Schadensfall Vorteile haben kann. 
  • Jedoch könnte es bei (längeren) Stromausfällen zu Problemen des Systems wie beispielsweise (Teil-) Ausfällen kommen. Auch könnten Hausspeicher, die oft an den 'Smart Grid' angebunden werden, eine zusätzliche Gefahrenquelle darstellen. Darüberhinaus kann es auch zu vermehrten Fehlauslösungen durch Homemelder kommen.

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08 - 31

Predictive Analytics

Beschreibt die Analyse und Auswertung bestehender Datenmengen, um daraus Vorhersagen von Ereignissen oder Verhaltensweisen treffen zu können. Zu diesem Zweck werden u. a. selbstlernende Algorithmen eingesetzt.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Predictive Maintenance: Auswertung von Fahrzeug-/ Gerätedaten, um frühzeitig Fehler bzw. mangelhafte Teile zu erkennen, sodass diese rechtzeitig ausgetauscht werden können. Dadurch wird verhindert, dass größere Schäden entstehen, die einen längeren Ausfall eines Fahrzeuges oder Geräts mit sich bringen würden. 
  • Datenanalyse kann bei der Einsatzplanung unterstützen. So könnten beispielsweise bei bevorstehenden Starkregenereignisse jene Regionen ermittelt werden, die mit hoher Wahrscheinlichkeit mit Überflutungen zu rechnen haben und so entsprechende Vorkehrungen treffen müssten. 
  • Ebenso könnten eventuell Wahrscheinlichkeiten in Bezug auf das Auftreten von Waldbränden berechnet werden, sodass diese rechtzeitig erkannt werden und schneller und effektiver bekämpft werden können.
  • Staus und außertourliche Verkehrsbehinderungen könnten bei der Berechnung von Einsatzfahrten berücksichtigt werden, um die "schnellste" Route für Einsatzkräfte zu ermitteln.

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09 - 31

Versteckte Sicherheit

Versteckte Sicherheit beschreibt den allgegenwärtigen Konflikt zwischen angestrebter Sicherheit und notwendiger Agilität bzw. Risikobereitschaft. Darunter wird die Notwendigkeit von Kompromissen zwischen Sicherheitsbedürfnissen & Flexibilitätsanforderungen verstanden.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Die Komplexität (der Technik), die einerseits Produktsicherheit und andererseits Ausfallsicherheit gewährleistet, darf den Bediener bei der Benutzung nicht behindern oder abschrecken, sondern muss trotzdem intuitiv und einfach gestaltet sein. Dabei kann "Sicherheit" durch funktionsorientiertes Design auch ästhetisch ansprechend sein.
  • Aspekte wie Ergonomie und Usability in der Bedienung von Produkten und Einsatz-Equipment können maßgeblich zur Sicherheit der Einsatzkräfte beitragen.
  • Geräte und Systeme müssen so sicherheitsunterstützend und intelligent gestaltet sein, dass Bedienfehler gar nicht zugelassen bzw. verhindert werden.

10 - 31

Super-Safe Society

Beschreibt die positive Entwicklung der Sicherheitsaffinität in fast allen Bereichen. Sieht man von aktuellen Entwicklungen ab, nämlich Covid-19, leben wir heute faktisch in einer der sichersten Zeiten überhaupt.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Die Sicherheit und Zuverlässigkeit der gesamten Ausrüstung sowie der Fahrzeuge rückt immer mehr in den Mittelpunkt (z. B. Insassenschutz).
  • Das Thema Langzeitfolgen bei gefährlichen Einsätzen wird vermehrt thematisiert und gewinnt an Bedeutung.
  • Direkte Gefährdung von Einsatzkräften soll dahingehend minimiert werden, dass z. B. Gebäude nicht mehr betreten werden müssen.
  • Da die Gewalt gegen Einsatzkräfte zunimmt, wird es immer wichtiger, diese mithilfe von adäquater Einsatzkleidung zu schützen.
  • Der vorbeugende Brandschutz wird wichtiger. Smarte, vernetzte Brandmelder kommen auch in den privaten eigenen vier Wänden immer öfters zum Einsatz.
  • Produkte, Technologien und Services, welche die Sicherheit der Einsatzkräfte erhöhen, gewinnen an Bedeutung (z. B. Atemschutz-Überwachung/Tracking).
  • Im Zuge des erhöhten Sicherheitsbedürfnisses nimmt auch die Bedeutung der Einsatzstellenhygiene bei den Einsatzkräften zu, wobei das Bewusstsein bezüglich Gefahren durch kontaminierte Einsatzbekleidung, verunreinigtes Löschwasser etc. geschärft wird.
  • Auch die rechtliche Sicherheit, sprich rechtliche Absicherung durch Versicherungsprodukte, könnte für Feuerwehrmitglieder in Zukunft relevanter werden.

11 - 31

Autoritätsakzeptanz

Die junge Generation definiert Autorität und die Akzeptanz von hierarchisch höher gestellten Personen neu - ausschlaggebend für Respekt werden Kompetenz, Erfahrung und korrekter kommunikativer Umgang.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Der Wandel des Autoritätsverständnisses der jungen Generation könnte im Feuerwehrwesen, wo im Einsatz die Einhaltung strenger Hierarchien mitunter essenziell ist, zur Herausforderung werden.

12 - 31

Micro Housing

Beschreibt den Trend hin zu kleinstmöglichen Wohnraum unter Berücksichtigung möglichst hoher Lebensqualität.

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13 - 31

Neo-Nationalismus vs. Generation Global

Beschreibt die sich bildenden gesellschaftlichen Gegenpole im Spannungsfeld zwischen protektionistischen Haltungen von rechtspopulistischen Strömungen in manchen Ländern auf der einen Seite und einer heranwachsenden Generation, die global denkt, lebt und handelt auf der anderen.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Nationalstaatliche Politik könnte dazu führen, dass Verteidigungs- und Rüstungsausgaben eines Landes budgetär betrachtet priorisiert werden, wodurch im Bereich Sicherheits- und Katastrophenschutz, welcher das Feuerwehrwesen betrifft, finanzielle Mittel fehlen könnten.
  • Globale Herausforderungen (z. B. Naturkatastrophen durch Klimawandel oder großflächige Waldbrände), welche auch das Feuerwehrwesen in direkter Weise betreffen, können länderübergreifende Zusammenarbeit erfordern.

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14 - 31

Alternative Notstromversorgung

Durch die zunehmende Abhängigkeit von Stromsteigt der Bedarf an alternativer Stromversorgung, welche abseits vom herkömmlichen Stromnetz auch in Not- und Krisensituationen Energie bereitstellt.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Für Feuerwehren wird es zunehmend relevanter, sich sowohl im Einsatz als auch stationär energieautark aufzustellen, um gegen Blackout-Szenarien gewappnet zu sein.

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15 - 31

Globale Migration

Beschreibt den anhaltenden Trend einer weltweit stattfindenden Bevölkerungswanderung. In vielen Ländern kann Migration als Chance und wichtiger Gegentrend zu einer älter werdenden Bevölkerung mit niedrigen Geburtenraten und einem stärker werdenden Fachkräftemangel gesehen werden.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Die zunehmende Migration kann das Feuerwehrwesen in vielerlei Hinsicht durchaus stark beeinflussen. So können sprachliche oder soziokulturelle Unterschiede, als auch die psychische Verfassung (z.B. Kriegstraumata), große Herausforderungen darstellen.
  • Trotz möglicher Hürden könnten Vereine, aber auch Organisationen, wie die Freiwillige Feuerwehr, eine gute Möglichkeit für Neuankömmlinge darstellen, sich schneller zu integrieren. Hierbei wären Werbemaßnahmen durch die Feuerwehr als ersten Schritt, sowie schnelle Onboarding-Prozesse sinnvoll. Zu beachten ist jedoch die Ungewissheit in Bezug auf den langfristigen Verbleib von Migranten am jeweiligen Ort.

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16 - 31

Ungesundes Halbwissen

"Halbwissen" bedeutet, dass viele Informationen und vermeintliches Wissen sehr unreflektiert und ungeprüft aus unterschiedlichsten Quellen, allen voran aus dem Internet, bezogen werden. Zudem wächst die Gefahr, Fake News als Wissensquelle heranzuziehen.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Feuerwehrspezifische Fähigkeiten werden vielerorts nicht mehr in dem erforderlichen Ausmaß erlernt, was mitunter auf die steigende Zahl von Einsatzgeräten zurückzuführen ist. Dies kann im Einsatzfall zu fatalen Fehlern führen.
  • Hier wäre es notwendig, das benötigte Wissen durch Eigeninitiative im Rahmen von Schulungen, Übungen, Experimenten und Simulationen aufzubauen. Hierzu können unter anderem Plattformen, die dem Wissens- und Erfahrungsaustausch dienen, hilfreich sein.
  • Aufgrund der zunehmenden Fülle an Tätigkeitsfeldern und Gerätschaften werden Lernumfänge immer mehr. Dadurch besteht die Gefahr, dass Basis-Abläufe nicht gut genug geübt und gelernt werden.

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17 - 31

Transparenzmärkte

Herkunft, Regionalität und Verantwortung werden zu wichtigen Kaufargumenten. Konsumenten wollen wissen, woher Produkte stammen, wie und von wem sie gefertigt wurden. Die Blockchain-Technologie kann dabei als geeignetes Mittel für die erforderliche Transparenz eingesetzt werden.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Aspekte wie die Nachverfolgbarkeit der Produktherkunft oder der (manipulations-) sichere Informationszugriff auf Systembeschreibungen könnten in Zukunft beispielsweise durch den Einsatz von Blockchain-Technologie transparenter werden.

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18 - 31

Terrorismus & Aggression

Die Anzahl terroristischer Handlungen, als auch die (gefühlte) Aggression in der Gesellschaft wurde im letzten Jahrzehnt mancherorts mehr.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Neben der Bedrohung für die allgemeine Bevölkerung sind auch immer öfter Einsatzkräfte von Blaulichtorganisationen, somit mitunter Feuerwehrkräfte, Beschimpfungen oder gewaltsamen Übergriffen ausgesetzt. 
  • Wenn auch nur vereinzelt, kommt es immer wieder zu terroristischen Attentaten mit katastrophalen Folgen für die lokale Bevölkerung. In solchen Fällen werden Einsatzkräfte vor gewaltige Herausforderungen gestellt, für die es sich bestmöglich zu rüsten und vorzubereiten gilt. 

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19 - 31

Trust Technology

Nicht mehr nur wirtschaftliche Interessen, sondern auch Aspekte wie Transparenz, Vertrauen und Sicherheit werden zu wesentlichen Elementen in der Entwicklung neuer Technologien oder Anwendungen. So trägt auch beispielsweise die DSGVO dazu bei, indem Datenschutz & datenschutzfreundliche Voreinstellungen direkt in der Entwicklung vorgesehen werden.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Aspekte wie Notbetrieb-Modi, Zuverlässigkeit der Systeme sowie Ausfallsicherheit werden zunehmend wichtiger und auch Voraussetzung. In diesem Zusammenhang spielt vor allem die Früherkennung von Fehlern und somit die Vermeidung von Ausfällen eine wichtige Rolle.

20 - 31

Automatisierung

Beschreibt die stets zunehmende Übernahme von meist repetitiven Tätigkeiten oder Aufgaben durch künstliche Systeme, die ohne menschliches Zutun arbeiten können.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Im Zuge dieses Trends könnten zukünftig immer mehr Aufgaben in den Bereichen Einsatzdokumentation, Beladungserkennung etc. in automatisierter Form abgewickelt werden.

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21 - 31

Krisensichere Kommunikation

Wo die voranschreitende Digitalisierung einerseits umfassende Vernetzung ermöglicht, so bietet diese auch Angriffsflächen z. B. für Cyberattacken oder Blackout-Szenarien. Eine redundante und somit ausfallsichere Auslegung von Notfall-Kommunikationsnetzwerken wird daher essenziell.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Vor allem in Krisensituationen, wo Notfallorganisationen wie Feuerwehr, Rettung und Katastrophenschutz funktionieren müssen, sind ausfallsichere Kommunikationsnetzwerke essenziell.

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22 - 31

Informationsmanipulation

Noch nie war es einfacher, Information zu fälschen. Durch die Möglichkeit, Deepfakes mithilfe von künstlicher Intelligenz zu erstellen oder Fake News rasend schnell über soziale Medien zu verbreiten, wird die Glaubwürdigkeit jeglicher Informationsinhalte zunehmend auf die Probe gestellt.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Falschinformation in Bezug auf das Feuerwehrwesen, die sich beispielsweise in sozialen Medien wie ein Lauffeuer verbreitet, kann auch für Feuerwehren zu einer immensen Herausforderung werden. 
  • Das Risiko dass Bilder, Videos oder Tonaufnahmen, auf welchen vermeintliche Fehler oder Falschhandlungen von Einsatzkräften zu sehen oder vernehmen sind, könnten gezielt manipuliert und verbreitet werden.

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23 - 31

Smart City

Der Ansatz sucht nach intelligenten Systemen für ganzheitliche Lösungen von Problemen in Städten. So soll in Smart Cities das Zusammenleben der Bewohner durch den Einsatz neuer Technologien und starker Vernetzung nachhaltiger und lebenswerter werden.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Smart Citys können eine smarte Routenplanung ermöglichen, die Einsatzfahrten beispielsweise je nach Verkehrsauslastung optimiert, Ampeln zielgerichtet schaltet oder bei der Bildung von Rettungsgassen unterstützt. Auch mithilfe von GPS-Daten beispielsweise können Einsatzorte gekennzeichnet und eine Navigation der Einsatzkräfte dorthin automatisch auslöst werden.
  • Mobile Einsatzmanagementsysteme können Daten der Infrastruktur von Gebäuden oder öffentlichen Plätzen als auch von Fahrzeugen und Personen nutzen, um auf Informationen wie Lagepläne, Anzahl involvierter Personen, mögliche Gefahren oder Ausmaß des Schadens zuzugreifen, wodurch man als Einsatzmannschaft gezielter handeln kann.
  • Daten, die durch die Vernetzung in urbanen Gebieten zur Verfügung stehen, könnte man in Warnsystemen, die etwa möglicherweise auch selbst Alarm schlagen, nutzen. So könnte man beispielsweise bei starkem Regen, wo die Kanalisation mancherorts an ihre Grenzen stößt, Überschwemmungsgefahren schneller erkennen und gezielt entgegenwirken. Allgemeiner betrachtet kann in diesem Zusammenhang auch Künstliche Intelligenz genutzt werden, um einerseits die präventive Gefahrenerfassung zu verbessern sowie auch Einsatzabläufe effizienter zu gestalten (Siehe Macrotrend Künstliche Intelligenz).
  • Neben den Vorteilen, welche eine Smart City bietet, kann die Vernetzung auch für kriminelle Tätigkeiten missbraucht werden (Siehe Macrotrend Cyberattacken).
  • Einen Bestandteil 'intelligenter' Städte bilden natürlich auch Smart Homes, die Chance und Gefahr zugleich sind (Siehe Macrotrend Smart Home (Protection)).
     

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24 - 31

Megacities & Verdichtete Räume

Megacities sind Städte mit 10 Mio. oder mehr Einwohnern. Ihre Größe stellt sie vor gewaltige Herausforderungen in Bezug auf Infrastruktur, Verkehr, Lebensqualität und Nachhaltigkeit.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Die Verdichtung in den Städten führt zu neuen und ergänzenden Anforderungen an die Feuerwehr: komplexeres Einsatzmanagement, Gefahrenverdichtung, Verkehrsverdichtung, Gebäudevielfalt, höhere Gebäude, Multi-Kulturen, steigende Distanzen etc.
  • Dadurch, dass immer mehr Menschen auf immer engeren Raum leben und sich bewegen, kommt es zu höherem Gefahrenpotenzial, wodurch mehr Menschen in Notsituationen geraten könnten. Auch nimmt damit die Ungewissheit, wie viele Personen sich beispielsweise in einem Gebäude befinden, zu, wodurch sich schnelles Retten in Notsituationen erschweren könnte.
  • Durch das erhöhte Verkehrsaufkommen in Großstädten wird das Durchkommen der Feuerwehr auf den Straßen erschwert. Zusätzlich tragen die immer größeren Fahrzeuge in den ohnehin schon verkehrsverdichteten urbanen Gebieten zusätzlich zur Platzverknappung bei. Dies kann beispielsweise kompaktere Fahrzeuge, die auch in engen Straßen durch den Verkehr manövriert werden können, oder den Bedarf an alternativen Fahrzeug- und Einsatzsupportsystemen wie z. B. Drohnen oder Robotern erfordern. (Siehe Macrotrend Verkehrsaufkommen)
  • Dadurch, dass immer mehr Menschen in Städte ziehen, wird Wohnraum oft durch Bau in die Höhe (oder, teils auch in die Tiefe) geschaffen. Herkömmliche Drehleitern können mit der Höhe der Gebäude leicht an ihre Grenzen stoßen, wodurch für die Menschenrettung aus großen Höhen zunehmend Alternativen gefragt sind (z. B. Menschenrettung mithilfe von Schwerlastdrohnen).
  • Der Einsatz von stationärer, präventiver Löschtechnik wird mit zunehmender Verdichtung der Lebensräume immer wichtiger.
  • Durch gewisse brandschutztechnische Regulatorik (Rauchmelderpflicht), die ein Zusammenleben auf verdichtetem Raum ermöglicht, wird es zwangsweise zu mehr Fehlalarmen kommen. Hier könnte der Einsatz von neuen Technologien (Drohnen, multisensorische Brandmelder etc.) zur raschen Ersterkundung nach der Einsatzalarmierung dabei helfen, Fehlausrückungen zu vermeiden.
  • In dicht besiedelten urbanen Gebieten bekommen Leitsysteme oder digitale Warnsysteme zum Steuern von Menschenmassen (z. B. im Zuge einer Massenpanik) größere Bedeutung. 
  • Durch den zunehmenden/hohen Lärmpegel in Großstädten kann sich auch der Stressfaktor der Einsatzkräfte erhöhen.
  • Durch den Smog in Großstädten könnte die Sicht beim Retten in der Höhe beeinträchtigt werden.
     

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25 - 31

Gefahr durch alternative Energieträger

Getrieben durch die Energiewende beschreibt dieser Trend die Gefahren, welche von der zunehmenden Anzahl an Speichern für alternative Energien (CNG, LNG, H2, E, E-Fuel etc.) ausgehen.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Neben der Gefahr durch Akkubrände können auch weitere alternative Energieträger zur Herausforderung in der Deeskalation für Feuerwehren werden. 
  • Hier sind geeignete Ausbildungsmaßnahmen gefragt, die auf den Umgang mit Gefahrenpotenzialen ausgehend von alternativen Energieträgern vorbereiten.

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26 - 31

Gefahr durch Akkubrände

Der zunehmende Einsatz von Akkus in elektrisch betriebenen Geräten und Fahrzeugen kann das Brandrisiko erhöhen.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Durch den zunehmenden Anteil elektrisch betriebener Fahrzeuge im Straßenverkehr gewinnt dieser Trend deutlich an Relevanz. Die Brandbekämpfung von Akkubränden erfordert dabei neuartige Deeskalationsstrategien.
  • Als besondere Herausforderung bei E-Autobränden könnte sich z. B. die unkontrollierbare Durchzündung der Akkus (Thermal Runaway), oder aber die schwierige Entsorgung kontaminierten Löschwassers herausstellen.
  • Auch aufgrund der zunehmenden Anzahl akkubetriebener Geräte nimmt die Brandgefahr in Privathaushalten und Unternehmen, aber auch in Entsorgungs- und Recyclingbetrieben stetig zu.
  • Durch stetige Weiterentwicklung werden allerdings auch Speichersysteme sicherer.

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27 - 31

Globale Bedrohungen

Wo wir einerseits in der sichersten aller Zeiten leben, nehmen mancherorts reale Bedrohungen wie terroristische Anschläge zu. Ausgelöst durch mediale Berichterstattung entsteht daraus allerdings ein Bild der globalen Bedrohung. Neben Terror können Epidemien zu einer globalen Bedrohung werden, indem sie sich zu einer Pandemie entwickeln - das hat man aktuell mit COVID-19 gesehen.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Terroristische Anschläge stellen auch Hilfs- und Einsatzkräfte vor immense Herausforderungen und bringen diese in gefährliche und unberechenbare Situationen. So spielt in solchen Situationen beispielsweise nicht nur die Gefährdung der Einsatzkräfte eine wesentliche Rolle, sondern es ist des Weiteren mit großen Massenbewegungen und Verkehrschaos auf den Straßen zu rechnen.
  • Auch Pandemien wie Covid-19 stellen weltweit Einsatzkräfte der Feuerwehren vor großen Herausforderungen. Werden sie zu Einsätzen gerufen, ist in der Regel Gefahr in Verzug und somit ist rasches Handeln gefragt. Ausfälle von Einsatzpersonal aufgrund von Ansteckung kann für die Sicherheit der Bevölkerung eine zusätzliche Problematik darstellen, wenn diese nicht zeitgerecht zur Hilfeleistung verfügbar sind. Die geltenden Sicherheitsmaßnahmen wie das Tragen von Schutzmasken und -bekleidung, Einhalten von Sicherheitsabständen etc. sind ebenso Aspekte, die Arbeiten der Einsatzkräfte erschweren.

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28 - 31

Autonome Systeme

(Teil-) autonom agierende Systeme sind mit Kamera, Radar- und Ultraschallsensoren ausgestattet, mit ihrer Umwelt vernetzt und sind im Stande, Aufgaben eigenständig, ohne aktives Zutun durch den Menschen, zu erledigen.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Autonome Einsatzsupportsysteme wie beispielsweise Löschroboter können das Risiko der Einsatzmannschaften in Gefahrengebieten wie z. B. bei Chemiebränden, in Erdbebengebieten, bei Einsätzen in einsturzgefährdeten Brandobjekten etc. reduzieren. 
  • Weiters könnten autonome Löscheinrichtungen, welche selbstständig Hot-Spots bzw. Brandherde erkennen und löschen, das Sicherheitsrisiko der Einsatzkräfte reduzieren und zudem das ansonsten notwendige Bedienpersonal für andere Tätigkeiten freistellen.
  • Zukünftig wäre es denkbar, dass Blaulichtorganisationen im Notfall auf autonome Fahrzeuge Zugriff haben, um diese beispielsweise aus dem Gefahrenbereich bewegen oder Rettungswege freimachen zu können.

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29 - 31

Robotik

Robotik geht über die Automatisierung von Produktionsprozessen hinaus. Roboter sind immer mehr im Stande, mit dem menschlichen Umfeld zu interagieren und so die Menschen zu unterstützen und ihren Handlungsspielraum zu erweitern.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Der Trend Robotik könnte sich zukünftig auf das Feuerwehrwesen dahingehend auswirken, dass sich wiederholende oder zu gefährliche Tätigkeiten von z. B. (teil-) autonomen Fahrzeugen, Robotern oder Drohnen übernommen werden. Aspekte wie Effizienz, Einsatzsicherheit oder die grundsätzliche Durchführbarkeit könnten dadurch optimiert oder erst gewährleistet werden.
  • Die Entwicklung könnte außerdem zur vermehrten Anwendung von Löschrobotik und automatischen Löschanlagen (stationärer Brandschutz) führen.
  • Robotik & autonome Systeme können auch bei Personalmangel im Feuerwehreinsatz Abhilfe schaffen.

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30 - 31

Internet of Things

Das Internet der Dinge beschreibt die umfangreiche Vernetzung und Kommunikation zwischen internetfähigen Objekten - dies reicht vom vernetzten Füllstandssensor bis zur kommunizierenden Maschine und zum intelligenten Fahrzeug.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Durch Vernetzung und Kommunikation von Gebäuden mit mobilen Geräten oder zwischen Fahrzeugen mittels Internet of Things (Car2Car-Communication) könnte die Überwachung von Systemen & Löschmittelreserven, das Steuern von Ampeln, das Übertragen von Videodaten bei Einsätzen besser sichergestellt werden. 

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31 - 31

Autonomes Fahren

(Teil-) autonome Fahrzeuge haben das Potenzial, in Zukunft Staus & Unfälle zu vermeiden sowie für mehr Effizienz & Sicherheit zu sorgen.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Durch autonom fahrende Fahrzeuge im Straßenverkehr wird die Unfallhäufigkeit reduziert werden. Jedoch könnte der Ausfall der Systeme zu erheblichen Schadensereignissen führen. 
  • Zudem könnten vorerst durch die Mischung von autonomen Fahrzeugen und Fahrzeugen, die von Menschen gelenkt werden, Probleme auftreten. 
  • In Bezug auf das Feuerwehrwesen könnten durch autonom gelenkte bzw. assistenz-unterstütze Einsatzfahrzeuge Unfälle bei Fahrten zur Einsatzstelle besser vermieden werden.

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01 - 31

Sicherheit

Gesundheit

01 - 17

Gesundheit

Ein neues Maß an Gesundheitsbewusstsein hält nicht nur im privaten Bereich, sondern auch bei den Feuerwehren Einzug. Unter anderem setzt man im Feuerwehreinsatz und -alltag vermehrt auf Reduktion von Belastungen und auf die konsequente Einhaltung der Einsatzhygiene. Gesundheit bedeutet dabei nicht mehr nur das Gegenteil von Krankheit, sondern ein Bewusstsein für die Balance der individuellen Lebensenergie und -qualität.

02 - 17

Gesundheitsprävention

Prävention ist zu einem wichtigen Pfeiler der Gesundheitsversorgung und eines wachsenden Gesundheitsbewusstseins geworden. Sie wird zur eigenverantwortlichen Aufgabe und wird erleichtert durch den einfacheren Zugang zu Information und durch datengetriebene Gesundheitsvorsorge mithilfe digitaler Anwendungen.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Der Trend Gesundheitsprävention spielt im Feuerwehrkontext eine sehr zentrale Rolle. So sind Einsatzkräfte im Ernstfall einerseits enormer mentaler Belastung, welche sich gar in Posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) zeigen kann, sowie andererseits immenser physischer Belastung ausgesetzt. In Bezug auf physische Belastung bekommt die Behandlung des Themas 'Feuerkrebs', welcher Krebsbildung als Langzeitfolge aufgrund der Tätigkeit im Feuerwehrwesen beschreibt, einen zunehmend höheren Stellenwert. 
  • In diesem Zusammenhang wird es stets wichtiger, frühzeitige präventive Analysen und Maßnahmen zur psychischen und körperlichen Unversehrtheit von Einsatzkräften zu setzen. Diesbezüglich werden Themen wie beispielsweise 'Peer-Betreuung', 'Schwarz-Weiß-Trennung' oder Krebsvorsorgeuntersuchungen vermehrt zu behandeln sein und auch Pflegemaßnahmen nach Brandeinsätzen streng einzuhalten sein. (Siehe Macrotrend Einsatzhygiene)
  • Auch soll das Setzen von Vorsorgemaßnahmen bereits in der Bekleidung und im Equipment, welche das Verletzungsrisiko minimieren und die körperliche und psychische Unversehrtheit gewährleisten, weiter forciert werden.

03 - 17

Intelligente Bekleidung

Beschreibt die Verwendung von in Kleidungsstücken integrierte Sensorik, die mit anderen Smart Devices kommuniziert und beispielsweise Informationen über den Zustand von Mensch oder Bekleidung detektiert und weitergibt.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Die persönliche Schutzausrüstung wird intelligenter. Ausgestattet mit diversen Sensoren soll das gesundheitliche Wohlbefinden der Einsatzkräfte zum einen überwacht und zum anderen mittels Informationsbereitstellung im Einsatz unterstützt werden. 
  • Intelligente, vernetzte Bekleidung erfordert eine entsprechende Stromversorgung, d. h. es muss gewährleistet sein, dass Batterien bzw. Akkus stets aufgeladen sind. Alternativ könnte das Funktionsprinzip von Energy Harvesting als permanente und wartungsarme Energiezufuhr eingesetzt werden.
  • Ebenso ist zu beachten, dass integrierte Elektronik und Funktionen auch bei widrigsten Bedingungen (Hitze, Nässe, Schmutzpartikel, Waschzyklen etc.) einwandfrei funktionieren muss.
  • Smart Devices können in die Einsatzbekleidung fix integriert oder aber auch als adaptierbare und somit variabel einsetzbare Lösung konzipiert sein.

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04 - 17

Einsatzsicherheit

In unseren Gesellschaften nimmt das Sicherheitsverlangen stetig zu.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • In den Einsatzgeschehen wo viele unerwartete Situationen im Vorfeld bestmöglich berücksichtigt werden müssen um das aktive Einsatzgeschehen im Rahmen der Gegebenheiten stets sicherer zu gestalten. So ist der Herogedanke durch Risikobewusstsein und sinnvolle Einsatzunterstützungssysteme wie Roboter oder Drohnen zu berücksichtigen.

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05 - 17

Gesundheitsüberwachung

Beschreibt digitale Technologien (Apps, Fitness-Bänder, Smartwatches etc.), die für die Gesundheitsversorgung und medizinischen Selbstkontrolle eingesetzt werden. Durch die Übertragung, Speicherung und Verarbeitung der Daten können Rückschlüsse auf den Gesundheitszustand der jeweiligen Person gemacht werden.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Durch die starke körperliche Belastung bei Einsätzen, Übungen oder Leistungsüberprüfungen bekommt der Trend Gesundheitsüberwachung im Feuerwehrkontext besondere Bedeutung zu. Smarte, vernetzte persönliche Schutzausrüstung und Devices, welche dafür notwendig sind, könnten in unterschiedlichen Situationen nützlich sein:
    • Warnung der Einsatzkräfte bei kritischen Gesundheitsparametern und Vitaldaten (z. B. Blutdruck, Körpertemperatur, Sauerstoffgehalt etc.) und Weiterleitung an einsatzleitende Personen (Einsatzmanagementsystem) oder Leitstellen
    • Warnung der Einsatzkräfte vor gesundheitsgefährdenden Situationen (z. B. ausbreitende Gase, anbahnende Flashover, Kohlendioxidgehalt etc.) beispielsweise im Zuge von Atemschutzeinsätzen
    • etc.
  • Neben der Unterstützung während des Einsatzes oder bei Übungen könnten Tools zur Gesundheitsüberwachung auch im Vorhinein als mögliche Entscheidungsgrundlage über die Einsatzfähigkeit der jeweiligen Einsatzkraft herangezogen werden (Digitaler Vitalkey). 
  • Zu beachten ist, dass smarte, vernetzte Bekleidung eine entsprechende Stromversorgung erfordert, was in weiterer Folge bedeutet, dass Akkus stets ausreichend aufgeladen werden. 
  • Integrierte Funktionen müssen auch bei extremen Bedingungen wie Hitze, Nässe, Kälte etc. einwandfrei funktionieren - das heißt, der Feuerwehrmann muss sich darauf verlassen können.
  • Das Thema Datenschutz muss bei der Gesundheitsüberwachung von Einsatzkräften beachtet werden (Siehe Macrotrend Datenschutz).

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06 - 17

Out-/Indoor-Tracking & Navigation

Diverse Sensorik und Übertragungstechnologien (GPS, LPWAN, NFC, Wi-Fi etc.) ermöglichen das Tracken von Personen oder Gegenständen sowie das Navigieren, nicht nur im Freien sondern auch innerhalb von Gebäuden.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Um sich in unbekannten, verrauchten Gebäudeteilen und Räumen besser und schneller zurechtzufinden, könnten Einsatzkräfte anhand einer eingeblendeten Gebäudekarte (z. B. am Tablet, Head-up-Display etc.) ihre Position bzw. den Weg zur Einsatzstelle nachverfolgen. Während man heute noch auf entsprechende Gebäudedaten (Brandschutzpläne, Gebäudepläne) und sensortechnische Infrastruktur (Beacons, WLAN etc.) angewiesen ist, könnte zukünftig die verbaute Sensorik auf mobilen Einheiten eine Navigation in unbekannten Gebäuden unterstützen.
  • Die genaue Ortung von Einsatzkräften unterstützt den Einsatzleiter bei taktischen Maßnahmen und erhöht dadurch maßgeblich ihre Sicherheit.

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07 - 17

Unterstützungstools

Darunter versteht man im Wesentlichen Technologien und Tools, die den Alltag insbesondere von älteren Personen sowie Personen mit körperlichen Beeinträchtigungen erleichtern (altersgerechte Assistenzsysteme / Ambient Assisted Living). Dies betrifft unter anderem den Bereich Kommunikations- und Informationstechnologien, aber auch technische Tools wie Exoskelette.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Einsatzkräfte sind auch im höheren Alter noch einsatzfähig. Ausrüstung und Geräte sollten daher entsprechend ausgerichtet sein (insbesondere deren Bedienung, Ergonomie, Gewicht etc.) bzw. sollten Hilfestellungen zu deren Bedienung gegeben sein.
  • Abhilfe könnten beispielsweise kraftunterstützende technische Systeme wie Exoskelette etc. zur Kompensation von körperlichen Schwächen von Einsatzkräften bringen.

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08 - 17

Fitness Lifestyle

Sport ist in unserer Auffassung von Lebensqualität mittlerweile grundlegend verankert. Allerdings steht statt der reinen Selbst- & Leistungsoptimierung das Wohlfühlen im eigenen Körper immer mehr im Zentrum.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Da die körperliche Leistungsfähigkeit der Einsatzkräfte eine wichtige Voraussetzung ist, kann der Trend hin zum Fitness Lifestyle, dem Feuerwehrwesen dahingehend zugutekommen, dass Einsatzkräfte dadurch sportlicher, gesünder und mental fitter werden.
  • Hierbei könnte man zusätzlich Anreize für Feuerwehrmitglieder schaffen, um körperlich fit zu bleiben. So könnte man beispielsweise Beiträge bei Fitnessstudios günstiger gestalten oder entfallen lassen als auch weitere Anreize wie z. B. Fitnessabzeichen einführen.

09 - 17

Einsatzhygiene

Schadstoffe der Einsatzstelle können bis ins heimische Schlafzimmer gelangen. Schuld sind meist die eigene Nachlässigkeit und eine fehlende Schwarz-Weiß-Trennung. Konsequentes Handeln und bauliche Maßnahmen im Sinne der Schwarz-Weiß-Trennung können zum Schutz vor einer Schadstoff-Verschleppung dienen.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Das Thema der Einsatzhygiene gewinnt im Feuerwehrwesen immer mehr an Bedeutung. Allumfassende und gründliche Reinigungs- & Pflegemaßnahmen sowie ein ganzheitliches Einsatzhygienekonzept (vor, während und nach dem Einsatz) werden dabei zu einem zentralen Bestandteil.
  • Darüber hinaus gilt es generell den Kontakt mit kontaminierten Material oder giftigen Substanzen, wenn möglich zu vermeiden.
  • Durch Routinen im Hygieneablauf erhöhen sich die Anforderungen an die Einsatzausrüstung in Bezug auf die allgemeine Widerstandsfähigkeit.

10 - 17

Aktives Altern

Menschen wollen auch nach ihrer aktiven Arbeitsphase aktiv bleiben. Geistige Weiterbildung und Aufrechterhaltung der körperlichen Fitness gehört für immer mehr Menschen auch im Pensionsalter zum Alltag.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Ältere Menschen möchten auch noch im Pensionsalter aktiv bleiben und sich bei der Freiwilligen Feuerwehr aktiv oder passiv engagieren. So wurde in einigen (Bundes-) Ländern die Altersgrenze für Mitglieder im aktiven Dienst angehoben.
  • Die Erhöhung der Altersgrenze für Feuerwehrmitglieder kann auch die Tagesverfügbarkeit der Einsatzkräfte verbessern.

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11 - 17

Mind-Body-Fitness

Trend hin zu einem ganzheitlichen Gesundheitsverständnis, wo unter anderem auch Sport- & Freizeitaktivitäten im Zentrum stehen, die nicht nur körperlich und geistig fit machen, sondern auch wieder in Resonanz bringen – mit anderen, der Umwelt, sich selbst. Es geht um die Besinnung darauf, was guttut.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Eine gesamtheitliche Gesundheitsbetrachtung wird auch im Feuerwehrwesen immer zentraler, wo neben der körperlichen Fitness auch die mentale Gesundheit einen immer höheren Stellenwert bekommt. So könnten zukünftig Möglichkeiten geboten werden, um Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen. Dies kann durch Atemtechniken und Meditation erzielt werden.Weiters könnte in diesem Zusammenhang präventives psychologisches Coaching forciert werden, um beispielsweise auf Extremsituationen besser vorbereitet zu sein.
  • Ebenso könnte nach belastenden Einsätzen die Inanspruchnahme von Peer-Groups oder PTBS (Posttraumatischen Belastungsstörung)-Programmen forciert werden.

12 - 17

Gesundheitskompetenz

Die Gesundheitskompetenz (Health Literacy) stellt für viele Menschen eine immer wichtiger werdende Fähigkeit dar. Sie bilden sich aus unterschiedlichen Quellen ihre eigene Meinung rund um Krankheitsprävention und Gesundheitsförderung zum Zweck der Erhaltung ihrer Lebensqualität.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Heutzutage werden viele gesundheitliche Belange im Internet recherchiert, bevor ein Facharzt zur Diagnose herangezogen wird. Hilfreich wäre in diesem Kontext ein von Verbänden entwickeltes, allgemein gültiges Gesundheitskonzept.

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13 - 17

Lebensqualität

Beschreibt das Streben nach hoher Lebensqualität, bei der unter anderem Aspekte wie ein gesunder Lebensstil, ein erfülltes Sozialleben sowie eine zufriedenstellende Work-Life Balance im Zentrum stehen.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Im Sinne der Lebensqualität müssen auch im Feuerwehrwesen neue Anreize gesetzt werden:
    • Reduktion möglichst vieler Risiken für Einsatzkräfte auf ein Minimum
    • Gezielte Alarmierung erforderlicher Einsatzkräfte
    • Aspekte wie Ergonomie, Sicherheit, Gewicht etc. gewinnen an Bedeutung
    • Gusreichend Ruhephase
    • Etc.

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14 - 17

Achtsamkeit

Ist der Gegentrend zur permanenten Reizüberflutung und beschreibt das erhöhte Interesse auf das Zurückbesinnen auf sich selbst und am Innehalten.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Um Feuerwehrkräfte körperlich sowie geistig besser auf das Einsatzgeschehen vorzubereiten wird psychische und physische Vor- als auch Nachbereitung bedeutender. Besonnenheit im Umgang mit dem eigenen Körper und Bedacht auf draumatische Erlebnisse, welche aufgearbeitet werden müssen, wird mehr Achtsamkeit bekommen.

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15 - 17

Leistungsdruck

Durch die zunehmende Verschmelzung von Arbeit und Freizeit (Work-Life Blending) kann sich der Leistungsdruck im Job (Stress) auch immer eher auf das Privatleben auswirken.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Zunehmender Leistungsdruck im Berufsleben könnte mitunter die Bereitschaft hemmen, sich in der Freizeit für die Feuerwehr zu engagieren und sich so negativ auf die regelmäßige Teilnahme an Übungen oder die Verfügbarkeit bei (nächtlichen) Einsätzen auswirken. 
  • Auch zu beachten ist, dass ein durch Leistungsdruck verursachter Zeitmangel eine sinnvolle Aus- und Weiterbildung von Führungskräften im Feuerwehrbereich behindern könnte. 
  • Neben dem Leistungsdruck im Arbeitsumfeld wird auch der Arbeitsaufwand abseits der eigentlichen Feuerwehr-Tätigkeiten für Feuerwehren immer umfangreicher (DSGVO, Öffentlichkeitsarbeit, administrative Arbeiten etc.).

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16 - 17

Corporate Health

Gesundheitsfördernde Arbeitsumgebungen bereitzustellen wird zur strategischen Führungsaufgabe (Gesundheitsmanagement). Hierbei werden Arbeitsumfelder geschaffen, welche die Mitarbeiter psychisch und physisch entlasten sollen.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Die Optimierung der Arbeitsbedingungen zur Erhaltung der Gesundheit und Motivation der Mitarbeiter wird immer mehr als Priorität gesehen und auch bei (Berufs-) Feuerwehren ein immer wichtigeres Thema. Dahingehend könnte man Initiativen in folgenden Bereichen setzen:
    • Einsatz von Exoskeletten zur Unterstützung beim Heben oder Bewegen von schweren Lasten
    • neue Vorgehensweisen und Formen des Löschens sowie allumfassende Sicherheitsmaßnahmen
    • Errichtung von Gesundheitsinfrastruktur in Depots wie beispielsweise Sport- und Fitnesseinrichtungen, Ruhebereiche und Nap-Räume
    • Feuerwehrleute zu gesünderen, sportlicheren Lebensverhalten motivieren
    • - etc.
  • Feuerwehrverbände könnten bei diesen Themen eine Initiatorrolle einnehmen und als Treiber agieren.

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17 - 17

Healing Architecture

Beschreibt die Berücksichtigung gesundheitsrelevanter Aspekte in der Gestaltung und Architektur von Objekten oder Raumflächen. Das Wohlbefinden des Menschen steht im Mittelpunkt.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Der Trend Healing Architecture könnte vor allem dahingehend im Feuerwehrkontext von Relevanz sein, da nach energiezehrenden und aufreibenden Einsätzen geeignete Erholungsräume umso wichtiger sind. So könnten vermehrt lebende Baustoffe, mehr Begrünung oder auch Wasserelemente bei neuen Depots eingeplant werden, um so ein angenehmes, entspannendes Raumklima und damit eine Ruheoase für Feuerwehrkräfte zu schaffen. 
  • Weiter gedacht könnten sich Gebäude zukünftig im Fall einer Eskalation auch "selbst schützen" und damit auch die betroffenen Menschen.

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01 - 17

Gesundheit

Konnektivität

01 - 45

Konnektivität

Digitalisierung, Internet of Things, Industrie 4.0, Smart Products, Big Data – unter dem Megatrend „Konnektivität“ vereinen sich viele neue Disziplinen. Im Wesentlichen verfolgen alle ein ähnliches Ziel - die umfassende Vernetzung auf Basis der modernen Internet- und Kommunikationstechnologien. Die daraus resultierende Abhängigkeit von neuen Technologien stellt sich allerdings zunehmend als Herausforderung dar, da beispielsweise der Druck, ständig verfügbar und online zu sein, wächst.

02 - 45

Social Networks

Soziale Netzwerke wie Facebook, Snapchat, WhatsApp oder Twitter haben sich tief in unseren Alltag verankert und bilden auch für Organisationen eine zentrale Schnittstelle, um mit Kunden, Mitarbeitern und anderen Stakeholdern zu kommunizieren.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Soziale Netzwerke und Medien können für Feuerwehren in vielerlei Hinsicht Vorteile bringen: 
    • Möglichkeit der Community-Bildung (Blogs oder Foren) unter den Feuerwehren zum Zweck des Erfahrungsaustausches sowie Austausch von Gerätschaften und Fahrzeugen
    • Mittel zur Imagebesserung bzw. zur Schaffung von Bürgernähe und Transparenz unter der Bevölkerung, was alles geleistet wird bei der Feuerwehr
    • passendes Mittel zur Mitgliederwerbung - speziell im Bereich der Feuerwehrjugend
    • etc.
  • Neben Vorteilen bieten soziale Netzwerke auch Angriffsflächen für Feuerwehren, für welche die digitale Reputation als Vertrauensorganisation mitunter eine besondere Rolle spielt:
    • Veröffentlichungen von Einsatzpannen durch Dritte
    • Fotos & Videos von Opfern durch Feuerwehrkräfte oder Dritte
    • Gefahr von Shitstorms
    • etc. (Siehe Macrotrend Datenschutz).
  • Hier ist es wichtig, den aufmerksamen Umgang mit Informationen im Netz, die rund um die Feuerwehr entstehen, zu lehren und entsprechendes Bewusstsein zu schaffen.

03 - 45

Informationsvisualisierung

Beschreibt die steigende Notwendigkeit, Informationen und Data Lakes grafisch so aufzubereiten, dass diese einfach verständlich werden und so auch Zusammenhänge leicht erkannt werden können.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Im Zuge dieses Trends werden Feuerwehrausstatter die intuitive, aufgeräumte & einheitliche Gestaltung von Mensch-Maschine Schnittstellen bei Fahrzeug- und Gerätebedienungen sowie von Einsatzmanagementsystemen und Apps zukünftig weiter forcieren.

  • Darüber hinaus könnten auch neue Anzeigemöglichkeiten, wie Augmented Reality-Lösungen integriert in der Schutzausrüstung (z. B. im Helmvisier), eine Option zur übersichtlichen Visualisierung relevanter Informationen darstellen. 

  • Auch könnte im Zuge dieses Trends die individuelle, zielgruppen-gerichtete Informationsdarstellung ein wesentlicher Vorteil sein. So würden nur die relevantesten Informationen für die jeweilige Rolle eingeblendet werden (Siehe Macrotrend Personalisierter Inhalt).

  • Im Sinne des einfachen Abrufs von Informationen könnten beispielsweise auch Bedienungsanleitungen inklusive Videos und Simulationen zukünftig online und somit von den Feuerwehren vor Ort per Smartphone oder per Einsatzmanagementsystem abgerufen werden.

 

04 - 45

Additive Fertigung

Beschreibt die steigende Verbreitung und Anwendung des additiven Fertigungsverfahrens 3D-Druck, bei welchem durch schichtweises Auftragen von Material (Kunststoff, Metall, Pulver etc.) verschiedenste Gegenstände hergestellt werden können.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Die sich verbreitende Technologie des 3D-Drucks kann für das Feuerwehrwesen in verschiedenster Hinsicht von Vorteil sein:
    • individuelle Wünsche könnten auch in späteren Produktionsphasen noch realisierbar sein
    • Möglichkeit zur On-Demand Herstellung von Ersatzteilen für Einsatzgeräte
    • etc.

05 - 45

Künstliche Intelligenz

Künstliche Intelligenz (KI) befasst sich mit der Automatisierung „intelligenten“ Verhaltens und dem Maschinellen Lernen. Meist wird dabei versucht, Computer so zu programmieren, dass sie eigenständig Aufgaben bearbeiten und Probleme lösen können.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Künstliche Intelligenz kann für das Feuerwehrwesen zukünftig eine äußerst zentrale Rolle einnehmen und dieses gar revolutionieren. Gespeist mit den richtigen Daten können so:
    • die Einsatzmittelbeschaffung aber auch Einsätze, Gefahren oder Einsatzrisiken vorausschauend geplant oder erkannt werden
    • Szenarien über Einsatzabläufe oder Fluchtverhalten von Personen gezielter erstellt werden 
    • Roboter, Drohnen etc. autonom agieren und sich selbst optimieren
    • Ausfall- & Servicezeiten von Fahrzeugen & Equipment genauer vorhergesagt werden 
    • etc. (Siehe Macrotrend Predictive Analytics)

06 - 45

Smart Devices & Apps

Beschreibt sämtliche mobile elektronische Geräte, die mithilfe von Sensorik in der Lage sind, Informationen zu verarbeiten und diese mit anderen vernetzten Systemen auszutauschen. Insbesondere machen die darauf laufenden Programme (Apps) diese Geräte zu praktischen Werkzeugen.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Smart Devices werden zukünftig auch im Feuerwehrwesen eine immer zentralere Rolle spielen. So könnten diese beispielsweise integriert in der Einsatzbekleidung, Vital- & Umgebungsdaten (Körpertemperatur, Herzfrequenz, Gase etc.) erfassen und überwachen (Siehe Macrotrends Gesundheitsüberwachung & Intelligente Bekleidung). Besondere Vorsicht ist hier allerdings aus datenschutzrechtlicher Sicht geboten (Siehe Macotrend Datenschutz).
  • Neben dem Einsatz in der Schutzausrüstung können Smart Devices und entsprechende (Smartphone-) Apps die Einsatzführung unterstützen und so die Effizienz im Einsatz erhöhen (Siehe Macrotrend Digitale Einsatzführungstools). 
  • Als zentrale Anforderungen an Feuerwehr-Apps wäre zukünftig denkbar, einen gewissen Standardisierungsgrad (Zertifizierung) zu etablieren.
  • Weiters könnte zukünftig eine KI-gesteuerte "Master-App", die je nach Einsatzszenario & -zeitpunkt erkennt, welche Anwendungen aktuell benötigt werden, Unterstützung bieten. So könnte die Effektivität als auch ein guter Überblick über diese Anwendungen gewährleistet werden.

07 - 45

Digitale Einsatzführungstools

Beschreibt digitale, intelligente Werkzeuge, die dem Einsatzleiter bzw. der Einsatzleitstelle bei der Abwicklung eines Einsatzes unterstützen.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Im Feuerwehrwesen werden vermehrt Digitale Einsatzführungstoolsvon Einsatzkräften genutzt, beispielsweise:
    • Anfahrtsnavigation und Gefahrenübersicht
    • Erfassung und Übersicht des Lagebilds
    • Fahrzeug- & Equipment-Überwachung
    • Vitaldatenüberwachung des Trupps
    • Abruf von Objekt-, Fahrzeug- oder Gefahrenstoffdaten
    • Schnittstelle zu Sensorik- oder Kamerasystemen
    • Einsatzdokumentation & Nachbereitun
    • etc. 

08 - 45

Digital Twin

Ein Digital Twin ist ein digitales Äquivalent zu einem physischen oder virtuellen Objekt bzw. Prozess aus der realen Welt.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Mithilfe von digitalen Zwillingen können beispielsweise Simulationen zu Einsatzszenarien als Einsatztraining unter äußerst realitätsnahen Bedingungen durchgeführt werden.
  • Weiters könnte diese Technologie zukünftig die Möglichkeit bieten, Feuerwehrfahrzeuge oder Equipment umfassend in virtueller Form zu analysieren oder Szenarien in Bezug auf das jeweilige Objekt zu berechnen. So könnten beispielsweise Rückschlüsse auf die Effizienz von Einsatzabläufen oder Vorhersagen bezüglich Service- & Reparaturarbeiten gezogen werden (Siehe Macrotrend Predictive Analytics).

09 - 45

Intelligente Bekleidung

Beschreibt die Verwendung von in Kleidungsstücken integrierte Sensorik, die mit anderen Smart Devices kommuniziert und beispielsweise Informationen über den Zustand von Mensch oder Bekleidung detektiert und weitergibt.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Die persönliche Schutzausrüstung wird intelligenter. Ausgestattet mit diversen Sensoren soll das gesundheitliche Wohlbefinden der Einsatzkräfte zum einen überwacht und zum anderen mittels Informationsbereitstellung im Einsatz unterstützt werden. 
  • Intelligente, vernetzte Bekleidung erfordert eine entsprechende Stromversorgung, d. h. es muss gewährleistet sein, dass Batterien bzw. Akkus stets aufgeladen sind. Alternativ könnte das Funktionsprinzip von Energy Harvesting als permanente und wartungsarme Energiezufuhr eingesetzt werden.
  • Ebenso ist zu beachten, dass integrierte Elektronik und Funktionen auch bei widrigsten Bedingungen (Hitze, Nässe, Schmutzpartikel, Waschzyklen etc.) einwandfrei funktionieren muss.
  • Smart Devices können in die Einsatzbekleidung fix integriert oder aber auch als adaptierbare und somit variabel einsetzbare Lösung konzipiert sein.

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10 - 45

Überwachung

Technische Möglichkeiten zur Überwachung von Menschen, sei es in Bezug auf deren Aufenthaltsort, Bewegungsmuster, Konsumverhalten, Vitaldaten etc. finden immer stärker im Alltag Gebrauch. Städte setzen im Zuge dessen auch vermehrt auf Überwachungskameras.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Zukünftig werden die Möglichkeiten zur (Gesundheits-) Überwachung der Einsatzkräfte beispielsweise in Bezug auf Vitaldaten oder die Indoor-Positionierung bei Atemschutzeinsätzen zunehmen (Siehe Macrotrends Gesundheitsüberwachung & Out- / Indoor-Tracking & Navigation)
  • Auch wird zukünftig die Überwachung & Dokumentation des Einsatzablaufes mittels Luftüberwachung (z. B. Drohnen) zunehmen.
  • Der Fernzugriff auf Kamerasysteme und Sensorik ermöglicht umfassendes Sicherheitsmonitoring von Systemen und Gebäuden.

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11 - 45

Abhängigkeit von Strom

Durch die zunehmende Elektrifizierung vieler Systeme in unterschiedlichen Lebensbereichen wird die ununterbrochene Verfügbarkeit von Strom immer bedeutender.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Die Wahrscheinlichkeit von Blackout-Szenarien wird mit zunehmenden Stromverbrauch (Digitalisierung, Automatisierung etc.) größer, was auch das Feuerwehrwesen vor enorme Herausforderungen stellen würde:
    • Im Falle eines Blackouts könnte die Verfügbarkeit von Einsatzkräften stark eingeschränkt sein - insbesondere die Verfügbarkeit von freiwilligen Helfern, da auch diese vom Blackout direkt betroffen sein würden.
    • Es könnte die Verfügbarkeit von Treibstoff, indirekt (Tankstellen für Verbrennungsantriebe) oder direkt (E-Antriebe) stark eingeschränkt sein oder lahm liegen.
    • Es könnten Kommunikationstools oder -netzwerke (akkubetriebene Geräte, Handys sowie Funkantennen, die möglicherweise nicht für längere Zeit betrieben werden können), stark in ihrer Funktionalität eingeschränkt sein oder lahm liegen.
    • Auch Verkehrs- und Transportwege wären durch den Ausfall von Ampeln und Verkehrsleitsystemen höchstwahrscheinlich betroffen.
    • Die Notstromversorgung von gewissen Systemen wie Kühlsystemen, Belüftungsanlage bei Industrieanlagen, Landwirtschaften etc. wäre in diesem Fall ebenso besonders wichtig.
  • Ein großer Teil der Brände wird durch Elektrizität verursacht (in Deutschland ca. 30 %). Mit Zunahme an Stromverberbrauchern und akkubetriebenen Geräte im Haushalt wächst somit die potenzielle Gefahr von Bränden.
  • Neben immer mehr Stromverbrauchern könnte auch die Strukturen zur lokalen Stromproduktion (z. B. Photovoltaik-Anlagen, Heim-Batteriespeicher etc.) als möglicher Brandherd ein zusätzliches Gefahrenpotenzial darstellen.

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12 - 45

Datenschutz

Privatsphäre und Datenschutz wird wichtiger. Wo Privatsphäre mittlerweile aktiv erzeugt werden muss und so zu einer technischen On-Off-Option (z. B. Cookies) wird, wird Datenschutz indes heikler (DSGVO).

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Die Wahrung von Privatsphäre und Identität von Opfern (z. B. Sichtschutz bei Unfällen) sowie von Einsatzkräften wird ein wichtigeres und aktiv zu managendes Thema.
  • So wird auch die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) im Feuerwehrkontext immer relevanter. Dahingehend muss beispielsweise mehr denn je auf den sorgsamen und rechtskonformen Umgang mit persönlichen Daten wie z. B. beim Veröffentlichen von Bildern von Personen im Internet bzw. in der Presse oder bei der Verarbeitung der Daten von Feuerwehrmitgliedern geachtet werden. Auch zu beachten ist hier das Thema Datenaufzeichnung, zur (Gesundheits-) Überwachung von Feuerwehrmitgliedern.
  • Als Folge dessen werden auch die Anforderungen an die Zugriffssicherheit, auf feuerwehrinterne Informationen oder Datenbanken steigen. Weiters kann auch im Bereich der Bedienung von Einsatzfahrzeugen und -geräten das Thema Identitätsmanagement an Bedeutung gewinnen.
  • Ebenso zu beachten ist der sorgsame private Umgang mit beispielsweise Bildern & Videos von Einsätzen oder Übungen, die in sozialen Netzwerken, WhatsApp-Gruppen oder Ähnlichem geteilt werden. Soziale Netzwerke bieten hier nämlich ungeahnte Angriffsflächen für einzelne Einsatzkräfte oder Taktiken/Vorgehensweisen bei Einsätzen. Hier könnte die Gefahr von sogenannten Shitstorms ausgelöst von mitgefilmten Pannen bei Einsätzen oder bei der nicht-konformen Benutzung von Feuerwehrgeräten zu einem erheblichen Problem werden.

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13 - 45

Gesundheitsüberwachung

Beschreibt digitale Technologien (Apps, Fitness-Bänder, Smartwatches etc.), die für die Gesundheitsversorgung und medizinischen Selbstkontrolle eingesetzt werden. Durch die Übertragung, Speicherung und Verarbeitung der Daten können Rückschlüsse auf den Gesundheitszustand der jeweiligen Person gemacht werden.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Durch die starke körperliche Belastung bei Einsätzen, Übungen oder Leistungsüberprüfungen bekommt der Trend Gesundheitsüberwachung im Feuerwehrkontext besondere Bedeutung zu. Smarte, vernetzte persönliche Schutzausrüstung und Devices, welche dafür notwendig sind, könnten in unterschiedlichen Situationen nützlich sein:
    • Warnung der Einsatzkräfte bei kritischen Gesundheitsparametern und Vitaldaten (z. B. Blutdruck, Körpertemperatur, Sauerstoffgehalt etc.) und Weiterleitung an einsatzleitende Personen (Einsatzmanagementsystem) oder Leitstellen
    • Warnung der Einsatzkräfte vor gesundheitsgefährdenden Situationen (z. B. ausbreitende Gase, anbahnende Flashover, Kohlendioxidgehalt etc.) beispielsweise im Zuge von Atemschutzeinsätzen
    • etc.
  • Neben der Unterstützung während des Einsatzes oder bei Übungen könnten Tools zur Gesundheitsüberwachung auch im Vorhinein als mögliche Entscheidungsgrundlage über die Einsatzfähigkeit der jeweiligen Einsatzkraft herangezogen werden (Digitaler Vitalkey). 
  • Zu beachten ist, dass smarte, vernetzte Bekleidung eine entsprechende Stromversorgung erfordert, was in weiterer Folge bedeutet, dass Akkus stets ausreichend aufgeladen werden. 
  • Integrierte Funktionen müssen auch bei extremen Bedingungen wie Hitze, Nässe, Kälte etc. einwandfrei funktionieren - das heißt, der Feuerwehrmann muss sich darauf verlassen können.
  • Das Thema Datenschutz muss bei der Gesundheitsüberwachung von Einsatzkräften beachtet werden (Siehe Macrotrend Datenschutz).

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14 - 45

Cyberattacken

Kriminalität, die mithilfe Informations- und Kommunikationstechnologie verübt und durch die Anonymität des Internets "erleichtert" wird - z. B. digitale Industriespionage, Identitätsmissbrauch, Fälschung und Hacking.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Durch die Abhängigkeit von digitaler Technik kann es auch vermehrt zu unvorhersehbaren Ausfällen, hervorgerufen durch mutwillige Cyberattacken, kommen. Auf einsatzrelevante Daten wie Brandschutzpläne etc. sollte daher beispielsweise ein Offline-Zugriff möglich sein.
  • Die zunehmende Vernetzung von Feuerwehren sowie deren Fahrzeuge & Geräte erhöht die Anfälligkeit bezüglich Cyberattacken ("Feindliche Übernahme" von FW-Fahrzeugen, Geräten, Drohnen,...).
  • Auch das Hacken von autonom fahrenden Fahrzeugen, Ampelsteuerungen oder kritischen Infrastrukturen wie Kraftwerke könnte dazu genutzt werden, mutwillig herbeigeführte Unfälle, Staus etc. zu verursachen.

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15 - 45

Smart Home (Protection)

In einem Smart Home sind Geräte, Haustechnik und Smart Devices intelligent miteinander vernetzt. Die wesentlichen Vorteile liegen dabei in der Sicherheit, der Energieeffizienz und im Komfort.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Die zunehmende Verbreitung von Smart Home-Geräten, wie z. B. intelligente Rauchmelder kann zu mehr Sicherheit im Sinne der Brand-Früherkennung führen. Weiters kann beispielsweise die Energieabschaltung über den 'Smart Grid' von der Ferne stattfinden und auch Sensoren oder Kameras von der Ferne gesteuert oder darauf zugegriffen werden, was im Schadensfall Vorteile haben kann. 
  • Jedoch könnte es bei (längeren) Stromausfällen zu Problemen des Systems wie beispielsweise (Teil-) Ausfällen kommen. Auch könnten Hausspeicher, die oft an den 'Smart Grid' angebunden werden, eine zusätzliche Gefahrenquelle darstellen. Darüberhinaus kann es auch zu vermehrten Fehlauslösungen durch Homemelder kommen.

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16 - 45

Out-/Indoor-Tracking & Navigation

Diverse Sensorik und Übertragungstechnologien (GPS, LPWAN, NFC, Wi-Fi etc.) ermöglichen das Tracken von Personen oder Gegenständen sowie das Navigieren, nicht nur im Freien sondern auch innerhalb von Gebäuden.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Um sich in unbekannten, verrauchten Gebäudeteilen und Räumen besser und schneller zurechtzufinden, könnten Einsatzkräfte anhand einer eingeblendeten Gebäudekarte (z. B. am Tablet, Head-up-Display etc.) ihre Position bzw. den Weg zur Einsatzstelle nachverfolgen. Während man heute noch auf entsprechende Gebäudedaten (Brandschutzpläne, Gebäudepläne) und sensortechnische Infrastruktur (Beacons, WLAN etc.) angewiesen ist, könnte zukünftig die verbaute Sensorik auf mobilen Einheiten eine Navigation in unbekannten Gebäuden unterstützen.
  • Die genaue Ortung von Einsatzkräften unterstützt den Einsatzleiter bei taktischen Maßnahmen und erhöht dadurch maßgeblich ihre Sicherheit.

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17 - 45

Predictive Analytics

Beschreibt die Analyse und Auswertung bestehender Datenmengen, um daraus Vorhersagen von Ereignissen oder Verhaltensweisen treffen zu können. Zu diesem Zweck werden u. a. selbstlernende Algorithmen eingesetzt.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Predictive Maintenance: Auswertung von Fahrzeug-/ Gerätedaten, um frühzeitig Fehler bzw. mangelhafte Teile zu erkennen, sodass diese rechtzeitig ausgetauscht werden können. Dadurch wird verhindert, dass größere Schäden entstehen, die einen längeren Ausfall eines Fahrzeuges oder Geräts mit sich bringen würden. 
  • Datenanalyse kann bei der Einsatzplanung unterstützen. So könnten beispielsweise bei bevorstehenden Starkregenereignisse jene Regionen ermittelt werden, die mit hoher Wahrscheinlichkeit mit Überflutungen zu rechnen haben und so entsprechende Vorkehrungen treffen müssten. 
  • Ebenso könnten eventuell Wahrscheinlichkeiten in Bezug auf das Auftreten von Waldbränden berechnet werden, sodass diese rechtzeitig erkannt werden und schneller und effektiver bekämpft werden können.
  • Staus und außertourliche Verkehrsbehinderungen könnten bei der Berechnung von Einsatzfahrten berücksichtigt werden, um die "schnellste" Route für Einsatzkräfte zu ermitteln.

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18 - 45

Unterstützungstools

Darunter versteht man im Wesentlichen Technologien und Tools, die den Alltag insbesondere von älteren Personen sowie Personen mit körperlichen Beeinträchtigungen erleichtern (altersgerechte Assistenzsysteme / Ambient Assisted Living). Dies betrifft unter anderem den Bereich Kommunikations- und Informationstechnologien, aber auch technische Tools wie Exoskelette.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Einsatzkräfte sind auch im höheren Alter noch einsatzfähig. Ausrüstung und Geräte sollten daher entsprechend ausgerichtet sein (insbesondere deren Bedienung, Ergonomie, Gewicht etc.) bzw. sollten Hilfestellungen zu deren Bedienung gegeben sein.
  • Abhilfe könnten beispielsweise kraftunterstützende technische Systeme wie Exoskelette etc. zur Kompensation von körperlichen Schwächen von Einsatzkräften bringen.

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19 - 45

Smart User Interface

Wo Universal Design auf die hardware-technische Gestaltung von Objekten abzielt, soll eine intelligente Benutzeroberfläche dem User die bestmögliche Form der intuitiven Bedienung einer digitalen Mensch-Maschine Schnittstelle ermöglichen.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Die Beherrschbarkeit von komplexen Systemen wird für den Bediener durch stark vereinfachte Bedienlogik gewährleistet werden.
  •  Im Einsatzgeschehen sind Geschwindigkeit und Übersichtlichkeit essenziell für den Einsatzerfolg und werden durch  intelligente Assistenz gestützt.

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20 - 45

Plattform Ökonomie

Beschreibt eine Wirtschaftsform, bei welcher digitale, marktplatzähnliche Plattformen die Basis für Informations- bzw. Datenaustausch sowie Geschäftsabwicklungen darstellen. Die Plattform selbst tritt dabei in den meisten Fällen bloß als Mittler auf.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Auch im Feuerwehrwesen könnten Plattformen zukünftig eine zentralere Rolle einnehmen. So könnten einerseits freiwillige Helfer mobilisiert (z. B. Team Österreich) oder bei Großschadensereignissen benötigte Fahrzeuge und Werkzeuge über einschlägige (Kommunikations-) Plattformen vermittelt werden. 
  • Digitale Plattformen ermöglichen nicht nur den einfachen Austausch von feuerwehrspezifischen Informationen, sondern haben auch das Potenzial, als umfassendes Ökosystem Feuerwehrfahrzeuge, Equipment und Gebäude- und Stadtinfrastruktur zu vernetzen.

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21 - 45

Augmented & Mixed Reality

Die sogenannte erweiterte Realität ist die computergestützte Erweiterung der - in erster Linie visuellen - Realitätswahrnehmung. Die reale Welt wird demnach um künstlich geschaffene Zusatzinformationen oder virtuelle Objekten ergänzt.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • In das Sichtfeld des Feuerwehrmannes (beispielsweise im Helm-Visier, in der AS-Maske, am DLK-Bedienstand) könnten zusätzliche, einsatzrelevante Informationen eingeblendet werden.
  • Bei Reparatur-/ Service-Tätigkeiten können Funktions-/ Reparaturanleitungen in eine AR-Brille bzw. Smartphone eingeblendet werden, die den Servicemitarbeiter vor Ort bei seiner Arbeit unterstützen. Kleinere Reparaturen könnten somit auch direkt von den Feuerwehren selbst relativ einfach durchgeführt werden.

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22 - 45

Personalisierter Inhalt

Inhalte können heute personalisiert, kontextbasiert und proaktiv den Nutzer erreichen. Sie passen sich nicht nur dynamisch an Geräte, sondern auch an Umgebungsdaten, Präferenzen, soziale Verbindungen und sogar Stimmungen an.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Der Trend zu personalisierten Inhalten könnte im Feuerwehrwesen dahingehend Anwendung finden, dass Informationen je nach Situation oder „Rolle“, sprich je nachdem, ob beispielsweise ein Einsatzleiter, Leitstellenpersonal oder ein Truppführer eine Mensch-Maschine-Schnittstelle bedient, entsprechend optimiert und angepasst werden.

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23 - 45

Real-Digital

Unter Real-Digital versteht man die Verschmelzung der realen mit der digitalen Welt. Es wird die reale physische Welt so wie wir sie kennen und erleben stetig um digitale Dimensionen erweitert.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Einsatzkräfte der Feuerwehr werden im realen Einsatz sowie in der Ausbildung mittlerweile in vielerlei Hinsicht durch digitale Technologien unterstützt. Sei es in der Informationsbereitstellung am Einsatzort über Einsatzmanagementtools, AR unterstützte Navigationshilfen oder über virtuelle Trainings- und Ausbildungsmöglichkeiten an Simulatoren.

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24 - 45

Industrie 4.0

Diese vierte industrielle Revolution beschreibt die zunehmende Vernetzung von (Produktions-) Prozessen mithilfe moderner Informations- und Kommunikationstechnik. Ziel ist es dabei, durch die sinnvolle Integration von Menschen und Maschinen den gesamten Wertschöpfungsprozess zu optimieren.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Darüber hinaus könnten durch die Vernetzung über den gesamten Wertschöpfungsprozess hinweg Produktionszeiten verkürzt sowie die Transparenz in der gesamten Supply-Chain gesteigert werden.
  • Eng verbunden mit diesen Entwicklungen ist der Trend Internet of Things, dessen Anwendungsszenarien und Möglichkeiten auch Industrie 4.0 stark beeinflussen (Siehe Macrotrend Internet of Things)

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25 - 45

Postwachstumsökonomie

Die Weltwirtschaft wächst zunehmend schwächer. Um als Unternehmen zukünftig weniger auf Wirtschaftswachstum angewiesen zu sein, wird es alternative Modelle brauchen, die weg von der reinen Profitmaximierung hin zu ökologischem, sozialem Wirtschaften gehen.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Diese Entwicklung macht es in manchen Bereichen erforderlich, die Nutzungsdauer insbesondere bei Fahrzeugen, aber auch bei Equipment und Werkzeugen auszudehnen.

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26 - 45

Autonome Systeme

(Teil-) autonom agierende Systeme sind mit Kamera, Radar- und Ultraschallsensoren ausgestattet, mit ihrer Umwelt vernetzt und sind im Stande, Aufgaben eigenständig, ohne aktives Zutun durch den Menschen, zu erledigen.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Autonome Einsatzsupportsysteme wie beispielsweise Löschroboter können das Risiko der Einsatzmannschaften in Gefahrengebieten wie z. B. bei Chemiebränden, in Erdbebengebieten, bei Einsätzen in einsturzgefährdeten Brandobjekten etc. reduzieren. 
  • Weiters könnten autonome Löscheinrichtungen, welche selbstständig Hot-Spots bzw. Brandherde erkennen und löschen, das Sicherheitsrisiko der Einsatzkräfte reduzieren und zudem das ansonsten notwendige Bedienpersonal für andere Tätigkeiten freistellen.
  • Zukünftig wäre es denkbar, dass Blaulichtorganisationen im Notfall auf autonome Fahrzeuge Zugriff haben, um diese beispielsweise aus dem Gefahrenbereich bewegen oder Rettungswege freimachen zu können.

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27 - 45

Robotik

Robotik geht über die Automatisierung von Produktionsprozessen hinaus. Roboter sind immer mehr im Stande, mit dem menschlichen Umfeld zu interagieren und so die Menschen zu unterstützen und ihren Handlungsspielraum zu erweitern.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Der Trend Robotik könnte sich zukünftig auf das Feuerwehrwesen dahingehend auswirken, dass sich wiederholende oder zu gefährliche Tätigkeiten von z. B. (teil-) autonomen Fahrzeugen, Robotern oder Drohnen übernommen werden. Aspekte wie Effizienz, Einsatzsicherheit oder die grundsätzliche Durchführbarkeit könnten dadurch optimiert oder erst gewährleistet werden.
  • Die Entwicklung könnte außerdem zur vermehrten Anwendung von Löschrobotik und automatischen Löschanlagen (stationärer Brandschutz) führen.
  • Robotik & autonome Systeme können auch bei Personalmangel im Feuerwehreinsatz Abhilfe schaffen.

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28 - 45

24/7- Gesellschaft

Der Lebensstil wird flexibler und mobiler - der klassische "9-5 Arbeitsrhythmus" wird aufgeweicht. Folglich wird die Verfügbarkeit von Dienstleistungen und Waren rund um die Uhr immer wichtiger.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Durch diese Entwicklung könnte der Ausbau von Online-Konfiguratoren & Shops für Feuerwehrequipment und Ersatzteile (z. B. über 3D-Druck) forciert werden. 
  • Weiters könnte der Ausbau der Serviceverfügbarkeit von Feuerwehrausstattern, um Probleme rund um die Uhr beheben zu können, weiter vorangetrieben werden. Beispielsweise könnten dafür Remote Servicetools (z. B. AR-/ VR- Lösungen, Datenbrillen etc.) eingesetzt werden. 
  • Die permanente Verfügbarkeit von Daten und der Zugriff auf Infrastruktursysteme zur Lagebewältigung wird eine wesentliche Forderung werden.

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29 - 45

Internet of Things

Das Internet der Dinge beschreibt die umfangreiche Vernetzung und Kommunikation zwischen internetfähigen Objekten - dies reicht vom vernetzten Füllstandssensor bis zur kommunizierenden Maschine und zum intelligenten Fahrzeug.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Durch Vernetzung und Kommunikation von Gebäuden mit mobilen Geräten oder zwischen Fahrzeugen mittels Internet of Things (Car2Car-Communication) könnte die Überwachung von Systemen & Löschmittelreserven, das Steuern von Ampeln, das Übertragen von Videodaten bei Einsätzen besser sichergestellt werden. 

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30 - 45

Autonomes Fahren

(Teil-) autonome Fahrzeuge haben das Potenzial, in Zukunft Staus & Unfälle zu vermeiden sowie für mehr Effizienz & Sicherheit zu sorgen.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Durch autonom fahrende Fahrzeuge im Straßenverkehr wird die Unfallhäufigkeit reduziert werden. Jedoch könnte der Ausfall der Systeme zu erheblichen Schadensereignissen führen. 
  • Zudem könnten vorerst durch die Mischung von autonomen Fahrzeugen und Fahrzeugen, die von Menschen gelenkt werden, Probleme auftreten. 
  • In Bezug auf das Feuerwehrwesen könnten durch autonom gelenkte bzw. assistenz-unterstütze Einsatzfahrzeuge Unfälle bei Fahrten zur Einsatzstelle besser vermieden werden.

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31 - 45

Smart Data

Beschreibt die Sammlung, Verarbeitung und Analyse großer, exponentiell wachsender Datenmengen (Big Data). Die Nutzung der extrahierten sinnvollen Informationen dient auch branchenübergreifend vermehrt als Quelle neuer Wertschöpfung.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Die Aufzeichnung von Feuerwehrfahrzeug- & Equipment-Daten kann im Sinne von Predictive Maintenance für eine frühzeitige Erkennung von drohenden Problemen oder Schäden herangezogen werden. 
  • Mittels Big Data-Analysis kann das Nutzungsverhalten von Fahrzeug- & Gerätemaschinisten analysiert werden. Durch die daraus gewonnenen Erkenntnisse können Konfigurationen und die Bedienungen, aber auch das Produktdesign sowie Materialauswahl gegebenenfalls optimiert werden.
  • Das Tracken von Vitaldaten bzw. von Bewegungsprofilen der Einsatzkräfte am Einsatzort kann für die Analyse von Einsatzstrategien sowie für die Optimierung von persönlichen Schutzausrüstungen herangezogen werden.
  • Informationen wie Geo-Daten von Einsatzorten sowie die Häufigkeiten von Einsätzen, die von Leitstellen gesammelt werden, können für eine effizientere Planung von Dienstellenstandorten inklusive Besatzung herangezogen werden.
  • Weiter kann Big Data genutzt werden, um Brände bzw. das Verhalten von Feuer beispielsweise bei Waldbränden besser vorherzusagen.
  • Auch BIM-Daten (Building Information Modeling) könnten für die Einsatzlenkung genutzt werden und so Vorteile im Einsatzablauf bieten.

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32 - 45

Omnichannel

Um den Kontakt zu Kunden bzw. das Kundenerlebnis an sich zu optimieren, setzt man vermehrt auf einen Mix an Vertriebs- und Kontaktkanälen (Store, Online-Shop, Social Media, Chats etc.).

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33 - 45

Digital Native

Beschreibt jene Generation, die eine Welt ohne Internet (beinahe) nicht mehr kennt. Digitale Technologien und Neue Medien sind für sie selbstverständlich und ein zentrales Werkzeug, um ihre Kreativität in der digital geprägten Welt entfalten zu können.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Die digitalen Fähigkeiten dieser Generation können von Feuerwehren unterschiedlich genutzt werden, wie z. B.:
    • zum Erstellen & Bedienen von Programmen und Apps, welche die Einsatztätigkeit unterstützen
    • zur Betreuung & grafischen Gestaltung von Werbekampagnen & Social Media-Kanälen (Veranstaltungen, Anwerbung etc.
    • etc.
  • Im Bedarfsfall können versierte Onlinerecherchen bei der Problemlösung helfen (Troubleshooting, digitale Anleitungen etc.). 
  • Um diese junge Generation zu erreichen, anzuwerben und zu organisieren, muss sie über die richtigen digitalen Kanäle und auf die richtige Weise angesprochen werden. So könnte beispielsweise hochwertiger & interaktiver Content auf Plattformen wie YouTube, Instagram oder TikTok zur Anwerbung genutzt werden oder Dienste wie WhatsApp oder Snapchat zur Kommunikation dienen.

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34 - 45

Kollaboration

Gemeinsames Arbeiten und das Teilen von Wissen liegt im Trend. Einerseits werden dazu oft digitale Tools zur schnellen, zeit- und ortsunabhängigen Zusammenarbeit genutzt, andererseits entstehen vielerorts Co-Working Spaces: (temporär mietbare) Gemeinschaftsbüros.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Der Trend hin zu verstärkter Kollaboration wird auch im Feuerwehrwesen immer relevanter. So könnte insbesondere die interkommunale Zusammenarbeit zwischen Einsatzorganisationen,  Städten/Gemeinden und Behörden sowie Verbänden immer zentraler werden. Einerseits könnten Synergieeffekte z. B. in Bezug auf die Beschaffung oder Auslastung von Fahrzeugen und Gerätschaft erzielt werden. Andererseits könnten diverse Herausforderungen wie z. B. die mancherorts verringerte Tagesbereitschaft von Einsatzkräften besser gemeistert werden (siehe Macrotrend Fusionierung von Feuerwehren).
  • Eine Möglichkeit, die Herausforderungen in Bezug auf die Tagesverfügbarkeit zu bewältigen, könnte die Einsatzberechtigung von Feuerwehrkräften bei mehreren Feuerwehren darstellen (am Wohnort / am Arbeitsort).
  • Eine weitere Form zur Kollaboration besteht darin, Wissen mit anderen Feuerwehren bezüglich Einsätze, Übungen, Produkte etc. auszutauschen.
  • Weiters wäre es wichtig, darauf zu achten, dass kein Konkurrenzdenken unter den Feuerwehren entsteht und gemeinsam an einen Strang gezogen wird. 
  • Digitale Kollaborationstools finden auch im Feuerwehrwesen zu Abstimmungs- bzw. Ausbildungszwecken vermehrt Anwendung, insbesondere zu Zeiten von Corona.
  • Kollaboration kann auch im Sinne von virtueller Einsatzführungsunterstützung stattfinden (Vgl. Telearzt).

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35 - 45

Ausbildungsmöglichkeiten

Rund um den Trend des lebenslangen Lernens wird das Angebot an (Online-) Weiterbildungsmöglichkeiten immer größer - von einzelnen Kursen an (Fern-) Universitäten über das Angebot von regionalen Bildungseinrichtungen bis hin zu Online-Kursen.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Das zunehmende Aufgabenspektrum der Feuerwehr erfordert grundsätzlich eine umfangreichere Ausbildung. 
  • Auch im Feuerwehrwesen könnte das Angebot an fachspezifischen Ausbildungsmöglichkeiten bei unterschiedlichen Bildungsinstitutionen zukünftig zunehmen.
  • Ebenso könnte feuerwehrspezifisches Theoriewissen beispielsweise über Online-Kurs-Plattformen wie „Udemy“ angeboten werden. 

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36 - 45

Crowdsourcing

Crowdsourcing setzt sich aus den beiden Begriffen "Crowd" und "Outsourcing" zusammen und beschreibt das gemeinsame Innovieren, Entwickeln und Ausarbeiten von (Produkt-) Ideen, Lösungen oder Wissen (Know-how).

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Der Trend hin zum Crowdsourcing könnte auch für das Feuerwehrwesen eine immer größer werdende Rolle spielen. So könnte die Zusammenarbeit (Co-Creation) zwischen Feuerwehrausstattern und Feuerwehren zukünftig (weiter) forciert werden, indem Feuerwehren in den Entwicklungsprozess miteingebunden werden, um bestehende Fahrzeuge oder Gerätschaften zu verbessern oder Neues zu entwickeln.

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37 - 45

Digitale Kompetenz

Die zunehmende Verschmelzung von der realen und digitalen Welt führt zur Notwendigkeit einer intensiven Auseinandersetzung mit den Herausforderungen, die die Digitalisierung mit sich bringen. Daher ist eine umfassende digitale Kompetenz sowohl für Privatpersonen als auch für Organisationen erforderlich.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Die Digitalisierung hält auch immer mehr in Feuerwehrfahrzeugen, Einsatzgeräten, Kommunikationssystemen etc. Einzug. Um diese bedienen zu können, müssen Einsatzkräfte entsprechend mit dem Umgang digitaler Geräte & Medien geschult sein.
  • Der Umgang mit digitalen Geräten & Medien erfordert demnach auch entsprechende Schulungsmaßnahmen. Insbesondere vor dem Hintergrund der raschen Geschwindigkeit der Veränderung werden somit Weiterbildungsangebote im Bereich des digitalen Kompetenzaufbaus immer relevanter.

 

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38 - 45

Automatisierung

Beschreibt die stets zunehmende Übernahme von meist repetitiven Tätigkeiten oder Aufgaben durch künstliche Systeme, die ohne menschliches Zutun arbeiten können.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Im Zuge dieses Trends könnten zukünftig immer mehr Aufgaben in den Bereichen Einsatzdokumentation, Beladungserkennung etc. in automatisierter Form abgewickelt werden.

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39 - 45

Krisensichere Kommunikation

Wo die voranschreitende Digitalisierung einerseits umfassende Vernetzung ermöglicht, so bietet diese auch Angriffsflächen z. B. für Cyberattacken oder Blackout-Szenarien. Eine redundante und somit ausfallsichere Auslegung von Notfall-Kommunikationsnetzwerken wird daher essenziell.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Vor allem in Krisensituationen, wo Notfallorganisationen wie Feuerwehr, Rettung und Katastrophenschutz funktionieren müssen, sind ausfallsichere Kommunikationsnetzwerke essenziell.

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40 - 45

Informationsmanipulation

Noch nie war es einfacher, Information zu fälschen. Durch die Möglichkeit, Deepfakes mithilfe von künstlicher Intelligenz zu erstellen oder Fake News rasend schnell über soziale Medien zu verbreiten, wird die Glaubwürdigkeit jeglicher Informationsinhalte zunehmend auf die Probe gestellt.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Falschinformation in Bezug auf das Feuerwehrwesen, die sich beispielsweise in sozialen Medien wie ein Lauffeuer verbreitet, kann auch für Feuerwehren zu einer immensen Herausforderung werden. 
  • Das Risiko dass Bilder, Videos oder Tonaufnahmen, auf welchen vermeintliche Fehler oder Falschhandlungen von Einsatzkräften zu sehen oder vernehmen sind, könnten gezielt manipuliert und verbreitet werden.

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41 - 45

Nahtlose Mobilität

Beschreibt ein nahtloses Netzwerk an Mobilitätslösungen. Dabei steht nicht mehr die Wahl des Verkehrsmittels (PKW, Fahrrad, Bahn etc.), sondern der Transport von A nach B an sich im Vordergrund.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Dadurch, dass vor allem junge Menschen diese Mobilitätsvielfalt maßgeblich nutzen, stellt sich die Frage, ob auch zukünftige Feuerwehrkräfte flächendeckend in Besitz eines eigenen PKWs sein werden. Je nachdem könnte dies Auswirkungen auf die schnelle Verfügbarkeit von Feuerwehrkräften bei Einsätzen haben. Hier sind Alternativen gefragt, wie freiwillige Einsatzkräfte zum Feuerwehrhaus oder Einsatz gelangen.

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42 - 45

Letzte Meile-Logistik

Beschreibt die Herausforderung für Logistikunternehmen, online erworbene Artikel möglichst schnell, effizient und für den Endkunden angenehm zu liefern, um somit die Lieferzeit so kurz wie möglich zu halten. Vor allem die letzte Meile ist hier besonders anspruchsvoll.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Durch die stetig steigende Anzahl von Online-Bestellungen werden ausliefernde Paketzustell-Transporter vor allem urbane Gebiete zusätzlich verdichten. Dies kann im Einsatzfall für Feuerwehren zu Problemen bei der Erreichbarkeit der Einsatzstelle führen.
  • Darüber hinaus könnten autonome Zustelltransportsysteme (Lieferroboter, Lieferdrohnen etc.) Feuerwehreinsätze zukünftig behindern. 
  • Jedoch wären autonome Transportdrohnen gegebenenfalls auch als On-Demand Transporter für Feuerwehrequipment (vom Feuerwehrhaus zum Einsatzort) vorstellbar.

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43 - 45

Smart City

Der Ansatz sucht nach intelligenten Systemen für ganzheitliche Lösungen von Problemen in Städten. So soll in Smart Cities das Zusammenleben der Bewohner durch den Einsatz neuer Technologien und starker Vernetzung nachhaltiger und lebenswerter werden.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Smart Citys können eine smarte Routenplanung ermöglichen, die Einsatzfahrten beispielsweise je nach Verkehrsauslastung optimiert, Ampeln zielgerichtet schaltet oder bei der Bildung von Rettungsgassen unterstützt. Auch mithilfe von GPS-Daten beispielsweise können Einsatzorte gekennzeichnet und eine Navigation der Einsatzkräfte dorthin automatisch auslöst werden.
  • Mobile Einsatzmanagementsysteme können Daten der Infrastruktur von Gebäuden oder öffentlichen Plätzen als auch von Fahrzeugen und Personen nutzen, um auf Informationen wie Lagepläne, Anzahl involvierter Personen, mögliche Gefahren oder Ausmaß des Schadens zuzugreifen, wodurch man als Einsatzmannschaft gezielter handeln kann.
  • Daten, die durch die Vernetzung in urbanen Gebieten zur Verfügung stehen, könnte man in Warnsystemen, die etwa möglicherweise auch selbst Alarm schlagen, nutzen. So könnte man beispielsweise bei starkem Regen, wo die Kanalisation mancherorts an ihre Grenzen stößt, Überschwemmungsgefahren schneller erkennen und gezielt entgegenwirken. Allgemeiner betrachtet kann in diesem Zusammenhang auch Künstliche Intelligenz genutzt werden, um einerseits die präventive Gefahrenerfassung zu verbessern sowie auch Einsatzabläufe effizienter zu gestalten (Siehe Macrotrend Künstliche Intelligenz).
  • Neben den Vorteilen, welche eine Smart City bietet, kann die Vernetzung auch für kriminelle Tätigkeiten missbraucht werden (Siehe Macrotrend Cyberattacken).
  • Einen Bestandteil 'intelligenter' Städte bilden natürlich auch Smart Homes, die Chance und Gefahr zugleich sind (Siehe Macrotrend Smart Home (Protection)).
     

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44 - 45

Sharing Economy

„Nutzen statt Besitzen“ ist das Motto – der Sharing Gedanke hat sich bereits auf große Bereiche der Geschäftswelt ausgedehnt und ist zu einem neuen Wertschöpfungsmodell geworden.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Der Sharing-Gedanke könnte auch im Feuerwehrwesen ein immer wichtigeres Thema werden. So könnte die Anzahl von Stützpunktfeuerwehren zunehmen, wo im Fall von Großschadensereignissen Leihgeräte wie beispielsweise Tauchpumpen oder Spezialfahrzeuge angeboten werden könnten oder man gar speziell geschulte Einsatzkräfte auch für Einsätze außerhalb des eigenen Einsatzgebietes freistellen könnte.

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45 - 45

Drohnen

Drohnen sind unbemannte Luftfahrzeuge, die entweder eigenständig agieren können oder vom Menschen vom Boden aus bedient und gesteuert werden müssen. Sie können dabei für unterschiedliche Aufgaben wie z. B. als fliegendes Auge oder aber auch als Lasten- und Transportsysteme dienen.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Drohnen könnten zukünftig im Feuerwehrwesen für die unterschiedlichsten Zwecke eingesetzt werden:Lageerkundung & Einsatz-Monitoring aus der Luft
    • Lokalisierung & Messung von giftigen Substanzen (Gefahrengut)
    • aktive Einsatzunterstützung
    • Suche & Rettung von Personen und Vermissten (Schwerlastdrohnen)
    • Brandbekämpfung an schwer zugänglichen Orten
    • Equipment-Transport und Einsatzunterstützung (Lichtquelle,…)
    • etc.
  • Drohnen werden zukünftig jedoch nicht nur Vorteile bringen. Durch den vermehrten Einsatz von sowohl unbemannten (Privatnutzung, Lieferdrohnen, Feuerwehrdrohnen etc.), als auch bemannten Luftfahrzeugen (z. B. Air Taxis) sind unter anderem folgende Aspekte zu beachten:
    • durch höhere Anzahl von Drohnen ist mit einer „Verdichtung“ des Luftraums zu rechnen, was Feuerwehren vor allem im Einsatz vor neue Herausforderungen stellen kann
    • es ist mit mehr Drohnenabstürzen zu rechnen, wodurch sich eine neue Gefahrenquelle auftutdie rechtlichen Grundlagen dazu müssen teilweise noch geschaffen werden
    • etc.

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01 - 45

Konnektivität

Gender Shift

01 - 06

Gender Shift

Der Megatrend „Gender Shift“ zeigt einen grundsätzlichen Wandel der klassischen Geschlechterrollenverteilung in unserer Welt auf. Immer mehr Frauen interessieren sich für den Feuerwehrdienst, wohingegen Männer vermehrt in maßgeblich von Frauen geprägten Domänen tätig werden. Gleichberechtigung ist auch im Feuerwehrwesen ein wesentliches Schlagwort.

02 - 06

Ungendered Lifestyle

Die Zukunft ist geschlechtsneutral. Job, Freizeitgestaltung oder Lebensweisen werden nicht mehr nach Klischees und Rollenbildern bestimmt, sondern werden vermehrt nach individuellen Vorlieben ausgewählt.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Auch im Feuerwehrwesen könnte es immer wichtiger werden, die Marketingaktivitäten zur Anwerbung neuer Feuerwehrkräfte geschlechterneutral zu halten, um somit Frauen, Männer, Personen anderer Sexualität oder ohne Geschlecht gleichermaßen anzusprechen. 

03 - 06

Feuerwehrfrauen

Das Feuerwehrwesen öffnet sich. Einer bisher stark von Männern geprägten Domäne kommen zunehmend mehr Frauen hinzu.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Einzelne Initiativen für mehr Frauen im Feuerwehrwesen sind dabei bereits gesetzt – hier könnte man die spezielle Anwerbung von Frauen weiter zu forcieren. 
  • Durch die Zunahme von Frauen im F<<<euerwehrwesen wird es notwendig, entsprechende Infrastruktur in Depots zu schaffen beziehungsweise die Bestehende anzupassen.
  • Auch könnte es in manchen Fällen notwendig sein, auf den Aspekt der muskulären Maximalbelastbarkeit von Frauen zu achten. Dahingehend sollten Faktoren wie eine gute Manipulierbarkeit hinsichtlich dem Tragegewicht und passende Entnahmemöglichkeiten von Einsatzgeräten besonders berücksichtigt werden. 
  • Ganz besonders ist darauf zu achten, dass sexueller Diskriminierung oder gar Belästigung keinen Platz gelassen und so ein geschlechterneutrales Umfeld geschaffen wird.

04 - 06

Diversity

Vielfalt wird zunehmend als Chance gesehen - seien es Unterschiede in Bezug auf Alter, Geschlecht & Orientierung, Herkunft, kulturellen Hintergrund oder Ausbildungsschwerpunkt.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Um auch zukünftig für Junge interessant zu bleiben, wird es wichtig sein, sich als Feuerwehr als progressive Institution zu positionieren. Dabei sollte auf ein geschlechts- & kulturneutrales Umfeld geachtet werden, in dem Vielfalt als Bereicherung erkannt wird und Klischees kein Raum geboten wird.
  • Durch zunehmende Migration könnten zukünftig auch vermehrt Zuwanderer den Feuerwehren beitreten, wobei der Trend Diversity an Brisanz gewinnt.
     

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05 - 06

Womanomics

Die Gleichstellung der Geschlechter und der steigende Einfluss von Frauen in der Wirtschaft nimmt stetig, wenn auch nach wie vor sehr langsam, zu. Bemerkbar macht sich das vor allem darin, dass immer mehr Frauen Führungspositionen innehaben.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Die Zeiten, in denen das Feuerwehrwesen ausschließlich mit dem Geschlecht Mann assoziiert wurde, sind zunehmend vorbei. Immer mehr Frauen treten der Feuerwehr bei. Auch in Führungspositionen sind sie keine Seltenheit mehr.

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06 - 06

Work-Life Blending

Beschreibt die ideale Verbindung von Privat- und Berufsleben. Dazu sind neue Ansätze vonseiten der Arbeitgeber notwendig, die flexiblere Arbeitsmodelle ermöglichen.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Vor allem für Berufsfeuerwehren könnte der Trend hin zur verstärkten Verschmelzung von Privat- und Berufsleben ein immer relevanteres Thema werden. So könnten hier beispielsweise Möglichkeiten geschaffen werden, welche die Betreuung von Kindern in Tagesstätten direkt im Feuerwehrhaus ermöglichen. 

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01 - 06

Gender Shift

Silver Society

Alternde Bevölkerung

Rund um den Globus wird die Bevölkerung älter und gleichzeitig nimmt die Zahl älterer Menschen zu.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Die Bevölkerung wird immer älter. Dies bedeutet zwangsläufig, dass auch immer weniger junge Leute für die Freiwillige Feuerwehr zu Verfügung stehen, was bereits jetzt zu Personalproblemen bei vielen ländlichen Feuerwehren führt.
  • Aufgrund der Zunahme von Demenzerkrankungen, Übergewicht, Immobilität im höheren Alter kann es bei Personenrettungen zu Schwierigkeiten kommen. Dafür können zukünftig Anpassungen an den Rettungsgerätschaften sowie neue Rettungsgeräte erforderlich werden. 
  • Ebenso kann es aufgrund der Zunahme an Demenz erkrankten Personen zu vermehrten Suchaktionen kommen sowie zu Unfällen im Haushalt (insbesondere zu Zimmerbränden aufgrund Herdplatten, die vergessen wurden auszuschalten).

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Quellenverzeichnis

Silver Society

Wissenskultur

Golden Mentor

Golden Mentors möchten auch im Pensionsalter nach ihrer "Arbeitsphase" aktiv sein und ihre gesammelten Erfahrungen an andere weitergeben. Vor allem in Phasen der Veränderung können sie für Unternehmen und junge Mitarbeiter sehr wertvoll sein.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Im freiwilligen Feuerwehrwesen gilt es, ältere Mitglieder und deren Erfahrung durch verschiedene Anreize möglichst lang verfügbar zu halten. Die Weitergabe von Wissen aufgrund jahrelanger Praxis-Erfahrung von Älteren an die Jungen wird als wichtiger Lernprozess gesehen. Vielfach gibt es auch sogenannte 60-Plus Initiativen bei den Feuerwehren, mit denen gerade die ältere und erfahrene Generation angesprochen werden soll.

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Silver Society

Gesundheit

Aktives Altern

Menschen wollen auch nach ihrer aktiven Arbeitsphase aktiv bleiben. Geistige Weiterbildung und Aufrechterhaltung der körperlichen Fitness gehört für immer mehr Menschen auch im Pensionsalter zum Alltag.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Ältere Menschen möchten auch noch im Pensionsalter aktiv bleiben und sich bei der Freiwilligen Feuerwehr aktiv oder passiv engagieren. So wurde in einigen (Bundes-) Ländern die Altersgrenze für Mitglieder im aktiven Dienst angehoben.
  • Die Erhöhung der Altersgrenze für Feuerwehrmitglieder kann auch die Tagesverfügbarkeit der Einsatzkräfte verbessern.

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Silver Society

Forever Youngsters

Das Streben nach ewiger Jugend sowie Dinge wie Aktivität, Gesundheit & Fitness stehen im Zentrum. Die Kerngruppe der Junggebliebenen, 60-79-Jährige, will von einem echten Ruhestand daher wenig wissen.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Viele langgediente Feuerwehrmitglieder zählen sich auch im Pensionsalter noch lange nicht zum "alten Eisen". Sie möchten weiterhin aktiv bei Einsätzen ausfahren und bei Übungen mit den Jungen mittrainieren.
  • Ältere Feuerwehrmitglieder, die frei von beruflichen Verpflichtungen sind, könnten unter Tags für Einsätze leichter verfügbar sein.

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Silver Society

Universal Design

Universell designte Alltagsprodukte, Geräte oder andere interaktionsfähige Objekte sind darauf ausgelegt, so flexibel, leicht und intuitiv wie möglich zu bedienen zu sein. Im Fokus steht dabei jeder - alt wie jung.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Universalität des Designs, das sowohl Jung anspricht als auch bei älteren Einsatzkräften Neugier und Interesse weckt. 
  • Unterschiedliche Generationen in der Feuerwehr sind mit unterschiedlichen Technologien aufgewachsen und vertraut. Bedienfunktionalität soll für unterschiedliche Generationen und Geschlechter in Bezug auf Simplicity und Ergonomie ausgelegt sein.

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Silver Society

Gesundheit

Konnektivität

Unterstützungstools

Darunter versteht man im Wesentlichen Technologien und Tools, die den Alltag insbesondere von älteren Personen sowie Personen mit körperlichen Beeinträchtigungen erleichtern (altersgerechte Assistenzsysteme / Ambient Assisted Living). Dies betrifft unter anderem den Bereich Kommunikations- und Informationstechnologien, aber auch technische Tools wie Exoskelette.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Einsatzkräfte sind auch im höheren Alter noch einsatzfähig. Ausrüstung und Geräte sollten daher entsprechend ausgerichtet sein (insbesondere deren Bedienung, Ergonomie, Gewicht etc.) bzw. sollten Hilfestellungen zu deren Bedienung gegeben sein.
  • Abhilfe könnten beispielsweise kraftunterstützende technische Systeme wie Exoskelette etc. zur Kompensation von körperlichen Schwächen von Einsatzkräften bringen.

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Silver Society

Konnektivität

Smart User Interface

Wo Universal Design auf die hardware-technische Gestaltung von Objekten abzielt, soll eine intelligente Benutzeroberfläche dem User die bestmögliche Form der intuitiven Bedienung einer digitalen Mensch-Maschine Schnittstelle ermöglichen.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Die Beherrschbarkeit von komplexen Systemen wird für den Bediener durch stark vereinfachte Bedienlogik gewährleistet werden.
  •  Im Einsatzgeschehen sind Geschwindigkeit und Übersichtlichkeit essenziell für den Einsatzerfolg und werden durch  intelligente Assistenz gestützt.

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Silver Society

New Work

Wissenskultur

Lebenslanges Lernen

Der Trend hin zu laufender Weiterbildung und lebenslangen Lernen ist ungebrochen. Ob aus beruflicher Notwendigkeit heraus oder aus reinem persönlichen Interesse - viele Menschen verspüren den Drang, sich auf bekannten Gebieten weiterzuentwickeln oder sich gänzlich neues Wissen anzueignen und Erfahrungen zu sammeln.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Um die Golden Mentors länger in einer Organisation halten und ihr Potenzial ausschöpfen zu können, sollten alters- und ausbildungsgerechte Fortbildungsmöglichkeiten geboten werden – auch im Bereich der Digitalisierung. Bezüglich Informations- und Ausbildungsmaterial gilt es dieses passend für alle Altersgruppen zu formulieren und zugänglich zu machen.
  • E-Learning Angebote unterstützen den Trend, sich laufend weiterzubilden, unabhängig von zeitlichen und räumlichen Einschränkungen.

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Silver Society

New Work

Wissenskultur

Fachkräftemangel

Der Kampf um qualifizierte Fachkräfte zeigt sich als stets anhaltende Entwicklung. Der dadurch entstehende Wettbewerbsdruck drängt Unternehmen dazu, deren Personalmanagement und Arbeitgebermarke stetig weiterzuentwickeln.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Drohender Fachkräftemangel wird auch bei der Feuerwehr zu einem immer größer werdenden Problem. Es wird immer schwieriger, geschickte junge Leute für die Feuerwehr zu gewinnen. 
  • Umso wichtiger wird es, Erfahrungswissen von Einsatzkräften beispielsweise in Bezug auf Einsatzabwicklungen (z. B. in Form von Anleitungen und Guides) zu dokumentieren und verfügbar zu machen.
  • Immer weniger junge Leute sind im Besitz eines C-Führerscheins. 
  • Eine mögliche Gegenmaßnahme könnte die Anwerbung von zukünfitgen Feuerwehrkräfte im Jugendalter darstellen, indem die Feuerwehrarbeit als spannendes "Abenteuer" promotet wird.

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Konnektivität

Social Networks

Soziale Netzwerke wie Facebook, Snapchat, WhatsApp oder Twitter haben sich tief in unseren Alltag verankert und bilden auch für Organisationen eine zentrale Schnittstelle, um mit Kunden, Mitarbeitern und anderen Stakeholdern zu kommunizieren.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Soziale Netzwerke und Medien können für Feuerwehren in vielerlei Hinsicht Vorteile bringen: 
    • Möglichkeit der Community-Bildung (Blogs oder Foren) unter den Feuerwehren zum Zweck des Erfahrungsaustausches sowie Austausch von Gerätschaften und Fahrzeugen
    • Mittel zur Imagebesserung bzw. zur Schaffung von Bürgernähe und Transparenz unter der Bevölkerung, was alles geleistet wird bei der Feuerwehr
    • passendes Mittel zur Mitgliederwerbung - speziell im Bereich der Feuerwehrjugend
    • etc.
  • Neben Vorteilen bieten soziale Netzwerke auch Angriffsflächen für Feuerwehren, für welche die digitale Reputation als Vertrauensorganisation mitunter eine besondere Rolle spielt:
    • Veröffentlichungen von Einsatzpannen durch Dritte
    • Fotos & Videos von Opfern durch Feuerwehrkräfte oder Dritte
    • Gefahr von Shitstorms
    • etc. (Siehe Macrotrend Datenschutz).
  • Hier ist es wichtig, den aufmerksamen Umgang mit Informationen im Netz, die rund um die Feuerwehr entstehen, zu lehren und entsprechendes Bewusstsein zu schaffen.

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Konnektivität

Informationsvisualisierung

Beschreibt die steigende Notwendigkeit, Informationen und Data Lakes grafisch so aufzubereiten, dass diese einfach verständlich werden und so auch Zusammenhänge leicht erkannt werden können.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Im Zuge dieses Trends werden Feuerwehrausstatter die intuitive, aufgeräumte & einheitliche Gestaltung von Mensch-Maschine Schnittstellen bei Fahrzeug- und Gerätebedienungen sowie von Einsatzmanagementsystemen und Apps zukünftig weiter forcieren.

  • Darüber hinaus könnten auch neue Anzeigemöglichkeiten, wie Augmented Reality-Lösungen integriert in der Schutzausrüstung (z. B. im Helmvisier), eine Option zur übersichtlichen Visualisierung relevanter Informationen darstellen. 

  • Auch könnte im Zuge dieses Trends die individuelle, zielgruppen-gerichtete Informationsdarstellung ein wesentlicher Vorteil sein. So würden nur die relevantesten Informationen für die jeweilige Rolle eingeblendet werden (Siehe Macrotrend Personalisierter Inhalt).

  • Im Sinne des einfachen Abrufs von Informationen könnten beispielsweise auch Bedienungsanleitungen inklusive Videos und Simulationen zukünftig online und somit von den Feuerwehren vor Ort per Smartphone oder per Einsatzmanagementsystem abgerufen werden.

 

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Konnektivität

Additive Fertigung

Beschreibt die steigende Verbreitung und Anwendung des additiven Fertigungsverfahrens 3D-Druck, bei welchem durch schichtweises Auftragen von Material (Kunststoff, Metall, Pulver etc.) verschiedenste Gegenstände hergestellt werden können.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Die sich verbreitende Technologie des 3D-Drucks kann für das Feuerwehrwesen in verschiedenster Hinsicht von Vorteil sein:
    • individuelle Wünsche könnten auch in späteren Produktionsphasen noch realisierbar sein
    • Möglichkeit zur On-Demand Herstellung von Ersatzteilen für Einsatzgeräte
    • etc.

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Konnektivität

Künstliche Intelligenz

Künstliche Intelligenz (KI) befasst sich mit der Automatisierung „intelligenten“ Verhaltens und dem Maschinellen Lernen. Meist wird dabei versucht, Computer so zu programmieren, dass sie eigenständig Aufgaben bearbeiten und Probleme lösen können.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Künstliche Intelligenz kann für das Feuerwehrwesen zukünftig eine äußerst zentrale Rolle einnehmen und dieses gar revolutionieren. Gespeist mit den richtigen Daten können so:
    • die Einsatzmittelbeschaffung aber auch Einsätze, Gefahren oder Einsatzrisiken vorausschauend geplant oder erkannt werden
    • Szenarien über Einsatzabläufe oder Fluchtverhalten von Personen gezielter erstellt werden 
    • Roboter, Drohnen etc. autonom agieren und sich selbst optimieren
    • Ausfall- & Servicezeiten von Fahrzeugen & Equipment genauer vorhergesagt werden 
    • etc. (Siehe Macrotrend Predictive Analytics)

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Konnektivität

Smart Devices & Apps

Beschreibt sämtliche mobile elektronische Geräte, die mithilfe von Sensorik in der Lage sind, Informationen zu verarbeiten und diese mit anderen vernetzten Systemen auszutauschen. Insbesondere machen die darauf laufenden Programme (Apps) diese Geräte zu praktischen Werkzeugen.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Smart Devices werden zukünftig auch im Feuerwehrwesen eine immer zentralere Rolle spielen. So könnten diese beispielsweise integriert in der Einsatzbekleidung, Vital- & Umgebungsdaten (Körpertemperatur, Herzfrequenz, Gase etc.) erfassen und überwachen (Siehe Macrotrends Gesundheitsüberwachung & Intelligente Bekleidung). Besondere Vorsicht ist hier allerdings aus datenschutzrechtlicher Sicht geboten (Siehe Macotrend Datenschutz).
  • Neben dem Einsatz in der Schutzausrüstung können Smart Devices und entsprechende (Smartphone-) Apps die Einsatzführung unterstützen und so die Effizienz im Einsatz erhöhen (Siehe Macrotrend Digitale Einsatzführungstools). 
  • Als zentrale Anforderungen an Feuerwehr-Apps wäre zukünftig denkbar, einen gewissen Standardisierungsgrad (Zertifizierung) zu etablieren.
  • Weiters könnte zukünftig eine KI-gesteuerte "Master-App", die je nach Einsatzszenario & -zeitpunkt erkennt, welche Anwendungen aktuell benötigt werden, Unterstützung bieten. So könnte die Effektivität als auch ein guter Überblick über diese Anwendungen gewährleistet werden.

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Konnektivität

Digitale Einsatzführungstools

Beschreibt digitale, intelligente Werkzeuge, die dem Einsatzleiter bzw. der Einsatzleitstelle bei der Abwicklung eines Einsatzes unterstützen.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Im Feuerwehrwesen werden vermehrt Digitale Einsatzführungstoolsvon Einsatzkräften genutzt, beispielsweise:
    • Anfahrtsnavigation und Gefahrenübersicht
    • Erfassung und Übersicht des Lagebilds
    • Fahrzeug- & Equipment-Überwachung
    • Vitaldatenüberwachung des Trupps
    • Abruf von Objekt-, Fahrzeug- oder Gefahrenstoffdaten
    • Schnittstelle zu Sensorik- oder Kamerasystemen
    • Einsatzdokumentation & Nachbereitun
    • etc. 

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Konnektivität

Digital Twin

Ein Digital Twin ist ein digitales Äquivalent zu einem physischen oder virtuellen Objekt bzw. Prozess aus der realen Welt.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Mithilfe von digitalen Zwillingen können beispielsweise Simulationen zu Einsatzszenarien als Einsatztraining unter äußerst realitätsnahen Bedingungen durchgeführt werden.
  • Weiters könnte diese Technologie zukünftig die Möglichkeit bieten, Feuerwehrfahrzeuge oder Equipment umfassend in virtueller Form zu analysieren oder Szenarien in Bezug auf das jeweilige Objekt zu berechnen. So könnten beispielsweise Rückschlüsse auf die Effizienz von Einsatzabläufen oder Vorhersagen bezüglich Service- & Reparaturarbeiten gezogen werden (Siehe Macrotrend Predictive Analytics).

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Konnektivität

Gesundheit

Intelligente Bekleidung

Beschreibt die Verwendung von in Kleidungsstücken integrierte Sensorik, die mit anderen Smart Devices kommuniziert und beispielsweise Informationen über den Zustand von Mensch oder Bekleidung detektiert und weitergibt.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Die persönliche Schutzausrüstung wird intelligenter. Ausgestattet mit diversen Sensoren soll das gesundheitliche Wohlbefinden der Einsatzkräfte zum einen überwacht und zum anderen mittels Informationsbereitstellung im Einsatz unterstützt werden. 
  • Intelligente, vernetzte Bekleidung erfordert eine entsprechende Stromversorgung, d. h. es muss gewährleistet sein, dass Batterien bzw. Akkus stets aufgeladen sind. Alternativ könnte das Funktionsprinzip von Energy Harvesting als permanente und wartungsarme Energiezufuhr eingesetzt werden.
  • Ebenso ist zu beachten, dass integrierte Elektronik und Funktionen auch bei widrigsten Bedingungen (Hitze, Nässe, Schmutzpartikel, Waschzyklen etc.) einwandfrei funktionieren muss.
  • Smart Devices können in die Einsatzbekleidung fix integriert oder aber auch als adaptierbare und somit variabel einsetzbare Lösung konzipiert sein.

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Sicherheit

Konnektivität

Überwachung

Technische Möglichkeiten zur Überwachung von Menschen, sei es in Bezug auf deren Aufenthaltsort, Bewegungsmuster, Konsumverhalten, Vitaldaten etc. finden immer stärker im Alltag Gebrauch. Städte setzen im Zuge dessen auch vermehrt auf Überwachungskameras.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Zukünftig werden die Möglichkeiten zur (Gesundheits-) Überwachung der Einsatzkräfte beispielsweise in Bezug auf Vitaldaten oder die Indoor-Positionierung bei Atemschutzeinsätzen zunehmen (Siehe Macrotrends Gesundheitsüberwachung & Out- / Indoor-Tracking & Navigation)
  • Auch wird zukünftig die Überwachung & Dokumentation des Einsatzablaufes mittels Luftüberwachung (z. B. Drohnen) zunehmen.
  • Der Fernzugriff auf Kamerasysteme und Sensorik ermöglicht umfassendes Sicherheitsmonitoring von Systemen und Gebäuden.

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Konnektivität

Sicherheit

Abhängigkeit von Strom

Durch die zunehmende Elektrifizierung vieler Systeme in unterschiedlichen Lebensbereichen wird die ununterbrochene Verfügbarkeit von Strom immer bedeutender.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Die Wahrscheinlichkeit von Blackout-Szenarien wird mit zunehmenden Stromverbrauch (Digitalisierung, Automatisierung etc.) größer, was auch das Feuerwehrwesen vor enorme Herausforderungen stellen würde:
    • Im Falle eines Blackouts könnte die Verfügbarkeit von Einsatzkräften stark eingeschränkt sein - insbesondere die Verfügbarkeit von freiwilligen Helfern, da auch diese vom Blackout direkt betroffen sein würden.
    • Es könnte die Verfügbarkeit von Treibstoff, indirekt (Tankstellen für Verbrennungsantriebe) oder direkt (E-Antriebe) stark eingeschränkt sein oder lahm liegen.
    • Es könnten Kommunikationstools oder -netzwerke (akkubetriebene Geräte, Handys sowie Funkantennen, die möglicherweise nicht für längere Zeit betrieben werden können), stark in ihrer Funktionalität eingeschränkt sein oder lahm liegen.
    • Auch Verkehrs- und Transportwege wären durch den Ausfall von Ampeln und Verkehrsleitsystemen höchstwahrscheinlich betroffen.
    • Die Notstromversorgung von gewissen Systemen wie Kühlsystemen, Belüftungsanlage bei Industrieanlagen, Landwirtschaften etc. wäre in diesem Fall ebenso besonders wichtig.
  • Ein großer Teil der Brände wird durch Elektrizität verursacht (in Deutschland ca. 30 %). Mit Zunahme an Stromverberbrauchern und akkubetriebenen Geräte im Haushalt wächst somit die potenzielle Gefahr von Bränden.
  • Neben immer mehr Stromverbrauchern könnte auch die Strukturen zur lokalen Stromproduktion (z. B. Photovoltaik-Anlagen, Heim-Batteriespeicher etc.) als möglicher Brandherd ein zusätzliches Gefahrenpotenzial darstellen.

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Konnektivität

Sicherheit

Datenschutz

Privatsphäre und Datenschutz wird wichtiger. Wo Privatsphäre mittlerweile aktiv erzeugt werden muss und so zu einer technischen On-Off-Option (z. B. Cookies) wird, wird Datenschutz indes heikler (DSGVO).

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Die Wahrung von Privatsphäre und Identität von Opfern (z. B. Sichtschutz bei Unfällen) sowie von Einsatzkräften wird ein wichtigeres und aktiv zu managendes Thema.
  • So wird auch die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) im Feuerwehrkontext immer relevanter. Dahingehend muss beispielsweise mehr denn je auf den sorgsamen und rechtskonformen Umgang mit persönlichen Daten wie z. B. beim Veröffentlichen von Bildern von Personen im Internet bzw. in der Presse oder bei der Verarbeitung der Daten von Feuerwehrmitgliedern geachtet werden. Auch zu beachten ist hier das Thema Datenaufzeichnung, zur (Gesundheits-) Überwachung von Feuerwehrmitgliedern.
  • Als Folge dessen werden auch die Anforderungen an die Zugriffssicherheit, auf feuerwehrinterne Informationen oder Datenbanken steigen. Weiters kann auch im Bereich der Bedienung von Einsatzfahrzeugen und -geräten das Thema Identitätsmanagement an Bedeutung gewinnen.
  • Ebenso zu beachten ist der sorgsame private Umgang mit beispielsweise Bildern & Videos von Einsätzen oder Übungen, die in sozialen Netzwerken, WhatsApp-Gruppen oder Ähnlichem geteilt werden. Soziale Netzwerke bieten hier nämlich ungeahnte Angriffsflächen für einzelne Einsatzkräfte oder Taktiken/Vorgehensweisen bei Einsätzen. Hier könnte die Gefahr von sogenannten Shitstorms ausgelöst von mitgefilmten Pannen bei Einsätzen oder bei der nicht-konformen Benutzung von Feuerwehrgeräten zu einem erheblichen Problem werden.

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Gesundheit

Sicherheit

Konnektivität

Gesundheitsüberwachung

Beschreibt digitale Technologien (Apps, Fitness-Bänder, Smartwatches etc.), die für die Gesundheitsversorgung und medizinischen Selbstkontrolle eingesetzt werden. Durch die Übertragung, Speicherung und Verarbeitung der Daten können Rückschlüsse auf den Gesundheitszustand der jeweiligen Person gemacht werden.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Durch die starke körperliche Belastung bei Einsätzen, Übungen oder Leistungsüberprüfungen bekommt der Trend Gesundheitsüberwachung im Feuerwehrkontext besondere Bedeutung zu. Smarte, vernetzte persönliche Schutzausrüstung und Devices, welche dafür notwendig sind, könnten in unterschiedlichen Situationen nützlich sein:
    • Warnung der Einsatzkräfte bei kritischen Gesundheitsparametern und Vitaldaten (z. B. Blutdruck, Körpertemperatur, Sauerstoffgehalt etc.) und Weiterleitung an einsatzleitende Personen (Einsatzmanagementsystem) oder Leitstellen
    • Warnung der Einsatzkräfte vor gesundheitsgefährdenden Situationen (z. B. ausbreitende Gase, anbahnende Flashover, Kohlendioxidgehalt etc.) beispielsweise im Zuge von Atemschutzeinsätzen
    • etc.
  • Neben der Unterstützung während des Einsatzes oder bei Übungen könnten Tools zur Gesundheitsüberwachung auch im Vorhinein als mögliche Entscheidungsgrundlage über die Einsatzfähigkeit der jeweiligen Einsatzkraft herangezogen werden (Digitaler Vitalkey). 
  • Zu beachten ist, dass smarte, vernetzte Bekleidung eine entsprechende Stromversorgung erfordert, was in weiterer Folge bedeutet, dass Akkus stets ausreichend aufgeladen werden. 
  • Integrierte Funktionen müssen auch bei extremen Bedingungen wie Hitze, Nässe, Kälte etc. einwandfrei funktionieren - das heißt, der Feuerwehrmann muss sich darauf verlassen können.
  • Das Thema Datenschutz muss bei der Gesundheitsüberwachung von Einsatzkräften beachtet werden (Siehe Macrotrend Datenschutz).

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Konnektivität

Sicherheit

Cyberattacken

Kriminalität, die mithilfe Informations- und Kommunikationstechnologie verübt und durch die Anonymität des Internets "erleichtert" wird - z. B. digitale Industriespionage, Identitätsmissbrauch, Fälschung und Hacking.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Durch die Abhängigkeit von digitaler Technik kann es auch vermehrt zu unvorhersehbaren Ausfällen, hervorgerufen durch mutwillige Cyberattacken, kommen. Auf einsatzrelevante Daten wie Brandschutzpläne etc. sollte daher beispielsweise ein Offline-Zugriff möglich sein.
  • Die zunehmende Vernetzung von Feuerwehren sowie deren Fahrzeuge & Geräte erhöht die Anfälligkeit bezüglich Cyberattacken ("Feindliche Übernahme" von FW-Fahrzeugen, Geräten, Drohnen,...).
  • Auch das Hacken von autonom fahrenden Fahrzeugen, Ampelsteuerungen oder kritischen Infrastrukturen wie Kraftwerke könnte dazu genutzt werden, mutwillig herbeigeführte Unfälle, Staus etc. zu verursachen.

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Konnektivität

Sicherheit

Smart Home (Protection)

In einem Smart Home sind Geräte, Haustechnik und Smart Devices intelligent miteinander vernetzt. Die wesentlichen Vorteile liegen dabei in der Sicherheit, der Energieeffizienz und im Komfort.

Mögliche Auswirkungen auf die Feuerwehr:

  • Die zunehmende Verbreitung von Smart Home-Geräten, wie z. B. intelligente Rauchmelder kann zu mehr Sicherheit im Sinne der Brand-Früherkennung führen. Weiters kann beispielsweise die Energieabschaltung über den 'Smart Grid' von der Ferne stattfinden und auch Sensoren oder Kameras von der Ferne gesteuert oder darauf zugegriffen werden, was im Schadensfall Vorteile haben kann. 
  • Jedoch könnte es bei (längeren) Stromausfällen zu Problemen des Systems wie beispielsweise (Teil-) Ausfällen kommen. Auch könnten Hausspeicher, die oft an den 'Smart Grid' angebunden werden, eine zusätzliche Gefahrenquelle darstellen. Darüberhinaus kann es auch zu vermehrten Fehlauslösungen durch Homemelder kommen.